Maximilian Wöber erwartet heiße Bayern: „Die Bayern werden ein Feuerwerk zünden wollen“
FC Red Bull Salzburg gegen CASHPOINT SCR Altach endet mit 4:0. Die wichtigsten Stimmen zur Partie des 22. Spieltages der ADMIRAL Bundesliga bei Sky Sport Austria.
- Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund zum Rückspiel gegen die Bayern: „Bin überzeugt, dass wir den Bayern wehtun können“
- Altach-Coach Magnin stimmt Kritikern zu: „Die Leute glauben zurecht an unseren Abstieg“
- Ex-Altach-Trainer Damir Canadi über den Altacher Kader: „Der Kader ist nicht bundesligatauglich“
- Tino Casali hat Altach noch nicht abgeschrieben: „Wenn ich Slalomfahrer bin, will ich auch gewinnen“
FC Red Bull Salzburg – CASHPOINT SCR Altach 4:0 (3:0)Schiedsrichter: Alan KijasMatthias Jaissle (Trainer FC Red Bull Salzburg):…nach dem Spiel: „Es war ein Sieg, wie wir uns es gewünscht haben. Es war von Anfang an eine gute Leistung und wir haben uns für den Aufwand mit den Toren belohnt. Dann ist es einfacher mit einer deutlichen Führung in die Halbzeit zu gehen. Im Hinblick auf das Spiel in München war das eine gute Partie.“…über die Ausgangslage nach dem Remis der Bayern gegen Frankfurt: „Das ist egal. Am Dienstag wird es ein komplett anderes Spiel. Wir werden auf eine Mannschaft treffen, die alles raushaut, um in die nächste Runde einzuziehen. Wir wissen, dass das eine Topmannschaft mit klasse Spielern ist. An der Ausgangssituation hat sich nichts geändert.“…auf die Frage, welches Spiel er gegen die Bayern erwartet: „Wir sind krasser Außenseiter und überzeugen mit unserer Art und Weise von Fußball, so wie im Hinspiel. Wofür es reicht, wird man sehen. Natürlich sind wir wieder selbstbewusst und mutig unterwegs.“…vor dem Spiel über Erwartungen an Ignace Van der Brempt: „Wie es bei jedem Neuzugang der Fall ist, machen wir keinen Druck. Er wirkt sehr frisch und ist total in unserer Philosophie für die kurze Zeit. Er hat das schon beim LASK nach seiner Einwechslung auf einer ungewohnten Position als Innenverteidiger gut gemacht. Er bringt ein hohes Talent mit sich und wir freuen uns mit ihm auf die Zukunft.“…über Kamil Piatkowski: „Kamil ist ein Spieler, der alles mitbringt auf der Position. Er hat es schwer als Innenverteidiger. Da wünscht du dir mal fünf, sechs Spiele am Stück, dass du Routine und Sicherheit im Spiel reinbekommst. Die Phase hat er bei uns noch nicht gehabt und er war immer mit Verletzungen raus. Da mach ich ihm keinen großen Vorwurf. Er muss an seiner Leistung feilen, dass sie stabiler wird.“
Christoph Freund (Sportdirektor FC Red Bull Salzburg):…über Junior Adamu: „Er hat vom ersten Moment an gleich funktioniert. Die Vorbereitung war nicht einfach für ihn. Er war beim Bundesheer, das ihn sehr unterstützt hat. Trotzdem war es für ihn eine neue Phase und er war nicht immer beim Training. Jetzt blüht er richtig auf. Er strotzt vor Selbstvertrauen und das merkt man.“…über den SCR Altach: „Es ist schwierig, wenn man so lange kein Tor geschossen hat. Man merkt, dass das Selbstvertrauen nicht das Höchste ist. Das ist dann sicher nicht leicht hier in Salzburg. Ich hoffe für Altach, weil sie sich in den letzten Jahren gut entwickelt haben, dass sie sich erfangen nach der Punkteteilung. Mit diesem Umfeld gehört dieser Verein in die Bundesliga. Sie haben sich in den letzten Jahren erarbeitet ein guter Bundesligist zu sein. Ich hoffe sehr, dass sie eine gute Qualifikationsrunde spielen und nächstes Jahr noch in der Bundesliga sind.“…über das bevorstehende Champions League Rückspiel gegen den FC Bayern: „Wir freuen uns alle drauf. Das ist ein Topspiel. Es ist ein Champions League Achtelfinale mit einer Ausgangsposition, die noch alles offenlässt. Die Mannschaft hat ein Spiel in dieser Größe auch noch nie erlebt. Der ganze Verein fiebert darauf hin. Das wird nächsten Dienstag ein ganz spezieller Abend in München.“…über eine mögliche Sensation in München: „Wir wollen unseren Fußball am Platz bringen. Wenn der Spielverlauf für uns ist und wir das Selbstvertrauen am Platz bringen, dann bin ich überzeugt, dass wir den Bayern wehtun können. Wir wissen, dass bei solchen Spielen alles passen muss. Wir werden mit riesiger Euphorie, riesigem Selbstvertrauen und Spaß an der Sache probieren das Unmögliche möglich zu machen.“Rasmus Kristensen (FC Red Bull Salzburg):…über seine Zwangspause: „Ich fühle mich super, aber wir wollen kein Risiko eingehen, wenn die Verletzung mit dem Kopf zu tun hat. Nach dem Spiel (gegen den LASK, Anm.) habe ich Kopfschmerzen gehabt. Aber wir müssen vorsichtig sein. Unser Doktor und Trainer haben die Entscheidung getroffen und das akzeptiere ich.“…über die Salzburger Performance in dieser Saison: „Für mich ist nach der Saison wichtig den Pokal und den Titel gewonnen zu haben. Wir sind natürlich stolz auf unsere Spiele, das haben wir super gemacht. Die Saison ist noch nicht vorbei. Jetzt kommen die Punkteteilung und die Meistergruppe. Das ist jetzt die Zukunft.“…über möglichen Wechsel im Sommer: „Das ist nicht meine Entscheidung, da gibt es viele Möglichkeiten. Vielleicht bleibe ich. Aber es ist nicht sicher, dass mich der Verein bleiben lässt. Im Fußball musst du immer für den nächsten Schritt bereit sein.“Luka Sucic (FC Red Bull Salzburg):…auf die Frage nach einem lockeren Sieg: „Es war kein lockeres Spiel. Wir wissen wie das Hinspiel in Altach war. Wir sind es mit hundert Prozent angegangen und letztendlich verdient als Sieger vom Platz gegangen.“…über das kommende Champions League Duell gegen Bayern: „Wir fahren mit einem sehr guten Gefühl nach München. Wir werden das Spiel so angehen, dass wir danach im Viertelfinale stehen. Wir haben in Salzburg schon eine gute Leistung gezeigt und das wird in München auch der Fall sein.“…über die Verfassung der Mannschaft nach Corona: „Es war ein Chaos. Man darf die Ausrede nicht bei Corona suchen. Wir sind Profis und werden hart arbeiten, dass wir umso fitter für das Spiel in München sind.“Maximilian Wöber (FC Red Bull Salzburg):…über das Spiel: „In der ersten Halbzeit haben wir viel richtig gemacht und unsere Chancen genützt. Wir waren gut im Spiel und das hat man gemerkt. Wir haben Altach keine Chancen gegeben, dass sie irgendwie ins Spiel kommen. Mit dem 3:0 war es gegessen. Wir haben so sicherlich ein paar Körner in Richtung Dienstag sparen können.“…über Zustand der Mannschaft nach dem Corona-Cluster: „Wir werden immer fitter. Natürlich ist es nicht optimal, wenn 40 Personen gesamt fünf Tage oder länger fehlen. Man kann nicht trainieren und irgendwie improvisieren. Den ein oder anderen hat es stärker erwischt. Das ist natürlich nicht optimal. Wir probieren alle auf hundert Prozent zu kommen. Das heutige Spiel war ein Schritt in die richtige Richtung.“…über Konkurrenz im Titelrennen: „Jetzt kommt natürlich die Punkteteilung. Wir werden sehen, was Sturm und der WAC morgen machen und wie viele Punkte wir dann vorne sind. Es kann immer schnell gehen. Wenn wir zwei, drei Aussetzer haben und nicht in unsere Spur finden, dann kann es nochmal eng werden. Wenn wir so wie im Moment routiniert auftreten, dann dürfen wir nichts mehr anbrennen lassen.“…über die Aussichten gegen den FC Bayern: „Ich denke, die Bayern werden ein Feuerwerk zünden wollen und uns nicht ins Spiel kommen lassen. Wir sind bereit und haben gezeigt, dass wir sie an den Rande einer Niederlage bringen können. Wenn wir in München die ein oder andere Chance nutzen, dann sind sicher Möglichkeiten da. Es wird sauschwer.“…über Lewandowski als Gegenspieler: „Wir werden das Beste geben, dass er wieder nicht in das Spiel kommt und wir ihn aus dem Spiel nehmen. Leider müssen wir nicht nur auf den Lewandowski aufpassen, sondern auch auf zehn andere Spieler. Wir werden alles reinhauen und mit Mann und Maus verteidigen. Dann sehen wir, was dabei rauskommt.“Ludovic Magnin (Trainer CASHPOINT SCR Altach):…nach dem Spiel: „Unser erstes Ziel heute war die erste viertel Stunde zu überleben. Wir machen Kindergartenfehler, total unnötig. Das macht mich stinksauer, dass wir wieder drei von vier Toren hergeschenkt haben.“…über die Schwäche bei Standardsituationen: „Seit ich hier Trainer bin, haben wir in vier Spielen 80 Prozent der Tore aus Standards bekommen. Heute haben wir eine Mannschaft auf dem Platz mit extra größeren Spielern. Das ist sehr ärgerlich und macht mich maßlos sauer. Das ist auch momentan Thema im Training. Standardsituationen sind im Abstiegskampf entscheidend. Wir schießen sie grausam und erhalten Gegentore daraus.“…über die vielen Wechsel in der Mannschaft: „Ich würde gerne jedes Spiel mit der gleichen Einstellung spielen. „Don’t change a winning team“, aber wenn man nicht gewinnt, dann muss man sich etwas einfallen lassen.“…über das Thema Körpersprache: „Bei euch im deutschsprachigen Raum ist das wichtig. Wenn du 3:0 nach 20 Minuten zurückliegst, was sollen wir da für eine Körpersprache haben? In Frankreich schauen wir, wie auf dem Platz Fußball gespielt wird. Ich kenne viele Spieler, die eine grausame Körpersprache haben, aber gut spielen.“…auf die Frage, ob ein Aufbäumen der Mannschaft gegen den Abstieg erkennbar ist: „Die Leute glauben zurecht an unseren Abstieg. Wir liefern auch kein Argument dagegen. Jetzt gibt es noch zehn Playoff Spiele und wir werden alles tun, den Rückstand aufzuholen.“…was ihn positiv stimmt: „Ich bin schon lange im Fußball und habe alles gesehen. Meine Mannschaft wird nicht aufgeben, das kann ich garantieren. Natürlich spricht die Zeit und Ergebnisse gegen uns. Wir akzeptieren auch die Kritik von den Medien und Fans.“…vor dem Spiel über Bundesligatauglichkeit seines Kaders: „Wir haben im Winter viele wichtige Transfers getätigt und die brauchen noch Zeit. Wir sind vom Kader noch überzeugt und ich sehe jeden Tag im Training, wozu die Mannschaft fähig ist. Leider schaffen sie es noch nicht unter Druck das am Wochenende zu zeigen. Es gibt noch genug Punkte und ich bin froh, wenn uns die Leute schon abgeschrieben haben.“…über fehlende Konstanz und Neuzugänge: Ich bin seit vier Spielen dabei und jedes Mal muss ich die Innenverteidigung wechseln. Entweder ist jemand krank, verletzt oder gesperrt. Im Abstiegskampf solltest du einmal eine Innenverteidigung finden, das ist vielleicht die wichtigste Position. Das stört uns, dass wir keine Konstanz reinbringen können. Es bringt nichts zu jammern. Ich bin überzeugt, dass die Neuzugänge von Spiel zu Spiel besser werden. Wenn uns alle schon unten sehen, ist es umso besser.“ Damir Canadi (Ex-Trainer CASHPOINT SCR Altach):…über seinen Abgang und die Konflikte beim SCR Altach: „Ich will das nicht unbedingt in der Öffentlichkeit preisgeben. Ich verstehe die Jungs. Trotz allem ist die Wertschätzung allen gegenüber da. Ich bin niemandem böse. Natürlich hat der Verein dann hinterfragt, warum die Mannschaft das macht. Das hat mich persönlich ein bisschen getroffen.“…über fehlenden Rückhalt des Vereins: „Diese Präsidentschaften hätten den Trainer in dieser Situation schützen müssen. Die Entscheidung habe ich nach außen getragen, auch im Club. Sie sind alle dahintergestanden, dann auf einmal bist du nur mehr Opfer und das finde ich nicht in Ordnung.“…über den holprigen Start von Ludovic Magnin: „Die Mannschaft hat die Qualität nicht dazu. Jeder Trainer, der jetzt kommt, will was verändern. Ich habe es auch schon analysiert und wir haben es auch probiert. Ich bin im Laufe der Spiele draufgekom men, dass das schwer wird.“…über Bundesligatauglichkeit des aktuellen Kaders: „Der Kader ist nicht bundesligatauglich. Er war zu meiner Zeit noch nicht und ich habe viele Spieler aussortiert. Wir sind einen sehr mutigen Weg im Sommer gegangen. Wir haben viele erfahrene Spieler weggegeben, die die Verantwortung einfach übernommen haben. Wir haben versucht eine neue Hierarchie zu finden. Mit vier, fünf Transfers, die ich noch mit Werner Grabherr getätigt hätte, wäre ich überzeugt gewesen, dass wir den ein oder anderen guten Spieler noch bekommen hätten. Monschein habe ich noch eingeleitet.“…über den SCR Altach: „Ich wünsche dem SCR Altach natürlich auch jetzt noch das Allerbeste und dass sie in der Liga bleiben. Sie haben noch die Chance durch die Punkteteilung, das ist das Gute an der Ligareform. Ich hoffe, dass sie die Ziele erreichen, die sie sich vorgenommen haben.“Tino Casali (CASHPOINT SCR Altach):…über den ersten Gegentreffer: „Wenn man kein Glück hat, kommt‘s Pech dazu. Das passt in unsere Situation gut rein. Wir werden uns selber rausziehen. Nächste Woche fangen die Playoffs an und da hauen wir alles rein. Wir waren heute nicht in der Lage und in der Verfassung was mitzunehmen.“…über den Glauben an die eigene Stärke: „Wir glauben trotzdem an unsere eigenen Stärken. Für ganz Österreich sind wir abgestiegen. Es gibt noch die Punktehalbierung und direkte Duelle. Das kann man auf alle Fälle noch aufholen.“…über die Eigenwahrnehmung der Mannschaftsleistung unter Ludovic Magnin: „Wir haben definitiv was umgestellt. Die Ergebnisse sind aber nicht besser geworden. Wir sind uns bewusst für die Playoffs ready sein zu müssen. Alle sind Altach negativ gegenüber, aber wir sind überzeugt die Klasse zu halten.“…über die Überzeugung die Klasse zu halten: „Wir sind Sportler. Wenn ich Slalomfahrer bin, will ich auch gewinnen. Dann gebe ich auch alles. Wir glauben daran und wissen, dass es möglich ist. Es ist nix Unmögliches, warum soll ich nicht dran glauben?“Philipp Netzer (CASHPOINT SCR Altach):…nach seinem Comeback: „Das ist das einzig Erfreuliche heute. Ich bin froh, dass ich wieder den Rasen betreten darf. Aber die Niederlage schmerzt sehr.“…auf die Frage, welches Bild Altach derzeit abgibt: „Kein Gutes. Wir müssen lernen gemeinsam ans Limit zu gehen. Wenn wir das nicht schaffen, dass alle elf am Platz hundert Prozent abrufen, dann verlieren wir die Spiele.“…über mögliche Überforderung von verunsicherter Mannschaft: „Wir sind Profis und trainieren jeden Tag. Keiner hat jetzt im Winter angefangen Fußball zu spielen. Die Mentalität muss immer stimmen, egal ob es fußballerisch läuft oder nicht. Da sollten wir schleunigst reinkommen sonst wird’s schwer.“…reagiert auf Damir Canadi‘s Aussagen, dass die Qualität des Kaders für die Bundesliga nicht ausreiche: „Jeder hat seine eigene Meinung. Meine Meinung ist, dass die Qualität ausreicht und dass wir in der Liga bleiben. Das wird auch das Ziel sein und wir werden daran arbeiten. Jetzt aufhören und sagen, dass wir freiwillig runtergehen – das wäre das falsche Zeichen. Wir werden jeden Tag hart arbeiten und in den nächsten Spielen schauen, dass wir die nötigen Punkte haben.“Felix Strauss (CASHPOINT SCR Altach):…auf die Frage, wie man aus Krise kommen kann: „Ich denke, dass das über Arbeit funktioniert und irgendwann der Knopf aufgeht. Wir trainieren hart und müssen das irgendwann ins Spiel übertagen. Wir müssen dranbleiben. Es hilft kein jammern und negativ zu sein.“…über Trainer Ludovic Magnin: „Wir glauben alle an Idee vom Trainer und Verein. Wir haben gewusst, dass es keine leichte Situation ist. Wir haben es uns anders vorgestellt. Wir gehen den Weg weiter und kämpfen bis zum Schluss.“…zu den Hoffnungen in der Qualifikationsgruppe: „Hoffnung macht mir, dass wir Spieler im Kader haben, die kämpfen und sich nicht aufgeben. Ich nehme jeden in die Verantwortung, mich eingeschlossen. Wir müssen uns gegenseitig anpeitschen, sowohl im Training als auch im Spiel und müssen alles rausholen.“