Mayer nach Olympia-Gold: „Ich bin ‚all-in‘ gegangen“

Matthias Mayer kürte sich wie schon 2018 zum Super-G-Olympiasieger und ist damit nach seinem Olympia-Abfahrts-Gold 2014 in Sotschi sowie Abfahrts-Bronze am Montag erfolgreichster alpiner Österreicher bei Olympia. Mayer gewann in 1:19,94 Minuten nur vier Hundertstel vor Ryan Cochran-Siegle (USA) und 0,42 vor Aleksander Aamodt Kilde (NOR).

Die Stimmen zum Super-G der Herren:

Matthias Mayer (Gold): „Es ist wirklich unfassbar zur Zeit muss ich sagen, es war ein Wahnsinns-Rennen. Ich habe sehr viel riskiert und war sehr locker drauf. Ich habe gewusst, dass es sich ausgehen kann, aber nur mit einer perfekten Fahrt. Zum Schluss habe ich noch mehr riskiert, bin ‚all-in‘ gegangen. Das ist mir voll aufgegangen. Ich bin ziemlich gerade auf die Tore zugefahren. Das war am Ende das große Geheimnis, aber sehr viel Risiko.“

Vincent Kriechmayr (5./Super-G-Weltmeister): „Er ist schon seit Jahren ein herausragender Athlet, auch ein lässiger Typ und ein super Charakter. Ich freue mich für ihn, da kann man nur den Hut ziehen. Dass der Mothl das so auf den Punkt bringt, ist natürlich gewaltig. Ich hab den Kilde gesehen und hab mir gedacht, das ist brutal stark gewesen, ich habe nicht geglaubt, dass Kilde noch vier Zehntel aufgebrummt bekommt.“

Max Franz: „Matthias ist ein Wahnsinn. Dritte Goldene, dritte Spiele. Olympische Spiele geben ihm das bisserl mehr Schub. Bronze gestern war genau richtig für heute. Es ist sehr cool ihm zuzuschauen. Er fährt sehr stabil und konstant. Wie er das macht wird er wahrscheinlich keinem erzählen. Die ganze Saison war heuer schon brutal stark von ihm. Er ist der Mr. Olympia. Er fährt fein runter, kann brutal Tempo machen, das ist ihm heute aufgegangen.“

Raphael Haaser: „Wahnsinn, man kann ihm nur gratulieren. Hut ab. Es ist ein Wahnsinn, dass er das immer wieder so auf den Punkt bringt. Ich habe es mitgekriegt (am Start, Anm.). Ich wollte es ähnlich machen wie er, aber es ist mir leider nicht so gut gelungen.“

Beat Feuz (Abfahrts-Olympiasieger): „Er war heute sehr locker drauf vor dem Start und wenn er locker drauf ist, ist er immer gefährlich.“

Andreas Puelacher (ÖSV-Männer-Rennsportleiter): „Das ist eine unglaubliche Geschichte, was er heute abgeliefert hat. Man kann ihm nur gratulieren. Ich weiß selber nicht genau, wie das geht. Oben hatte er einen kleinen Fehler gehabt, dann ist der den Steilhang gefahren, unglaublich. Und die Ausfahrt hat er voll erwischt. Das war der Sieg dann.“

Sepp Brunner (ÖSV-Abfahrtstrainer): „Man hat bei ihm schon im Training gesehen, dass er sich irrsinnig wohlfühlt auf dem Schnee. Vom Material her ist er sehr gut abgestimmt, die Firma hat super Arbeit gemach. Man muss auch dem ganzen Trainerteam gratulieren, das sehr gut gearbeitet und die Ruhe bewahrt hat. Er ist einfach ein Großer und für so ein Ereignis geschaffen. Das ist man, oder ist man nicht. Der Kopf macht sehr viel aus, das wissen wir alle.“

Karl Stoss (ÖOC-Präsident): „Das ist ein ganz großartiger Tag, mit dieser Goldmedaille wird er auch wirklich ein olympischer Hero. Drei Goldene und eine Bronze, und das in drei aufeinanderfolgenden Olympischen Spielen. Ich freue mich unglaublich für den Matthias. Damit geht er ganz sicher in die Geschichte ein. Eine große Beständigkeit über einen so langen Zeitraum. Das ist einfach riesig.“

(APA)

Werbung

Beitragsbild: GEPA