Meister- und Quali-Gruppe: Zahlenspiele vor dem Saisonendspurt

via Sky Sport Austria

22 Runden sind geschlagen, die Punkte geteilt – die Tipico-Bundesliga steht vor dem Saison-Finish. In den zehn verbleibenden Runden entfaltet die Liga-Reform ihren spannendsten Charakterzug.

Der Vorspung von Salzburg auf den LASK beträgt statt neun nur noch vier Punkte – was in den Vorjahren eine frühe Entscheidung im Titelrennen angedeutet hätte, ist aktuell deutlich offener. Eine konkrete Entscheidung ist durch das neue Format schon im März gefallen und zwar, dass sechs Mannschaften mit dem Kampf um die Meisterschaft definitiv nichts mehr am Hut haben, wenngleich das angesichts der bis dahin gesammelten Punkte bei allem Realismus ohnehin kein Thema mehr gewesen wäre. Fakten wurden geschaffen. Und dennoch drängen sich Zahlenspiele auf.

So sehen die Tabellen aktuell aus

Zum Beispiel, wie die Endtabelle aussehen würde, würden alle Ergebnisse so aussehen, wie im Grunddurchgang. Salzburg hat beispielsweise im ersten Saisonduell mit dem LASK mit 3:1 gewonnen, im zweiten gab es ein 3:3. Vier Punkte also für Salzburg, einen für den LASK. Kalkuliert man die verbleibenden Spiele aller Teams mit eben diesen Resultaten, sähe die Abschlusstabelle folgendermaßen aus:

Salzburg würde demnach am Ende klar Meister werden, die Austria als Sechster das internationale Geschäft verpassen. Miteinberechnet sind klarerweise nur die bisherigen Ergebnisse gegen die bevorstehenden Gegner aus der Meistergruppe. Die Resultate gegen die Mannschaften aus der Qualifikationsgruppe fallen weg.

Die gleiche Spielerei in der Qualifikationsgruppe:

 

Demnach würde Rapid Playoff-Spiele ums internationale Geschäft bestreiten, je nachdem wer Cup-Sieger wird möglicherweise auch Hartberg. Altach müsste den Gang in die 2. Liga bestreiten.

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Die einzige Aussage, die sich diesbezüglich treffen lässt: Ganz genau so wird es nicht passieren, Fußball ist keine Mathematik. Was sich aber schwarz auf weiß festhalten lässt, ist, wie die Mannschaften bisher gegen die Gegner aus ihrer jeweiligen Gruppe abgeschnitten haben. Bastelt man Tabellen, die sich nur aus den bisherigen Ergebnissen gegen die Mannschaften aus der aktuellen Gruppe zusammensetzen, sehen sie folgendermaßen aus:

Meistergruppe:

Auffällig ist, dass besonders die Wiener Austria große Probleme in Duellen mit den jetzigen Top-6-Mannschaften hatte. Den einzigen Sieg gegen eine Mannschaft aus der Meistergruppe gab es Anfang Dezember mit einem 2:0 gegen den SKN St. Pölten. Eine wirklich gute Bilanz weisen hier nur die Salzburger auf, die fast die Hälfte der Punkte (insgesamt 55 nach dem Grunddurchgang) gegen die fünf weiteren Mannschaften in der oberen Gruppe geholt haben.

Qualifikationsgruppe:

In der Qualifikationsgruppe gibt es keine großen Ausreißer – alle Mannschaften haben mindestens die Hälfte der bisherigen Punkte gegen die kommenden Gegner geholt. Absolut hat Mattersburg die meisten Punkte gegen Mannschaften aus der jetzigen Meistergruppe geholt, 14 an der Zahl und 15 gegen Qualigruppen-Gegner. Ein Hinweis, dass die Burgenländer größere Probleme gegen Mannschaften aus der Qualifikationsgruppe haben könnten?

Die Wahrheit liegt auf dem Platz, genauer gesagt in Österreichs Stadien – ab kommenden Samstag (ab 16 Uhr live auf Sky Sport Austria HD). Los geht es mit drei Begegnungen in der Qualifikationsgruppe um 17 Uhr: Hartberg gegen Wacker Innsbruck, Rapid gegen Admira und Altach gegen Mattersburg. Die ersten drei Duelle in der Meistergruppe folgen am Sonntag (ab 13:30 Uhr live auf Sky Sport Austria HD): Sturm gegen St. Pölten, WAC gegen LASK um 14:30 Uhr, Red Bull Salzburg – FK Austria Wien um 17 Uhr. Wie immer: Alle Spiele live und exklusiv auf Sky.

Von David Eder

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