Michael Schrittwieser: “Es ist alles aufgegangen”

via Sky Sport Austria
  • Chris Chougaz: “Ich will in Oberwart als Freund in Erinnerung bleiben”
  • Thomas Linzer: “Wir werden Chougaz nichts in den Weg legen”
  • Armin Woschank: “Wir haben das Maximum herausgeholt”
  • Matthias Zollner: “Kapfenberg war mit Abstand die beste Mannschaft dieses Jahr”

Die Kapfenberg Bulls gewinnen Spiel 5 mit 73:64 bei den Oberwart Gunners und sichern sich den Meistertitel in der Admiral Basketball Bundesliga. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria HD.

…über seine beiden Jahre in Oberwart: „Vor zwei Jahren bin ich hierhergekommen und es war wie ein Märchen. Wir haben Titel gewonnen, wir sind in jedes Finale eingezogen. Zwei haben wir gewonnen, drei haben wir verloren, aber wir haben diese Saison so viele Spiele gemacht, auch international gespielt, und den Großteil haben wir gewonnen. Ich will in Oberwart als Freund in Erinnerung bleiben. Ich kann Oberwart nicht vergessen, die schönen Erinnerungen mit den Fans, dem Vorstand und vor allem auch der Mannschaft.“
…über seine Zukunft: „Ich kann noch nicht sagen, wie es weitergeht. Im Leben eines Coaches kann so viel passieren.“
…über die verlorene Serie: „So schön es ist einen Meistertitel zu gewinnen, so hässlich ist es als Zweiter dazustehen am Ende der Saison. Der Knackpunkt war das letzte Spiel, das wir mit einem Punkt verloren haben, den Buzzer Beater verworfen haben. Hätten wir da auf 2:2 ausgeglichen, dann würde es ganz anders ausschauen. Die Kapfenberger waren nach dem ersten Sieg immer den Tick besser und mit zwei Siegen Vorsprung spielt man mit breiter Brust, heute haben sie einfach jeden Wurf getroffen und wir haben nicht gut gespielt.“
…über den dritten zweiten Platz der Saison: „Natürlich brennt das jetzt im ersten Moment, aber das muss man so schnell wie möglich abhaken, im Sommer weiter an sich arbeiten und nächste Saison wieder angreifen.“
…über die Serie: „Der Unterschied war vor allem, dass Kapfenberg in jedem Spiel zu Beginn besser war. Die Enttäuschung ist jetzt natürlich riesengroß, vor allem vor diesen Fans wollten wir den Titel unbedingt verteidigen, aber das ist uns nicht gelungen. Aber Gratulation an Kapfenberg.“
…über die Zukunft von Chris Chougaz: „Er hat die Möglichkeit auszusteigen, genauso wie wir. Ich habe gespürt, dass er die Chance wahrnehmen will den nächsten Schritt zu gehen, wir haben in der Vergangenheit auch wiederholt darüber gesprochen. Er kennt meine Einstellung und meine Dankbarkeit für seine Leistungen. Wenn er die Möglichkeit hat den nächsten Schritt zu gehen, dann werden wir das respektieren. Es fühlt sich so an, dass er das tun will und dann werden wir ihm in Würdigung und Achtung seiner Leistung nichts in den Weg legen.“
…über die Vizemeisterschaft: „Wer mir vor der Saison gesagt hätte, dass ich als Vizemeister ein Interview gebe, den hätte ich für verrückt erklärt. Wir hatten eine tolle Saison letztes Jahr, die Mannschaft ist noch einmal jünger geworden und es war nicht damit zu rechnen, dass wir erneut jedes Finale erreichen. Natürlich will man ein Finale auch gewinnen und wenn man es nicht tut, dann darf man enttäuscht sein. Auch ich bin das heute, aber morgen früh sicher nicht mehr. In Summe kann man sehr stolz sein auf unsere Ergebnisse in den letzten zwei Jahren. Wir haben über lange Strecken geführt im Grunddurchgang, aber wir waren nicht so souverän, wie es die Platzierung zum Ausdruck gebracht hat. Wir hatten einen super Start, aber dann sind wir eingebrochen und es hat uns geholfen vorne zu bleiben, dass es Teams gibt gegen die man, bei aller Wertschätzung, etwas leichter gewinnt.“
…über die Finalserie: „Es geht in Zukunft bei uns darum junge Spieler zu entwickeln. Ich hätte mir gewünscht, dass wir mit einer höheren Rotation spielen und wir hatten die Möglichkeit dazu, zumindest im Grunddurchgang, aber das haben wir nicht getan. Dazu kam dann noch, dass sich unsere Leistungsträger verletzt haben. Im Finale war dann nicht nur der Leistungsunterschied spürbar, Kapfenberg war eindeutig das beste Team im Frühjahr und sie sind absolut verdient Meister, es ist uns auch ein bisschen die Luft ausgegangen.“
…über die weitere Partnerschaft mit Hauptsponsor Redwell: „Wir werden Anfang kommender Woche ein Vorstandstreffen haben und uns auch über dieses Thema unterhalten. Die Firma Redwell will sich zurückziehen, das steht fest, das hat man uns mitgeteilt. Ob das zur Gänze ist oder nicht, das ist offen, das werden wir sehen.“
…über die kommende Saison: „Wir wollen mit drei Legionären starten, junge Spieler entwickeln und damit auch auf die Lizenzreform reagieren. Ich bin überzeugt davon, dass in ein paar Jahren jene Teams dominierend sind, die das beste Österreicher-Paket haben und bei allem Respekt vor unseren jungen Spielern, das haben wir im Moment nicht. Dort liegt unsere Herausforderung und das wird auch der wichtigste Indikator sein für mich mit welchem Trainerteam wir arbeiten, weil es der Fokus sein wird junge Spieler zu entwickeln.“
…über die Finalniederlage 2014: „Es war natürlich hart für uns und wir sind durch bittere Zeiten gegangen. Aber es war dann vergessen, wir haben zwar gegen eine sehr gute Mannschaft verloren, aber intern haben wir das eine oder andere Problem gehabt und das ist jetzt gelöst. Der Fokus liegt jetzt auf Basketball und das ist das Resultat heute.“
…über das Double: „Das bedeutet uns sehr viel und ich möchte den Moment nutzen, um Geri Wasshuber, der ein großer Teil von unserer Organisation ist, sagen, dass unsere Gedanken immer bei ihm waren. Ich weiß, dass es den Schmerz nicht lindert, aber danke für alles, was du getan hast, dieser Pokal gehört genauso dir.“
…über die Mannschaft: „Wir sind ja nicht als Favorit gestartet, wir haben die Mannschaft auch maßgeblich verjüngt. Ich bin ganz stolz auf die Entwicklung von Marck, welche Rolle er defensiv spielt, ich bin ganz stolz Tobias, der eine hervorragende Serie gespielt hat. Das sind diese kleinen Helden, die aus unserer eigenen Akademie kommen. Es ist alles aufgegangen und wir möchten diesen Moment so gut wie möglich genießen.“
…über seine Zukunft: „Wir haben uns 2014 übernommen, ohne die Leistung von Güssing zu schmälern, wir haben den Klub aufgeblasen. Ich habe zu viel gearbeitet, mein Fokus war zu wenig auf Basketball und ich habe auch sehr viel kaputt gemacht. In diesem Jahr hat es wieder geklappt und jetzt aufzuhören ist natürlich auch blöd.“
…über den Meistertitel: „Wir hatten ein wunderschönes Jahr, aber wir vergessen auch nicht die Zeiten, als wir down waren. Ich möchte mich auch bei meinem Trainerteam bedanken, das hervorragende Arbeit geleistet hat und bei der gesamten Organisation, die dahintersteht. Wir haben ein solides Fundament, wir haben eine Stadtgemeinde, die kaum ein anderer hat, und mit dem ece einen Hauptsponsor, der nicht die Nerven wegschmeißt. Und ich weiß schon, dass ich auch in einer besonderen Situation bin, die ich mir in 24 Jahren erarbeitet habe.“
…über die kommende Saison: „Den Kern möchten wir unbedingt zusammenhalten. Wir haben zwei, drei Änderungen im Kopf, die wir gerne machen würden, das ist immer eine Budgetfrage, auch für uns. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind solide, aber wir lehnen uns nicht über die Hüfte aus dem Fenster. Wir müssen Europacup spielen, diese Herausfordern wollen wir gerne annehmen. Wir möchten Ian Moschik als nächsten raufziehen und schauen, dass wir hohe Qualität auf der Legionärsposition haben. Wenn ein Spieler ein super Angebot kriegt, dann wird er uns verlassen, aber die Chance in Europa zu spielen nimmt auch jeder gerne.“
…über die Zukunft von Woschank: „Er wird auf jeden Fall in dieser Organisation eine Rolle übernehmen, die Entscheidung, wie diese nächstes Jahr ausschaut, haben wir herausgeschoben. Er hat noch laufenden Vertrag, er wird sich in Ruhe mit seiner Familie zusammensetzen und wir werden uns zusammensetzen.“
…über den Meistertitel: „Dafür bin ich zurückgekommen, im Sommer habe ich ja kurz darüber nachgedacht meine Karriere zu beenden. Meine Gefühle jetzt sind unbeschreiblich, wir haben so hart gearbeitet und jetzt haben wir es endlich geschafft.“
…über den Meistertitel: „Wir haben lang gewartet auf den Titel in Kapfenberg und haben unglaublich viel trainiert heuer. 2014 haben wir den Titel knapp verpasst, umso schöner ist es, dass wir es jetzt geschafft haben. Gratulation an Oberwart, sie waren ein super Gegner. Aber als allererstes Gratulation an meine Mannschaft, Hammerspieler, Hammercharaktere, wir haben super gekämpft die ganze Saison und das Maximum herausgeholt.“
…über seine Zukunft: „Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht. Jetzt feiere ich heute einmal und dann schauen wir weiter.“
…über den Meistertitel: „Es gibt nichts Schöneres, in meiner Heimathalle, vor den super Fans, meine Familie ist da. Ich danke meiner Mannschaft und allen, die im Hintergrund sind, ich bin sprachlos. Das ist das Highlight meiner Karriere, ich bin der einzige Oberwarter, der in der Oberwarter Halle einen Titel gewonnen hat.“
…über den Meistertitel: „Das ist unbeschreiblich. Wir haben hart gekämpft, Oberwart hat hart gekämpft, es war eine tolle Serie, mehr kann man sich nicht erwarten von einem Finale. Wir sind alle so glücklich, wir haben die beste Unterstützung in der ganzen Liga.“
…über das Team: „Diese Gruppe arbeitet schon zehn Monate zusammen, wir haben unsere Tiefpunkte und unsere Höhepunkte gehabt, aber wir sind immer zusammengeblieben. Das war wichtig für uns in dieser Saison.“
…über den Meistertitel: „Das ist wie in einem Märchen. Vor zwei Jahren hatte ich nach dem College keinen Job, letztes Jahr war ich in Zypern beim schlechtesten Team und jetzt das. Das ist einfach unglaublich, ich genieße den Moment.“
…über seine Auszeichnung als Finals MVP: „Ich möchte Oberwart gratulieren und mich beim gesamten Verein bedanken, der mir die Chance gegeben hat in diese Liga zu kommen. Vor allem bei Goran Patekar, er hat mich hierhergebracht und mir in schwierigen Zeiten geholfen. Dann möchte ich mich bei den Spielern und Trainern in Kapfenberg bedanken, es ist eine großartige Organisation und sie haben dieses Double verdient.“
…über den Meistertitel: „Wir haben eine großartige Beziehung untereinander, auch mit den Coaches, wir kommunizieren gut und wir sind das ganze Jahr zusammengeblieben als Team, auch in den schwierigen Momenten. Deswegen haben wir uns das verdient.“
…über den Meistertitel: „Ich bin sehr froh, dass das heuer gelungen ist. Ich habe vor drei Jahren gesagt, dass wir Serienmeister werden, aber da waren wir noch ein bisschen zu überheblich.“
…über die Zukunft von Trainer Schrittwieser: „Er kann das machen, so lange er will und so lange es Freude macht. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man immer gewinnen wird, wenn man Freude hat. Momentan hat er die noch und er hat ja noch viel vor, ein zweites, drittes, viertes oder fünftes Mal. Nach oben sind noch alle Grenzen offen.“
…über seine Auszeichnung als MVP: „Ein großer Dank an die Fans, an meine Mannschaft und natürlich auch an meinen Coach, sie haben es erst möglich gemacht, dass ich solche Leistungen abrufen konnte.“
…über seine Zukunft: „Ich will definitiv in Österreich bleiben, bevorzugt auch in Wien. Vier Jahre war ich jetzt beim BC Vienna, aber wir werden in den nächsten Tagen sehen, was passiert. Ich habe andere Optionen, ich habe auch Kontakt zu Klosterneuburg, aber wir werden sehen, was passiert.“
(Sky Experte):
…über MVP Miletic: „Er hat eine unglaubliche Energie, die er immer bringt, in jedem Spiel. Mit dieser Energie hat er es dieses Jahr auch geschafft unglaublich viele Punkte zu erzielen und eine unglaublich wichtige Rolle für seine Mannschaft einzunehmen. Deswegen ist er absolut verdient als MVP ausgezeichnet worden.“
…über das Double für Kapfenberg: „In diesem Jahr war Kapfenberg ganz einfach die beste Mannschaft der Liga und hat absolut verdient alle Titel, an denen sie teilgenommen haben, gewonnen. Dazu meine herzliche Gratulation, Kapfenberg war mit Abstand die beste Mannschaft dieses Jahr.“
…über die Zukunft von Chris Chougaz: „Er sollte sich das sehr genau überlegen. Er weiß, was er an Oberwart hat, er hat hier einen Verein, in dem man sehr gut arbeiten kann mit sehr guten Strukturen und in dem er auch relativ erfolgreich war. Manchmal ist es auch ganz gut an etwas festzuhalten anstatt immer was Neues zu suchen.“
…über Oberwart: „Sie haben eine kürzere Rotation gespielt als im vorigen Jahr und dazu gab es mehr Spiele wegen der Zusatzbelastung im Europapokal. Mein Eindruck war, dass sie in den Playoffs müde waren und diese Energie und Spritzigkeit, die sie ausgezeichnet hat, nicht mehr hatten.“