Michael Schrittwieser: “Es ist Zeit geworden mal wieder einen Pokal in die Höhe zu halten”

via Sky Sport Austria
  • Andreas Leitner: “Wir erleben die erfolgreichste Periode in der Gunners-Geschichte”
  • Heribert Krammer: “Wenn die Spieler es wollen, dann werden wir auch Meister”
  • Karl Schweitzer: “Die Frage ist wie sehr meine Arbeit noch gewünscht wird”
  • Matthias Zollner: “Kapfenberg ist absolut verdient Cupsieger”

Die Oberwart Gunners verlieren mit 60:77 gegen die Kapfenberg Bulls. Alle Stimmen zum Finale des Krypto Market Cup Final4 bei Sky Sport Austria HD.

…über das Spiel: „Der große Unterschied heute war auf der einen Seite die Routine, die wir einfach noch nicht so haben, und auf der anderen Seite konnten wir nicht mit 100% spielen, weil wir doch ein bisschen müde waren. Wir hatten nur 19 Stunden zwischen dem schwierigen Semifinale gegen die Swans und dem Finale. Wir sind eine Mannschaft, die immer mit sehr viel Energie spielen will und die konnten wir einfach nicht aufs Feld bringen.“
…über die weitere Saison: „Wir führen die Liga an, wir werden sie als Erster nach dem Grunddurchgang beenden und wir wollen natürlich unseren Meistertitel verteidigen.“
…über das Spiel: „Das Spieltempo hat den Unterschied ausgemacht und wir sind nie richtig bereit gewesen, physisch und mental. Wir haben nicht so stark gespielt wie zuletzt, das haben die Kapfenberger heute besser gemacht.“
…über die verpasste Titelverteidigung: „Es ist eine Riesenenttäuschung hier zuhause den Titel nicht verteidigen zu können, aber jetzt sind wir noch hungriger. Wir können ja noch die Meisterschaft gewinnen und diese Niederlage macht uns noch gefährlicher.“
…über die gute Saison des Teams: „Wir freuen uns natürlich, dass wir so eine super Saison hingelegt haben, auch mit dem Europacup hatten wir definitiv eine Erfolgsstory. Wir erleben die erfolgreichste Periode in der Gunners-Geschichte mit dieser Saison und der letzten, egal, was noch kommt. Dafür gibt es sicher viele Faktoren, wir haben früher begonnen die Weichen zu stellen für die Zukunft und einen neuen Stamm aufzubauen, mit Chris Chougaz haben wir den idealen Mann gefunden, dem es gelingt viele Individuen unter einen Hut zu bringen und das Spiel auf eine höhere Intensitätsebene zu heben, als man es in der ABL in den letzten Jahren gewohnt war, Güssing ausgenommen. Daher war das bis jetzt eine Erfolgsstory, Erfolge in der Vergangenheit garantieren aber nichts für die Zukunft.“
…über die Zukunft von Chougaz: „Er kann definitiv auf einer höheren Ebene coachen, ich kann mir kein Team in keiner Liga vorstellen, dass er nicht betreuen kann. Er kommt ja auch aus einer höheren Liga mit der griechischen ersten Liga und hat bewiesen, warum er dort gecoacht hat. Ihm steht definitiv eine große Coaching-Laufbahn bevor. Er hat nächstes Jahr Vertrag, kann aber aus dem Vertrag hinaus, wenn eine entsprechende Offerte kommt und eine Ablösesumme bezahlt wird, die sicher machbar ist für einen Klub der nächsten Ebene. Wenn es so sein sollte, dann freuen wir uns, dass er mit unseren gemeinsamen Erfolgen den nächsten Schritt gehen kann.“
…über den Pokalerfolg: „Es war natürlich eine gewisse Sehnsucht dabei mal wieder einen Pokal in die Höhe zu halten, es ist Zeit geworden nach drei Jahren. Die Mannschaft hat es sich heute wirklich verdient. Mir persönlich bedeutet der Erfolg natürlich auch viel, wir haben in den letzten beiden Jahren schon einiges einstecken müssen, das war ein Lernprozess für uns. Wir haben die Mannschaft erneut renoviert und verjüngt, das war sehr wichtig, aber wir haben nicht damit gerechnet, dass wir jetzt schon so weit oben stehen.“
…über Krämer: „Er hat ein Riesenpotenzial, er bringt als einer der wenigen österreichischen Spieler auch die Intensität und die Physis mit, um eventuell den nächsten Schritt zu machen. Er muss fokussiert bleiben, das ist für ihn die größte Herausforderung. Ich gönne es ihm von ganzem Herzen, wir sind gemeinsam durch viele Downs gegangen, hatten den einen oder anderen interessanten Diskurs, aber er hat es sich verdient. Er hatte einen miesen Sommer beim Nationalteam, aber er hat den Schalter umgelegt und sieht, dass es an ihm liegt und nicht am Trainer.“
…über die Chancen auf den Meistertitel: „Nach diesem Wochenende glaube ich, dass wir eine Chance haben hinzuschnuppern. Leider ist unsere Ausgangssituation nicht optimal, aber wir haben jetzt die Tiefe, wir bringen auch die Intensität, wir haben eine super Teamchemie und keinen Druck. Aber die Saison ist noch sehr lang.“
…über den Pokalerfolg: „Das ist unbeschreiblich. Wir haben eine tolle Mannschaft, unsere Chemie passt, auf dem Spielfeld und außerhalb. Wir haben sehr hart gekämpft und verdient gewonnen.“
…über seine Leistung gegen Jamari Traylor: „Er hat mir ein bisschen Schwäche gezeigt, das habe ich ausgenutzt, war aggressiver und das war mein Vorteil.“
…über das Team: „Wir sind jetzt eine ganz andere Mannschaft und ich hoffe es geht jetzt bergauf. Wir müssen hart arbeiten, dranbleiben und dann wird es gut ausschauen am Ende des Jahres.“
…über den Pokalerfolg: „Das ist etwas ganz Besonderes für mich, hier in der Heimat zu spielen, in dieser Atmosphäre.“
…über das Team: „Das war ein perfektes Wochenende für mich, aber auch für die ganze Mannschaft. Es war wichtig, dass wir die Saison umgedreht haben, wir haben oft nicht gut gespielt, aber wir haben uns zurückgekämpft und jetzt sind wir diese Einheit, die man sein muss.“
…über den Pokalerfolg: „Das ist natürlich ein super Gefühl den Cup zu gewinnen und MVP zu sein. Das ist der erste große Titel für mich und das hat einen ganz besonderen Stellenwert.“
…über den Pokalerfolg: „Wir hatten jetzt drei Jahre keinen Cupsieg oder Meistertitel, heuer war die Zeit reif. Das Team hat sehr gut gearbeitet, Michael Schrittwieser und alle anderen, die damit zu tun gehabt haben, und das ist jetzt der erste Erfolg. Es steht jedes Jahr viel auf dem Spiel, wir haben eine sehr gute Organisation, das kostet viel Geld, die Fans erwarten eigentlich immer, dass wir Meister sind. Deswegen haben wir uns heuer besonders angestrengt, wir haben im Vorjahr umgestellt auf mehr Einheimische plus einige sehr gute Legionäre. Das hat sich ausgezahlt, die erste Saat ist aufgegangen.“
…über die Chancen auf die Meisterschaft: „Jetzt kann es nur mehr heißen, dass wir den nächsten Schritt machen und Meister werden. Die Spieler haben das Potenzial, es geht ausschließlich darum, dass sie auch den Willen haben zu zeigen, dass sie die Besten sind. Wenn sie das wollen, dann werden wir auch Meister werden.“
(ABL Präsident):
…über das Cup Final 4: „Ich habe gestern die neuen Verantwortlichen von Sky Österreich hier begrüßen dürfen und sie waren dermaßen begeistert, weil diese Veranstaltung wunderbar organisiert ist. Neben den Spielen war sehr viel Action zu sehen und zwar auf höchstem Niveau, Hut ab vor denen, die diese Veranstaltung organisiert haben und vor denen, die hier auftreten.“
…über die Lizenzverfahren der Teams: „Nachdem beim ersten Termin alle Vereine abgegeben haben, gehe ich davon aus, dass das auch beim zweiten Termin so sein wird. Soweit ich die Rückmeldungen aus dem Lizenzausschuss habe waren die Unterlagen beim ersten Termin einigermaßen in Ordnung, natürlich gibt es noch vieles nachzubringen, aber dafür gibt es ja auch diesen zweiten Termin am 31. März.“
…über seine Zukunft als Ligapräsident: „Es ging in letzter Zeit viel um die Ligareform, die wir beschließen mussten. Bei Reformen gibt es immer Klubverantwortliche, die etwas mehr damit zufrieden sind, und andere, die etwas weniger damit zufrieden sind, das liegt in der Natur der Sache. Wie es mit mir weitergeht wird man sehen, die Frage ist wie sehr meine Arbeit noch gewünscht wird.“
(Sky Experte):
…über Chris Chougaz: „Er hat auf alle Fälle das Zeug in einer höheren Liga zu coachen. Für einen Trainer ist die Liga nicht so entscheidend, die Aufgaben werden eigentlich nicht anders. Es ist fast einfacher für einen Trainer in einer besseren Liga zu arbeiten, in unteren Ligen arbeitet man ja oft mit Spielern, die auf einem nicht ganz so professionellen Level sind. Das Medieninteresse und das Drumherum ist vielleicht ein bisschen größer, aber da sehe bei ihm und seinem griechischen Charme auch relativ wenig Probleme.“
…über Cupsieger Kapfenberg: „Das ist absolut verdient, das heutige Spiel hat gar keinen Zweifel daran gelassen, dass Kapfenberg der verdiente Cupsieger ist.“
…über das Spiel: „Für mich war es überraschend, dass heute die Energie der Oberwarter ein bisschen gefehlt hat. Sie haben es nicht geschafft ihr Spiel aufzuziehen, man hat gemerkt, dass Kapfenberg einfach bereiter war. Kapfenberg wollte einfach gewinnen und Oberwart wollte einfach ein bisschen Basketball spielen, so kann man keine Titel gewinnen. Diese Aggressivität hat heute den Ausschlag gegeben, Kapfenberg hat alle Duelle gewonnen, das war eine beeindruckende Leistung von Kapfenberg.“
…über MVP Vujosevic: „Er hat gestern eine herausragende Partie gemacht und war heute, vor allem in der ersten Halbzeit, sehr stark. In der zweiten Halbzeit hat er aufgrund von Foulproblemen ein bisschen weniger gespielt, aber er ist der Kopf des Kapfenberger Spiels.“
…über die Bedeutung des Ergebnisses für die Liga: „Die Konkurrenz weiß, dass man Oberwart schlagen kann, es kommt mehr Spannung und Ausgeglichenheit rein. Die Favoritenrolle wird jetzt zumindest auf zwei Schultern verteilt, vielleicht kann Gmunden auch noch ein Wörtchen mitreden. Oberwart wird es später vielleicht auch gar nicht so unrecht sein, dass sie nicht mehr der absolute Favorit sind.“
…über Krämer: „Er war heute der ausschlaggebende Faktor für Kapfenberg durch die Energie, die er gebracht hat, die Mismatches, die er ausgenutzt hat und die Vielzahl an Fouls, die er gezogen hat. Er hat heute wirklich ein sehr gutes Spiel gemacht, nicht nur in der Offensive, sondern auch in der Defensive.“
…über Michael Schrittwieser: „Kapfenberg ist seit Jahren eine Institution, sie sind immer oben dabei und dann braucht man natürlich auch das Quäntchen Glück, um den Titel zu holen. Den Erfolg von Trainern immer nur an Titeln zu messen ist der falsche Gradmesser.“