Mike Coffin: “Wir schlagen zurück am Donnerstag”

via Sky Sport Austria
  • Bernd Wimmer: “Alles, was wir am Donnerstag leisten, ist eine Zugabe”
  • Tilo Klette: “Das war schwer verdient”
  • Markus Pargfrieder: “Meister ist man erst, wenn man vier Spiele gewonnen hat”

Die Kapfenberg Bulls verlieren Spiel 1 der Finalserie mit 73:74 gegen die Swans Gmunden. Alle Stimmen zur Partie bei Sky Sport Austria HD.

(Trainer ):

…über die Niederlage: „Gmunden hat einfach besser gespielt. Wir haben viele einfache Körbe danebengeworfen, Freiwürfe auch. Wir haben nicht unser bestes Spiel gespielt heute, Gmunden hat verdient gewonnen. Wir schlagen zurück am Donnerstag.“

…über die Spielzeit von Jozo Rados: „Er hat drei Fouls gehabt und wir haben versucht den Floor ein bisschen breiter zu machen. Das war eine Coaching-Sache. Es gibt viele schlechte Sachen, die wir als Coaches machen, und viele gute, damit muss man leben. Ich weiß nicht, ob es gut oder schlecht war. Wir haben oft auch ohne Jozo super gespielt.“

…über die Folgen der Niederlage: „Die Spieler sind alle Profis, die stecken diese Niederlage weg. Die Energie war immer noch da in der Kabine. Wir wissen, dass wir nicht gut gespielt haben, vielleicht haben wir es auch zu leichtgenommen, wir haben die letzten vier Spiele gegen Gmunden gewonnen. Wir haben nur die letzten drei Minuten richtig gekämpft und das müssen wir über eine längere Zeit machen gegen so eine gute Mannschaft wie Gmunden.“

():

…über seine kurze Spielzeit im dritten Viertel: „Es war ein sehr intensives Spiel, wir haben viel rotiert. Mir war es wichtig, dass das Team gut spielt. Als ich drin war, haben wir ein bisschen unseren Rhythmus verloren, der Coach wollte ein bisschen durchrotieren und neue Energie von der Bank bringen.“

…über das Spiel: „Wir haben phasenweise gute Defense gespielt, aber Gmunden hat auf jeden Fall den Rebound kontrolliert, vor allem den Offensivrebound. Wenn wir gute Defense gespielt haben, dann haben sie die Rebounds geholt, das war der Unterschied. Tilo Klette hat unglaublich gespielt, teilweise auch Fadeaways getroffen, die nicht zu verteidigen sind.“

(Präsident ):

…über die Möglichkeit die Zuschauerzahlen zu steigern: „Es wäre unser Ziel, dass wir bei allen Spielen so eine volle Halle haben. Bei Playoff-Spielen ist es immer besser, aber während der Saison haben wir noch Aufholbedarf und ich hoffe, dass das mit mehr einheimischen Spielern automatisch kommen wird, dass die Identifikation der Bevölkerung dann stärker werden wird. Das ist ein klares Ziel für die nächsten Jahre.“

…über seine Unterstützung der Fürstenfeld Panthers: „Erstens sollten Steirer zusammenhalten, Fürstenfeld ist nur eine Stunde von hier entfernt. Es ist wichtig, dass wir Derbys haben, mit Graz und mit Fürstenfeld und deswegen versuche ich einen kleinen Beitrag zu leisten, nachdem ich in Fürstenfeld auch geschäftlich zu tun habe.“

…über die Gerüchte um Mike Coffin als Teamchef: „Ich habe noch nichts vom ÖBV gehört. Natürlich könnte das kommen, Mike Coffin ist super und Österreich braucht einen guten Teamchef und ich denke, dass er das auch schaffen würde. Wenn die Chance kommt, dann bin ich der Meinung, dass er sie annehmen wird und wenn er es annimmt, dann ist das für mich auch ok. Wir legen ihm überhaupt keine Steine in den Weg. Damit kann er wieder etwas Größeres machen, Kapfenberg ist nur eine Stadt, Österreich ist dann das ganze Land und es kann uns nichts Besseres passieren, als das der Basketballverband Österreichs besser wird. Das sollte das Ziel sein und wenn Mike Coffin etwas dazu beitragen kann, sehr gerne, das würde mich freuen.“

(Trainer ):

…über das Spiel: „Wir sind im Finale, da ist es mir vollkommen egal, ob wir hässlich oder schön spielen, die Hauptsache ist, dass die 1 bei uns steht. Wir spielen die ganze Saison schon so, ich glaube, dass Kapfenberg ein bisschen von der Intensität überrascht war. Das wollten wir ausnutzen, das haben wir genutzt. Sie sind aus einer leichteren Semifinalserie gekommen, wir haben diese intensiveren Spiele in den Beinen und sind es gewohnt. Vielleicht hat das den Ausschlag gegeben, ich bin froh darüber.“

…über Spiel 2: „Jetzt bin ich erst einmal froh, dass wir den Heimvorteil nach Gmunden geholt haben, das war das, was wir wollten. Es ist klar, dass Kapfenberg zurückschlagen muss, sie werden sich etwas überlegen müssen. Aber jetzt ist der Heimvorteil bei uns, alles, was wir jetzt am Donnerstag leisten, ist eine Zugabe. Wir werden uns auch darauf vorbereiten und werden Kapfenberg sicher wieder einen heißen Tanz liefern.“

():

…über den Sieg: „Das war unsere Chance, im ersten Spiel einfach überraschen und den Sieg einfahren. Das war unser Plan, das erste Spiel gleich zu bekommen. Das hat super funktioniert über weite Phasen, am Ende waren wir ein bisschen müde, die Turnover waren unnötig, da haben wir es nochmal unnötig knapp gemacht. Aber ich bin unheimlich stolz, wir haben super zusammengespielt. Das war schwer verdient.“

…über seine Leistung: „Ich habe mir vorher gedacht, wenn ich 30 mache, dann haben wir gute Chancen zu gewinnen. Das letzte Mal ist schon ein bisschen her, aber das habe ich mir für den richtigen Moment aufgehoben. Vor den Playoffs hatte ich ein bisschen ein Loch mit dem Werfen, aber dann habe ich mich in die Halle gestellt und seitdem gehen die Dinger einfach wieder rein. Mit diesem Selbstvertrauen und der Hilfe der Mannschaft war ich heute in der Lage uns zum Sieg zu führen.“

(Sky Experte):

…über die Leistung von Gmunden: „Sie haben den wesentlichen Punkt richtiggemacht: sie haben die Spielcharakteristik bestimmt. Es war ein Spiel, wie Gmunden es braucht. Es darf kein Schönwetter-Basketball sein, sondern es muss typischer, hart erkämpfter Playoff-Basketball sein. Phasenweise ein bisschen hässlich anzuschauen, aber das ist das, was es braucht für Gmunden. Die Körpersprache in der zweiten Halbzeit war wie Tag und Nacht zwischen Kapfenberg und Gmunden, Gmunden wollte jeden Ball. Natürlich war auch mal ein überambitioniertes Foul dabei, aber das braucht es, die nehme ich als Coach gerne in Kauf. Und lieber als die Lethargie, die Kapfenberg zum Teil an den Tag gelegt hat. Von der Energie her war das Spiel immer mehr auf der Seite der Gmundner und deswegen haben sie vollkommen verdient gewonnen.“

…über die Leistung von Kapfenberg: „Das war zu wenig. Die bessere Defense habe ich heute von Gmunden gesehen und das hat viel damit zu tun, dass der offensive Rhythmus nicht da ist. Eine Mannschaft, die offensiv so flüssig spielt und das auch braucht, damit sie sich wohl fühlt, wenn sie das nicht hat, geht ihnen die Energie aus und dann gibt es keinen Schalter. Es geht nicht, dass man sich in jeder Possession in der Defensive einschaltet, wenn die Energie nicht fließt und dann geht im Kollektiv die Energie runter.“

…über Spiel 2: „Das Spiel wird super interessant, das ist ein Must-Win-Spiel für Kapfenberg, weil du nicht gleich beide Spiele abgeben willst. Und psychisch ist es auf der Seite von Gmunden auch interessant, man braucht nicht zufrieden sein, weil man ein Spiel gewonnen hat. Meister ist man erst, wenn man vier Spiele gewonnen hat.“