Milan trennt sich wohl von Klub-Ikone Maldini

Vereinsikone Paolo Maldini und der AC Milan gehen offenbar getrennte Weg. Der 54-Jährige, der von 1985 bis 2009 für Milan spielte und seit 2019 als Technischer Direktor arbeitete, muss nach einem Bericht der Gazzetta dello Sport ebenso gehen wie Sportdirektor Frederic Massara.

Vorausgegangen war ein Treffen mit Klubbesitzer Gerry Cardinale, Geschäftsführer von Milan-Mehrheitsaktionär RedBird. Dabei sei es in der Bewertung der vergangenen Saison zu Meinungsverschiedenheiten gekommen. Der Titelverteidiger hatte die Saison auf Rang vier beendet und in der Champions League das Halbfinale erreicht.

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Differenzen zwischen Maldini und Cardinale?

Eigentümer Cardinale ist offensichtlich dennoch sowohl mit dem Verlauf der Saison als auch mit den Investitionen des vergangenen Sommers unzufrieden. Neuzugänge wie Charles De Ketelaere und Divock Origi hätten trotz hoher Ausgaben nicht die erhofften Resultate gebracht, so die Gazzetta dello Sport. Maldini hingegen forderte mehr Budget für das bevorstehende Sommer-Transferfenster, um die Milan-Mannschaft zu verbessern. Cardinale will die aktuelle Gehalts- und Kaderstruktur wohl nicht verändern, was für die Milan-Ikone inakzeptabel war.

Maldini ist bei den Milan-Fans äußerst beliebt. Der Rekordspieler des Vereins gewann als Spieler zweimal den Europapokal der Landesmeister und dreimal den Nachfolge-Wettbewerb Champions League. 2019 übernahm er das Amt des Technischen Direktors.

Im Gegensatz zu Maldini bleibt Coach Stefano Pioli wohl an Bord. „Wenn wir konkurrenzfähig sein wollen, um die Meisterschaft zu gewinnen und das Halbfinale der Champions League zu erreichen, ist es klar, dass die Mannschaft verbessert werden muss“, hatte Pioli kürzlich gesagt.

(SID/Red.)

Bild: Imago