Manchester City Stadion

Mitbeschuldigt: City-Hauptsponsor erwägt rechtliche Schritte gegen Premier League

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Der Hauptsponsor von Manchester City erwägt im Finanzskandal um den Club laut Medien rechtliche Schritte gegen die englische Fußball-Premier-League. Etihad Airways fühlt sich laut Berichten durch die Begründung des Urteils mitbeschuldigt, dabei sei das Unternehmen nach eigenen Angaben nicht befragt worden. City war am Dienstag von einer unabhängigen Kommission wegen Verstößen gegen die Finanzregeln der Liga zwischen den Spielzeiten 2009 und 2018 für schuldig befunden worden.

Die Fluggesellschaft aus den Vereinigten Arabischen Emiraten wehrt sich nun dagegen, durch das Urteil selbst in die Nähe eines Fehlverhaltens gerückt zu werden. Sie weist die entsprechende Darstellung kategorisch zurück. Die Airline will an ihrer langjährigen Partnerschaft mit Manchester City festhalten. Die Premier League müsse Verantwortung für die Folgen der Art und Weise übernehmen, wie die Ergebnisse dargestellt wurden, hieß es. Man werde juristisch prüfen, welche rechtlichen Möglichkeiten und Rechtsmittel zur Verfügung stehen, um die eigenen Interessen zu schützen.

City drohen harte Strafen

Die Vorwürfe der Kommission gegen City, das im untersuchten Zeitraum dreimal Meister wurde, reichen von falschen Angaben zu Finanzen und Sponsoringeinnahmen bis zu unvollständigen Informationen über Trainer- und Spielergehälter. Der Club soll – regelwidrig – seine Einnahmen unter anderem mit Hilfe von Scheinverträgen mit Sponsoren künstlich erhöht und zugleich seine Kosten gedrückt haben. Der Effekt soll sich auf 900 Millionen Pfund (1,05 Milliarden Euro) belaufen. Zudem soll City bei der Aufklärung mangelnde Kooperation gezeigt haben.

Abgesehen von einem jetzt schon riesigen Image-Schaden sind die Konsequenzen für den Champions-League-Sieger von 2023 noch nicht abzusehen. Über die Strafen soll in einer weiteren Anhörung vor der unabhängigen Kommission gesondert entschieden werden. Sogar der Ausschluss aus der Premier League wäre möglich. Dass Man City nachträglich Titel aberkannt werden, ist ebenfalls nicht ausgeschlossen. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich. Der zehnmalige englische Meister beteuert seine Unschuld.

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