Modernisierung der Profertil-Arena: Einblicke in die neue Heimstätte des TSV Hartberg

Die Heimstätte des TSV Hartberg steht vor einer umfassenden Sanierung und Modernisierung. Ein wichtiger Schritt für die Oststeirer, denn der Umbau der Profertil-Arena sichert den Verbleib in der Bundesliga, mit dem die Lizenzkriterien zur Bundesligasaison 25/26 erfüllt werden.

Im November wurden neun Millionen Euro vom Land Steiermark an Förderungen gesichert. Im Herbst der kommenden Saison soll der Umbau fertig werden. Die Planungen sind in vollem Gange.

„Wir haben laufende Meetings, das geht aktuell im Zwei- bis Drei-Tagestakt, wir müssen alle Player miteinbeziehen. Der Plan soll Anfang kommender Woche fertig sein, dann werden die Baueinreichungen stattfinden“, so Erich Korherr, Obmann des TSV.

Bildergalerie: So soll das moderne Hartberg-Stadion aussiehen

Nachhaltige Sanierung für eine Multifunktions-Arena

Die bestehende Anlage wird generalsaniert und zu einem fast geschlossenen Stadion umgestaltet, das sich harmonisch in die Bildungs- und Wohngegend einfügt. Das Projekt wird als nachhaltige Multifunktions-Arena konzipiert, die dem Spitzen- und Schulsport gleichermaßen dient. Das neue Stadion wird Platz für 6000 Zuschauer bieten und als UEFA-Stadion der Kategorie 3 ausgelegt, um auch Europapokalspiele und Nachwuchsnationalteamspiele durchführen zu können.

Markus Gaugl, Projektverantwortlicher des beauftragten Architekturbüros „Plankreis“, gibt weitere Einblicke: „Das Stadionhauptgebäude wird um- und zugebaut und in seiner Struktur zeitgemäß entflochten um für die Spieler (Mannschaftsräume), Funktionäre (Büros, Geschäftsstelle) und Fans (Kantine, VIP-Bereich) die nötigen Raumstrukturen zu schaffen. Neue Versorgungseinrichtungen, PV-Anlagen, adaptierte Stadiontechnik und ein geschlossenes Erscheinungsbild machen aus dem „Fußballplatz“ einen zeitgemäßen Stadionbau, welcher in diesem Segment sicherlich für andere Städte und Vereine eine Vorbildwirkung haben wird.“

Die errechneten Kosten für das Projekt belaufen sich nach wie vor auf 11 Millionen Euro, das Volumen wurde auch im Zuge der ersten Ausschreibungsphase kommuniziert.

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Status Quo und Zeitplan

Seit Herbst arbeitet ein Team aus Fachplanern und Architekten intensiv an der Umsetzung. In wenigen Tagen sollen die Einreichunterlagen bei den Behörden eingereicht werden, um den für die Lizenz geforderten Baubescheid mit Ende Februar erwirken zu können.

Gaugl: „Die Ausschreibungsphase wird Ende März einen Auftragnehmer hervorbringen. Geplant ist danach, sogar noch während der aktuellen Saison, mit ersten Maßnahmen zu beginnen. Der Zeitplan ist so konzipiert, dass der TSV wenige bis gar kein Spiel in einem Ausweichstadion bestreiten muss, was sicherlich eine Herkules-Aufgabe darstellt.“

Ein mögliches Ausweichstadion ist die BSFZ-Arena – die Heimstätte von Admira Wacker.

Große regionale Bedeutung

Das neue Stadion soll nicht nur die Infrastruktur verbessern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Region leisten.

Gaugl: „Es gibt nur zwölf Orte in Österreich mit einer Fußball-Bundesliga-Mannschaft und da ist Hartberg mit seinen knapp 7000 Einwohnern mit dabei. Da beneidet uns das ganze Land und wir sind gekommen, um zu bleiben. Und das neue Stadion wird da einen weiteren Schub für die kommenden Jahre geben!“

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Bild: © Plankreis Hartberg