Ernst-Happel-Stadion, Nationalsstadion Wien, Wien, Wien, Österreich !ACHTUNGxMINDESTHONORARx60xEURO!

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Mögliche ÖFB-Bewerbungen für Großereignisse in Warteschleife

via Sky Sport Austria

(APA) – Österreichs Fußball-Nationalteam hat am Sonntag einen kleinen Vorgeschmack auf eine mögliche Teilnahme an der WM 2018 bekommen. Die Partie im Rahmen der EM-Qualifikation gegen die “Sbornaja” stieg in der neu errichteten Moskauer Otkrytije Arena, wo bei der Endrunde in drei Jahren einige Spiele geplant sind – sofern Russland das Turnier im Zuge des FIFA-Skandals nicht noch verlieren sollte.

Unabhängig von den weiteren Entwicklungen rund um die Weltmeisterschaften 2018 und 2022 ist ein Fußball-Großereignis in Österreich in baldiger Zukunft nicht zu erwarten. Ein Turnier von der Dimension der EURO 2008 etwa wird in der Alpenrepublik für Jahrzehnte nicht mehr über die Bühne gehen.

Wenn auch derzeit keine konkreten Projekte geplant sind, so besteht zumindest die Hoffnung, mittelfristig eine Junioren-EM an Land zu ziehen. “Dass Österreich ein gern gesehener Austragungsort ist, hören wir gleichermaßen von FIFA und UEFA. Das haben wir auch bei der U19-EM 2007 in Oberösterreich hinlänglich bewiesen”, erklärte ÖFB-Präsident Leo Windtner.

Außerdem sei eine Bewerbung um eine Mädchen-U19- oder
-U17-Europameisterschaft nicht ausgeschlossen. “Dieses Thema ist sicher präsent und könnte unser nächstes Ziel sein. Wir werden diese Angelegenheit im Präsidium weiterführen”, meinte der ÖFB-Boss, gab allerdings auch zu bedenken: “Die Ausschreibungskriterien für Nachwuchs-Turniere werden immer anspruchsvoller, weil viele finanzielle Garantien abzugeben sind.”

Wirtschaftliche Überlegungen spielen auch bei einer möglichen Kandidatur für das europäische Supercup-Finale eine Rolle. Immerhin wäre das Wiener Happel-Stadion laut Windtner für die Austragung des Duells zwischen Champions-League- und Europa-League-Sieger “voraussichtlich” geeignet.

“Grundsätzlich besteht die Chance auf ein Supercup-Finale in Wien, es ist auch schon von Michel Platini (Anm.: UEFA-Präsident) ein paar Mal an uns adressiert worden. Doch es birgt ein gewisses Risiko, weil man nicht sicher sein kann, ob man alle Karten verkauft”, betonte Windtner.

Das kommende Supercup-Finale zwischen dem FC Barcelona und dem FC Sevilla steigt am 11. August in Tiflis. “Bei Barcelona wäre das Happel-Stadion sicher voll, aber es kann auch eine andere Paarung geben”, so Windtner.

Die Kriterien für ein Endspiel der Champions League oder Europa League kann das Prater-Oval nicht einmal annähernd erfüllen, und daran wird sich wohl so schnell nichts ändern. Die Bereitschaft der öffentlichen Hand für einen Neubau oder eine umfassende Renovierung besteht derzeit nicht. “Aber wenn wir die EM-Qualifikation schaffen, könnte es diesbezüglich Rückenwind geben”, vermutete Windtner.

Zumindest in einem anderen Bereich dürfte die Politik dem Fußball und generell dem Sport entgegenkommen. Der Regierungsentwurf der Steuerreform sieht vor, dass der Umsatzsteuersatz für Eintrittskarten zu Sport-Veranstaltungen von bisher 20 auf 13 Prozent gesenkt wird und damit genauso hoch ist wie jener für Kulturveranstaltungs-Tickets.

“Es hat ursprünglich nicht danach ausgesehen, aber wenn es so kommt, ist das ein Nachziehen in der steuerlichen Gleichbehandlung mit anderen Freizeitanbietern und ein guter Dienst am Sport”, sagte Windtner.