MotoGP startet in Thailand in neue Saison
Bereits am Wochenende startet in Buri Ram und damit erstmals in Thailand die neue Saison der MotoGP. Marc Marquez gibt sein Debüt für die Ducati-Werksmannschaft und macht Jagd auf seinen siebenten WM-Titel. Der österreichische Hersteller KTM, dessen Zukunft in der Straßen-Weltmeisterschaft fürs Erste gesichert ist, greift mit vier quasi identen Bikes und Supertalent Pedro Acosta an. Mit Jorge Martin fehlt der Titelverteidiger verletzungsbedingt.
KTM kam im Winter im Sog der drohenden Pleite des Unternehmens ungewollt in die Schlagzeilen. Die sportlichen Umtriebe der Firma sollen von den finanziellen und juristischen Turbulenzen aber nicht berührt sein, alles nimmt vorerst den gewohnten Gang. Das heißt, dass der 20-jährige Acosta, der im Vorjahr als Rookie fünf Podestplätze sammelte, nun plangemäß ins A-Team neben den Südafrikaner Brad Binder aufrückte. Das zweite Outfit, das nun offiziell Red Bull KTM Tech3 heißt, verstärkte man mit den Routiniers Enea Bastianini und Maverick Vinales. Der Italiener und der Spanier sind jeweils mehrfache Grand-Prix-Sieger.
KTM-Teamchef Ajo will in Prozess vertrauen
„Wir sind sehr zufrieden. Ich habe das Gefühl, dass wir gut vorbereitet sind“, sagte der neue KTM-Teamchef Aki Ajo. Leichte Anpassungsschwierigkeiten von Bastianini und Vinales sind eingepreist, wobei alle vier Fahrer im Wesentlichen das gleiche Package zur Verfügung haben werden. „Ich möchte nicht zu viel über Resultate sprechen. Ich bin mehr der Typ, der auf die alltäglichen Verbesserungen schaut. Natürlich, wir sind ganz ehrlich: Unser Ziel ist ganz vorne zu stehen und Erster zu sein. Aber wir müssen uns die Zeit nehmen und unserem Prozess vertrauen“, ergänzte der Finne.
Geduld aufbringen muss in seiner aktuellen Situation auch Weltmeister Martin, der nach dem erstmaligen Titelgewinn von Pramac-Ducati zum Aprilia-Werksteam gewechselt war. Doch zum Schock aller verletzte sich der Spanier am ersten Tag der Testfahrten in Malaysia bei einem spektakulären Highsider. Er erlitt dabei Brüche in der rechten Hand sowie im linken Fuß. Anfang der Woche brach er sich im Training auch noch die linke Hand und musste operiert werden. Wann Martin zurückkehrt, ist offen. Jedenfalls wird es für ihn ohne Testkilometer schwierig werden, dann gleich den Anschluss zu finden.
Mit Rosenthaler auch ein Österreicher dabei
Neu bei Lenovo-Ducati ist der sechsmalige MotoGP-Champion Marc Marquez, der sich bei den Tests bärenstark präsentierte. Ob und wie der Spanier mit Teamkollege Francesco Bagnaia, der ebenfalls die Rückkehr auf den WM-Thron anstrebt, harmonieren wird, bleibt abzuwarten. Bemerkenswert: Ducati schickt seine sechs Piloten mit dem Motor des Vorjahres in die Saison, da man angesichts massiver Regeländerungen 2027 nicht in ein neues, unerprobtes Modell investieren wollte. Mit dem Motor hat Ducati 2024 wohlgemerkt 16 von 20 Rennen gewonnen.
Aus der Moto2-Klasse rückten drei junge Piloten in die MotoGP auf. Der amtierende Meister Ai Ogura dockte beim Aprilia-Kundenteam Trackhouse an, Fermin Aldeguer ist neu bei Gresini-Ducati, der Thailänder Somkiat Chantra bei LCR-Honda und für das Spektakel in Buri Ram nun das große Zugpferd. In der Moto3 wird mit dem 18-jährigen Jakob Rosenthaler ein Österreicher in den ersten zwei Saisonrennen dabei sein. Der Oberösterreicher springt beim Team Aspar für den Spanier Maximo Quiles ein, der erst nach seinem 17. Geburtstag am 19. März Rennen bestreiten darf.
„Es wird mein erstes Rennen in Übersee sein“, sagte Rosenthaler. „Ich freue mich darauf, zu sehen, wie es auf der anderen Seite der Welt ist.“ Um die Strecke kennenzulernen, habe er etwa 200 oder 300 Videospiel-Runden gedreht, erzählte er. „Ich weiß die genaue Zahl nicht, aber so viele, wie ich konnte. Das ist alles, was ich im Moment tun konnte.“
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Der Saisonstart der MotoGP 2025 in Thailand am Wochenende live bei Sky Sport
(APA) / Bild: Imago
