Nach Abschied: Rashford rechnet mit Manchester United ab
Marcus Rashford hat nach seinem Abschied von Manchester United den Verein heftig kritisiert. Unter anderem sprach der Offensivspieler das Fehlen einer klaren Ausrichtung und den Mangel an Vertrauen in die „Grundsätze“ des legendären schottischen Trainers Sir Alex Ferguson bei den „Red Devils“ an.
Der Verein habe „so viele verschiedene Trainer, Ideen und Strategien gehabt, dass man am Ende im Niemandsland landet“, sagte der Stürmer, der von United an den FC Barcelona ausgeliehen ist. Als Vorbild nennt er ausgerechnet Uniteds Erzrivalen FC Liverpool.
„Als Ferguson noch Trainer war, gab es nicht nur Prinzipien für die erste Mannschaft, sondern für die gesamte Akademie. Man konnte Spieler ab 15 Jahren auswählen, und sie alle verstanden die Prinzipien des Spielstils von Manchester United“, erklärte Rashford, der selbst in Uniteds Jugend ausgebildet wurde, im Podcast The Rest Is Football von Gary Lineker, Alan Shearer und Micah Richards.
Viele Experimente nach der Ferguson-Ära
Der 27-Jährige glaubt, dass man nicht „erwarten kann, die Liga zu gewinnen, wenn sich die Ausrichtung ständig ändert.“
„Jedes Team, das über einen längeren Zeitraum erfolgreich war, hat Prinzipien, die bedeuten, dass jeder Trainer oder Spieler, der neu hinzukommt, sich diesen Prinzipien anpassen oder sie ergänzen muss.“ Nach dem Ende der 26-jährigen Ferguson-Ära im Jahr 2013 hat Manchester United inklusive einer Interimslösung mittlerweile den neunten Trainer.
Rashford: „Der eigentliche Übergang hat noch nicht begonnen“
Unter dem Portugiesen Ruben Amorim belegten die Red Devils in der vergangenen Saison nur den 15. Platz. Nach der schlechtesten Premier-League-Spielzeit der Vereinsgeschichte wurden in diesem Sommer bereits Spieler im Wert von knapp 230 Millionen Euro verpflichtet. Darunter auch Ex-Salzburger Benjamin Sesko.
„Die Leute sagen, dass wir uns seit Jahren in einer Übergangsphase befinden, aber um sich in einer Übergangsphase zu befinden, muss man sie erst einmal beginnen. Der eigentliche Übergang hat noch nicht begonnen“, meint Rashford.
Liverpool als Vorbild
„Als Liverpool diese Phase durchlief, holten sie (Jürgen) Klopp und hielten an ihm fest. Am Anfang haben sie nicht gewonnen. Die Leute erinnern sich nur an seine letzten Jahre, als er mit City konkurrierte und die größten Trophäen gewann.“
United startet am Sonntag (17:30 Uhr live auf Sky – streame das Spiel mit Sky X live!) gegen Arsenal in die neue Saison. Meister Liverpool macht bereits am Freitag (21:00 Uhr live auf Sky – streame das Spiel mit Sky X live!) den Auftakt gegen Bournemouth.
(skysport.de) / Bild: Imago
