Nach Aufholjagd: Hartberg erkämpft Remis gegen LASK

Nach dem 1:2 bei Sturm Graz und dem ersten Punkteverlust auf nationaler Ebene hat Meister LASK ein weiteres Mal Schwäche gezeigt. Bei TSV Hartberg mussten sich die Linzer am Sonntag trotz 2:0- und 3:1-Führungen mit einem 3:3 zufriedengeben und finden sich in der Tabelle zwei Punkte hinter Leader Rapid wieder. Tore von Sascha Horvath (7.), Christoph Lang (30.) und Andres Andrade (58.) waren für die lange dominanten Gäste zu wenig, weil Hartberg mit Wille und Effizienz glänzte.

Die Steirer jubelten in der siebenten Runde der Fußball-Bundesliga über Tore der beiden „Joker“ Andrija Radulovic (46., 72.) und Jed Drew (79.) und sind damit bereits vier Ligaspiele ungeschlagen. In der Tabelle liegen die Oststeirer, die mit drei Niederlagen in die Saison gestartet waren, weiter im Mittelfeld.

Dominanter LASK jubelte nach Weitschüssen

Hartberg entschied sich für eine etwas defensivere Variante als beim jüngsten 2:2 gegen die WSG Tirol, Youba Diarra wurde durch Habib Coulibaly ersetzt. Der LASK nahm nach dem „Nuller“ in Graz zwei Änderungen vor: Florian Flecker bearbeitete anstelle des angeschlagenen Kasper Jörgensen die rechte Außenbahn, in der Zentrale ging Robert Ljubicic statt Krystof Danek zu Werke.

Die Gäste gaben den Ton an und gingen durch einen platzierten Weitschuss von Kapitän Horvath aus 25 Metern ins lange Eck in Führung. Hartberg suchte sein Glück mit langen Bällen auf die Spitzen Angelo Gattermayer und Marco Hoffmann vergeblich, der LASK drängte auf das 2:0. Das verhinderte vorerst Goalie Armin Pecsi mit einer starken Parade gegen Moses Usor (25.), wenig später war er aber geschlagen. Lang krönte einen Doppelpass mit Horvath mit einem satten Flachschuss aus 20 Metern.

Hartberg überraschte mit Treffern aus dem Nichts

Von Hartberg kam offensiv weiter fast nichts, bis zur Pause gelang kein Torschuss. Das sollte sich nach Seitenwechsel schnell ändern, 50 Sekunden nach Wiederanpfiff jubelte Radulovic über den Anschlusstreffer. Eingeleitet wurde die Aktion nach guter Balleroberung durch Drew – und damit ebenfalls einen zur Halbzeit eingewechselten Mann. In der Pole Position blieb aber der LASK, der dank Andrade den alten Abstand wiederherstellte.

In der Folge verabsäumten es Flecker (65.) bzw. Ljubicic mit einer Riesenchance aus Kurzdistanz (71.), den Sack zuzumachen. Radulovic rächte diese Nachlässigkeit. Nach Fehlpass von Melayro Bogarde stellte der Rapid-Leihspieler bei seinem TSV-Debüt auf 2:3 und sorgte wieder für Spannung. Der LASK reagierte aber nicht mit weiteren Chancen, sondern wieder mit einer defensiven Nachlässigkeit. Die nützte letztlich Drew, der nach Vorarbeit von Radulovic den Ausgleich und den Endstand besorgte.

Die Tore im VIDEO:

0:1 Sascha Horvath (7.)

0:2 Christoph Lang (30.)

1:2 Andrija Radulović (46.)

1:3 Andrés Andrade (58.)

2:3 Andrija Radulović (72.)

3:3 Jed Drew (77.)

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