Nach Corona-Cluster: Belenenses gegen Benfica vorzeitig abgebrochen

Kuriose Szenen beim Auswärtsspiel von Benfica Lissabon bei Belenenses in der portugiesischen Liga. Aufgrund eines Corona-Clusters fehlten bei Belenenses so viele Spieler, dass nicht einmal eine komplette Startelf auflaufen konnte. ÖFB-Teamspieler Valentino Lazaro spielte von Beginn an. Sein Einsatz dauerte aber nur 48 Minuten, das Spiel musste kurz nach der Pause abgebrochen werden.

Belenenses konnte vor Beginn der Partie nur neun Spieler aufbieten, der Rest der Mannschaft fiel dem Corona-Cluster zum Opfer. Aufgrund der angespannten Personalsituation musste Ersatztorhüter Joao Monterio sogar im zentralen Mittelfeld aushelfen. Die Bank des Tabellensechzehnten konnte erst gar nicht besetzt werden.

Belenenses-Präsident Rui Pedro Soares kritisierte die Liga, die den Club trotz zahlreicher Corona-Ausfälle zu dem Spiel gezwungen habe. Der Präsident von Benfica, Rui Costa, betonte, sein Verein sei nach dem Reglement zu dem Spiel verpflichtet gewesen, obwohl ihnen dabei alles andere als wohl gewesen sei.

Somit startete Belenenses in Unterzahl in das Spiel – und geriet nur wenige Sekunden nach dem Anpfiff gleich in Rückstand. Zur Pause stand es bereits 7:0 für Benfica. ÖFB-Teamspieler Lazaro bereitete den Treffer von Julian Weigl zum zwischenzeitlichen 3:0 vor.

Nach der Pause überschlugen sich die Ereignisse. Zur zweiten Halbzeit erschien die Mannschaft von Belenenses plötzlich nur noch mit sieben Feldspielern. Die Partie wurde zwar angepfiffen, jedoch ging ein weiterer Akteur wenige Minuten nach Wiederanpfiff zu Boden und musste schließlich verletzt ausgewechselt werden.

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Der Schiedsrichter beendete daraufhin in Minute 48 die Partie frühzeitig, da Belenenses nur noch sechs fitte Spieler aufbieten konnte. Laut dem Regelwerk in Portugal sind allerdings sieben aktive Spieler für die Austragung einer offiziellen Ligapartie notwendig.

Soares versuchte, seine Mannschaft zu trösten. „Ich schaue seit 48 Jahren Fußball und habe noch nie so würdige Spieler gesehen wie Euch, die gezwungen wurden, zu spielen“, zitierte ihn die Sportzeitung „Record“.

(Red./APA) / Bild: Imago