Nach Diskussionen um Format: Teams treffen wohl Sprint-Entscheidung

Die Formel 1 will ihren Fans noch mehr Action an Sprint-Wochenenden bieten und führt deshalb aller Voraussicht nach eine neue Qualifikation ein. Die Teams sollen den Weg frei gemacht haben.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sind die Formel-1-Teams bereit dazu, eine gesonderte Qualifikation für den Sprint einzuführen. Damit ließe sich der Sprint komplett vom Rennen loslösen. Er hätte dann keinen Einfluss mehr auf die Startreihenfolge des Rennens am Sonntag.

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F1-Boss Stefano Domenicali hatte sich am Sonntag in Melbourne mit den Verantwortlichen der Teams kurzgeschlossen. Eine Abstimmung soll es nicht gegeben haben, wohl aber eine Einigung.

Mehr Action für den Sprint

Für das zusätzliche Qualifying schwindet das 2. Freie Training am Samstag. Durch das neue Format verspricht man sich mehr Action während des Sprints, Teams könnten etwas mehr Risiko gehen, da das Ergebnis des Sprints nicht mehr gleichzeitig die Startaufstellung des am Sonntag folgenden Rennens bilden würde. Das Qualifying für den Grand Prix soll dann schon am Freitag nach dem 1. Freien Training abgehalten werden.

„Natürlich brauchen die Fahrer Zeit zu trainieren. Die Formel 1 hat kein Freies Training außerhalb der Grand-Prix-Wochenenden. Aber die Menschen auf den Tribünen kommen her, um Leistung und Performance zu sehen und je öfter man den Teams und Fahrern die Chance gibt, zu zeigen, wer sie sind, desto besser ist die Show“, betonte F1-Boss Stefano Domenicali am Sky Mikrofon auf Nachfrage.

https://www.skysportaustria.at/formel-1-geht-nach-melbourne-chaos-in-willkommene-dreiwoechige-pause/

Der 57-jährige Italiener gab bei der Ideenumsetzung allerdings auch etwas zu bedenken: „Auf der anderen Seite dürfen wir die Rookies nicht vergessen, sie brauchen die Zeit zum Üben und Trainieren. Wie immer im Leben kommt es daher auf die richtige Balance an. Wir denken an eine Session, die den Sport besser macht, zusammen mit den Fahrern und Teams denken wir darüber nach, was der beste Plan dafür sein könnte.“

Geteilte Meinungen im Fahrerlager

Das Fahrerlager ist geteilter Meinung. Weltmeister Max Verstappen kritisierte zuletzt die Umgestaltung des Rennkalenders. George Russell, Pierre Gasly und Nico Hülkenberg befürworten den Vorschlag jedoch.

2023 sollen in Aserbaidschan, Österreich, Belgien, Austin, Katar und Brasilien insgesamt sechs Sprint veranstaltet werden. Ob die Änderungen schon für Baku greifen werden, ist noch unklar. Da weiterhin Formalien zu klären sind. Immerhin, die Einigung der Teams ist schon mal da.