Nach Fan-Protesten: Düsseldorf verzichtet auf Transfer von Ex-WAC-Star
Fortuna Düsseldorf zieht die Notbremse bei der Verpflichtung von Ex-WAC-Stürmer Shon Weissman. Nach heftiger Kritik von Fans via Social Media und einer Online-Petition hat der deutsche Zweitligist den Transfer des israelischen Stürmers abgesagt.
Die Fortuna veröffentlichte am Dienstagmittag bei X folgendes Statement: „Wir haben uns intensiv mit Shon Weissman beschäftigt, uns aber final entschieden, von einer Verpflichtung abzusehen.“
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Wir haben uns intensiv mit Shon Weissman beschäftigt, uns aber final entschieden, von einer Verpflichtung abzusehen.#f95 | 🔴⚪
— Fortuna Düsseldorf (@f95) August 5, 2025
Im Raum stand eine Ablösesumme von rund 500.000 Euro – Weissman steht derzeit beim spanischen Klub FC Granada unter Vertrag. Nachdem das Interesse am Montag publik wurde, regte sich in der Fortuna-Fanszene heftiger Protest.
Düsseldorf reagiert auf Fanproteste
Hintergrund der Proteste sind umstrittene Social-Media-Aktivitäten von Weissman im Kontext des Nahost-Konflikts. Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 sorgte der israelische Nationalspieler mit mehreren Beiträgen in sozialen Netzwerken für Aufsehen. Fragwürdige Tweets, Likes und geteilte Inhalte machten schnell die Runde.
Die Posts wurden zwar zügig entfernt und die Verantwortung wurde angeblich auf den Social-Media-Manager des Spielers geschoben. Trotzdem wurde der Stürmer bei den spanischen Behörden gemeldet, Fans seines damaligen Klubs FC Granada forderten seine Freistellung.
Auch in Düsseldorf reagierte die Anhängerschaft sensibel. Mit Verweis auf die eigenen Vereinswerte des Klubs sprachen sich zahlreiche Fans gegen eine Verpflichtung Weissmans aus. Sogar eine Petition gegen den Transfer folgte wenig später. Letztlich mit Erfolg.
Erfolgreiche Zeit in Wolfsberg
Weissman machte sich unter anderem durch seine starken Leistungen in Österreich einen Namen. In der Saison 2019/20 brachte es der Israeli beim Wolfsberger AC auf 37 Tore und acht Assists in 40 Pflichtspielen.
(skysport.de) / Bild: Imago
