Italien-Teamchef Roberto Mancini

Nach Fehlstart: Italien will in der Türkei nächste Krise verhindern

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Nach dem Nations-League-Fehlstart ringt Italien vor dem Gastspiel in der Türkei um Haltung. Der als Krisenmanager zurückgeholte Roberto Mancini war nach dem 0:2 gegen Belgien in Rom bereits einem gellenden Pfeifkonzert der Tifosi ausgesetzt. Liefert die „Squadra Azzurra“ am Montag (20.45 Uhr) auch in Bursa nicht, wird die Lage für Mancini vor dem folgenden Klassiker gegen Frankreich mit seinem neuen Trainer Zinedine Zidane bereits ungemütlich.

Anspruch und Wirklichkeit klaffen beim vierfachen Weltmeister, der im Frühjahr zum dritten Mal in Folge die WM-Teilnahme verpasst hatte, weit auseinander. „War das schon alles von Mancini II.?“, fragte die „Gazzetta dello Sport“ nach dem verpatzten Start von Mancinis zweiter Amtszeit enttäuscht und rechnete dem Europameister-Trainer von 2021 bissig seine vermeintlichen Fehler vor. Darunter: Unverständnis darüber, dass gleich acht Akteure vom verlorenen WM-Play-off-Finale gegen Bosnien und Herzegowina spielten.

Mancini will WM-Schmach „loslassen“

Dass die Schmach den Kickern noch immer nachhängt, gab der Trainer dann auch zu. „Das belastet uns ziemlich, aber wir müssen es loslassen“, forderte Mancini. Gleichzeitig spielt der Routinier auf Zeit: „Wir müssen den Everest besteigen, und es wird wunderschön sein, wenn wir den Gipfel erreichen.“

Mit der Türkei stellt sich ein enttäuschter WM-Teilnehmer entgegen, der Italien nicht zuletzt aufgrund seines Teamchefs Vincenzo Montella bestens kennt. Mancini ließ zehn Spieler seines Großkaders vor der Reise zuhause. Darunter mit Nicolo Barella, Gianluca Mancini und Diego Coppola ein Trio, das gegen Belgien noch in der Startelf stand.

Mbappe fehlt gegen Italien

Die Türken verloren den Auftakt in der Nations League gegen Frankreich nur knapp mit 0:1. Kylian Mbappé machte dabei einmal mehr den Unterschied, die Galionsfigur fällt wegen einer Kapselverletzung im Knie aber für die restlichen drei Spiele des Länderspiel-Fensters aus. Zidane dürfte den Ausfall gewohnt pragmatisch hinnehmen, da er den Lehrgang sowieso als Sichtungsschau deklariert hat.

Den Auftritt in Belgien dürften „Les Bleus“ dennoch ernst nehmen. Das Nachbarschaftsduell hat Derby-Charakter und ist durch die jüngere Vergangenheit emotional aufgeladen. In den entscheidenden Momenten setzte sich zuletzt nämlich immer Frankreich durch – neben WM und EM auch zweimal in der abgelaufenen Nations League.

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