Mitter DSV

Nach Horngacher: Nächster Skisprung-Coach aus Österreich für DSV

 Ein Österreicher soll den DSV-Adlern Flügel verleihen – mal wieder. Der bisherige Assistent Andreas Mitter wird neuer Bundestrainer der deutschen Skispringer, der 44-Jährige trifft die Nachfolge seines Landsmanns Stefan Horngacher an.

„Ich freue mich sehr und möchte mein Know-how und meine Erfahrung einbringen“, sagte Mitter, ehemaliger Cheftrainer in Finnland und seit 2023 Horngachers Co-Pilot.

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Über die Vertragslaufzeit machte der Deutsche Skiverband (DSV) keine Angaben. Mitter ist nach Werner Schuster (2008 bis 2019) und dem zurückgetretenen Horngacher (2019 bis 2026) der dritte Österreicher in Folge auf dem Posten, bislang letzter deutscher Bundestrainer war Peter Rohwein (2004 bis 2008). Er wolle „neue Impulse in der Trainingsarbeit setzen, um das Potenzial der Mannschaft bestmöglich zu entwickeln“, sagte der neue Chef.

Mitter ist bereits seit 2019 im DSV aktiv, zunächst als Assistenztrainer des Perspektivkaders. Zuletzt war er maßgeblich am Aufstieg von Felix Hoffmann in die Weltspitze beteiligt. Von 2016 bis 2018 war Mitter der erste ausländische Cheftrainer in Finnland, hörte dort aber auch wegen der schwierigen finanziellen Situation auf.

„Andreas kennt das System Skisprung in Deutschland in all seinen Facetten. Wir vertrauen darauf, dass er mit seiner Expertise und seinem hohen Engagement notwendige neue Impulse setzen kann“, sagte DSV-Sportdirektor Horst Hüttel.

Auch Thurnbichler war Kandidat

Mitters wichtigste Aufgabe wird es, die leicht angegraute deutsche Mannschaft zu verjüngen und Talente aus dem nicht gerade üppig befüllten Nachwuchs-Pool hochzuführen. Dabei soll er möglichst für eine Aufbruchstimmung sorgen wie einst Schuster ab 2008. Aktuell ist Olympiasieger Philipp Raimund der einzige DSV-Adler von Weltklasseformat, hinter einstigen Stars wie Andreas Wellinger und Karl Geiger liegt eine weitgehend enttäuschende Saison.

Als Top-Kandidat hatte lange Zeit vor allem Ex-ÖSV-Springer Thomas Thurnbichler gegolten, der aber Trainer des deutschen B-Kaders bleibt. Auch Martin Schmitt war ein Thema, der viermalige Weltmeister winkte aber ab. „Andreas ist ein super Trainer“ sagte Schmitt: „Ich habe auch während der Saison gesagt, dass man die Stelle des Bundestrainers mit Leuten besetzen kann, die schon im System arbeiten. Da gibt es viele sehr gute Trainer.“

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Mitter war als Jugendlicher selbst Springer in Österreichs B-Kader, hängte aber schon mit 21 Jahren seine Skier an den Nagel und machte eine Trainerausbildung. Seine Laufbahn begann er beim SC Partenkirchen, von 2011 bis 2016 war er auf verschiedenen Posten in seiner Heimat Österreich aktiv.

Mitters drei Vorgänger als Bundestrainer hatten allesamt Erfolge zu verzeichnen, die Sehnsucht nach einem ersten Triumph bei der Vierschanzentournee seit 2001/02 hatte aber keiner gestillt. Diese Aufgabe wird nun der neue Mann angehen, die zweite große Herausforderung des ersten Winters wird die im Februar beginnende WM im schwedischen Falun.

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(SID/Red.)

Beitragsbild: Imago.