LONDON, ENGLAND - NOVEMBER 11:  Dominic Thiem of Austria plays a forehand during his match against Kevin Anderson of South Africa  during Day One of the Nitto ATP Finals at The O2 Arena on November 11, 2018 in London, England.  (Photo by Clive Brunskill/Getty Images)

Nach “Schande”: Thiem probiert gegen Nishikori etwas Neues

via Sky Sport Austria

Ein hartes Training mit Paris-Sieger Karen Chatschanow und eine völlig neue Bespannungsart hat Dominic Thiem am Mittwoch Mut für sein letztes Match bei den ATP Finals in London gemacht. Der 25-jährige Niederösterreicher verriet im Gespräch mit der APA, was er vor dem Spiel gegen Kei Nishikori am Donnerstag (15 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport 1 HD) geändert hat und sprach über seine Chancen.

Sie haben gestern gemeint, Sie müssen im Training Ihr Tennis wiederfinden. Ist das gelungen?

Dominic Thiem: “Ja, das Training war sehr gut. Ich habe ein paar Änderungen beim Material gemacht. Das hat sich echt ausgezahlt. Es ist auch etwas, was ich schon ein bisserl länger machen wollte, aber eigentlich ist es immer gut gegangen. Das habe ich heute das erste Mal versucht, zu ändern. Das hat mir mehr Sicherheit gegeben und sollte morgen besser sein.”

Reden wir da jetzt von der Bespannungshärte?

Thiem: “Von der Bespannungshärte und auch der Saitenart. Ich habe sehr viel Power in meinen Schlägen und wenn ich eine Saite nehme, die die Power unterstützt, ist das nicht immer optimal. Das habe ich ein bisserl geändert und ich glaube, dass das besser so ist. Schade, dass ich es so spät erst geändert habe.”

Inwiefern haben sie die Bespannungshärte geändert?

Thiem: “Ich bin ein bisschen raufgegangen – auf 27 kg. Die Härte ist nicht so das Problem, sondern die Bespannungsart. Welche Saite ich längs oder quer lege, weil ich doch mit extrem viel Aufwand spiele und sehr schnell spiele, da habe ich manchmal Schwierigkeiten mit der Kontrolle. Da war es Zeit, etwas zu optimieren.”

Thiem mit Minimalchance ins letzte Masters-Gruppenspiel

Wir reden hier von Hybrid-Saiten, also eine Mischung aus Kunst- und Darm-Saite.

Thiem: “Ich habe eigentlich immer längs Darm gespielt. Ich weiß nicht, ob das das Optimale ist, weil es viel Power gibt, die ich nicht brauche. Deshalb habe ich es jetzt einmal umgedreht und mal schauen wie das morgen funktioniert. Und auf Teneriffa habe ich dann eh genug Zeit, dass ich mir das genauer anschauen.”

Das heißt, das Match gegen Nishikori wird diesbezüglich eine Premiere?

Thiem: “Genau, ich werde das morgen auf jeden Fall probieren, weil im Grunde habe ich eh nichts mehr zu verlieren. Und es kann auch nur besser werden als gestern.”

Obwohl Sie ja noch eine kleine Chance haben.

Thiem: “Ja, also ich sehe da keine hohen Chancen, muss ich ehrlich sagen. Aber trotzdem, es geht um 200 Punkte. Die hätte ich lieber, als sie nicht zu haben. Deshalb werde ich alles geben. Plus es ist für mich schon ein bisserl eine Schande gewesen und deshalb will ich mich komplett anders präsentieren und einfach ein besseres Tennis spielen.”

(Das Gespräch führte Gerald Widhalm/APA in London)

Die ATP Finals 2018: Dominic Thiems letzte Chance morgen live und exklusiv bei Sky