Nach Sieg am Tourmalet: Pogacar vor fünftem Tour-de-France-Triumph

Tadej Pogacar fliegt bereits dem fünften Titel bei der Tour de France entgegen, sein erster großer Statement-Erfolg bei der Frankreich-Rundfahrt 2026 war aber auch für den Seriensieger etwas ganz Besonderes.

„Heute bin ich schon um sieben Uhr morgens aufgewacht und meine Gedanken rasten, ich war also schon total aufgeregt wegen der Etappe“, sagte Pogacar nach dem Ende des sechsten Teilstücks in den Pyrenäen. Im Erfolg dachte der 27-jährige Slowene auch an seine Mannschaftskameraden von UAE Emirates-XRG. „Mein Team besteht aus wahnsinnig guten Fahrern“, sagte Pogacar, dessen Solosieg am Donnerstag perfekt vorbereitet gewesen war.

Nach einer 43 Kilometer langen Alleinfahrt nahm er seinem großen Rivalen Jonas Vingegaard letztlich 2:38 Minuten ab.

Vingegaard gibt sich kämpferisch

Vingegaard ließ sich trotz der krachenden Niederlage vom Donnerstag zu einer kleinen Kampfansage hinreißen. „Ich glaube immer noch an mich. Ich glaube immer noch daran, dass meine Beine im Laufe des Rennens besser werden, also ist der Kampf noch nicht vorbei“, sagte der Däne im Ziel in Gavarnie-Gèdre.

„Enttäuscht“ gab sich der 29-Jährige, der eigentlich den Angriff auf seinen dritten Toursieg nach 2022 und 2023 hatte starten wollen, natürlich trotzdem. „Das muss ich auch sein. Aber ja, so ist das Leben manchmal, und ich kann es nicht ändern. Es war nicht mein bester Tag“, meint Vingegaard, der in der Gesamtwertung bereits 2:42 Minuten hinter Pogacar liegt.

Auch Marc Reef, Sportdirektor bei Vingegaards Team Visma – Lease a Bike, konnte über Pogacar vorerst nur staunen. „Man kann nur sagen: Hut ab. Großen Glückwunsch ans Team und an ihn. So eine große Lücke zum zweitbesten Fahrer zu haben, ist schon etwas“, sagte der Niederländer. Die nächste Chance zum Zurückschlagen bietet sich Vingegaard wohl frühestens am kommenden Dienstag, bei der schwierigen Etappe nach Le Lioran. Die Entscheidung über den Toursieg fällt in der dritten Woche in den Alpen.