“Sehr durchwachsener Tag”: Thiem hadert mit frühem Rom-Aus

via Sky Sport Austria

Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem ist am Donnerstag im Achtelfinale des Masters-1000-Turniers von Rom ausgeschieden. Der 27-Jährige unterlag dem Italiener Lorenzo Sonego nach 3:25 Std. 4:6,7:6(5),6:7(5), der Lokalmatador stellte im Head-to-Head auf 1:1. Für Thiem ist es ein Rückschlag, nachdem er vergangene Woche bei seinem Comeback-Turnier in Madrid das Halbfinale erreicht hatte. Thiem wird nun nächste Woche vor den French Open noch einen Turnierantritt einschieben.

Der ungesetzte Sonego spielte vor vorerst gut gefüllten Tribünen des Center Courts stark auf, nachdem das erste Duell dieser beiden 2019 in Kitzbühel – also auf österreichischem Boden – an Thiem gegangen war. Der holte damals auch den Titel. Sollte das nun der Weltranglisten-33. vor seinen eigenen Fans auch schaffen, wäre das eine Riesenüberraschung. Gegen Thiem jedenfalls gelangen Sonego etlichen Zauberschläge, mit denen er seine Landsleute begeisterte und Thiem in die Defensive drängte.

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Im fünften Game des ersten Satzes ließ der 26-Jährige aus Turin noch drei Breakbälle aus, verwertete aber bei Thiems nächstem Aufschlaggame die zweite Chance zur 4:3-Führung. Diesen Bonus gab Lorenzo nicht mehr her, wehrte bei 5:4 aus seiner Sicht eine Chance Thiems auf das Rebreak ab und servierte mit einem Ass zur 1:0-Satzführung. Im zweiten Durchgang vergab Thiem bei 2:2 zwei Möglichkeiten, seinem Gegner das Service abzunehmen, bei 4:4 und 5:5 wehrte Thiem jeweils Breakchancen ab.

Im folgenden, knapp zehn Minuten dauernden Game war Österreichs Nummer eins schon knapp am Satzausgleich, Sonego rettete sich jedoch ins Tiebreak. Der Lichtenwörther blieb freilich am Drücker und stellte den Gleichstand her. Es folgte wegen der nächtlichen Ausgangssperre eine knapp halbstündige Unterbrechung, da die Zuschauer von der Anlage mussten. Der vermeintliche Nachteil für Sonego entpuppte sich aber nicht als solcher. So trifft er nun auf den Russen Andrej Rublew.

Sonego schafft Wende nach abgewehrtem Matchball

Der Norditaliener stellte in Satz drei mit Break auf 2:0, geriet dann aber scheinbar doch auf die Verliererstraße, indem Thiem mit zwei Breaks auf 4:2 stellte. Doch Sonego blieb dran, wehrte einen Matchball ab und es glückte ihm das Rebreak zum 5:5. Es ging erneut ins Tiebreak, in dem Thiem mit zwei fantastischen Rückhand-Punkten auf 5:5 ausglich. Bei eigenem Aufschlag verschaffte er seinem Gegner allerdings mit einem Volley ins Netz dessen ersten Matchball, den dieser auch zum umjubelten Sieg nutzte.

Zverev trifft nach Achtelfinal-Aufholjagd auf Nadal

“Es war eigentlich die ersten zwei Sätze ein gutes Match”, resümierte Österreichs “Sportler des Jahres”. “Als die Zuschauer gegangen sind, hat es den ganzen Wind genommen von der Partie. Der dritte Satz war eine Achterbahnfahrt – Break hinten, Break vorne, einen Matchball gehabt, den er richtig gut abgewehrt hat und dann auf das Match serviert. Es war alles in allem ein sehr, sehr durchwachsener Tag. Jetzt ein bisschen erholen und auf die nächsten zwei Turniere fokussieren.”

Es ist Sonegos zweiter Erfolg gegen einen Top-Ten-Mann nach jenem im vergangenen Oktober in der Wiener Stadthalle im Viertelfinale gegen einen allerdings lustlosen Novak Djokovic. Thiem wiederum verpasste sein drittes Rom-Viertelfinale nach jenen 2016 und dann auch 2017, als es sogar ins Halbfinale ging. Nach seinen Auftaktniederlagen 2018 und 2019 glückte ihm mit dem Dreisatzsieg am Dienstag gegen den Ungarn Marton Fucsovics immerhin wieder ein Matchsieg in der “Ewigen Stadt”.

Matchball abgewehrt: Nadal müht sich in Rom-Viertelfinale

Bei einem Sieg hätte Thiem die Chance gewahrt, noch diese Woche am Spanier Rafael Nadal in der Weltrangliste auf Position drei vorzustoßen. Nadal hatte am späten Nachmittag hart zu kämpfen, ehe er den Kanadier Denis Shapovalov nach Abwehr zweier Satzbälle im Tiebreak von Satz drei besiegt. Dort trifft er in einer Neuauflage des Madrid-Viertelfinales auf Alexander Zverev (GER). Zudem spielen Djokovic gegen Stefanos Tsitsipas (GRE) und Federico Delbonis (ARG) gegen Reilly Opelka (USA).

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(APA).

Beitragsbild: Imago.