Nach Verlängerung: Elfenbeinküste dank Last-Minute-Sieg im Halbfinale

In Unterzahl und dank zweier Last-Minute-Tore ist das Team von Gastgeber Elfenbeinküste ins Halbfinale des Afrika-Cups aufgestiegen.

Das Team der Gastgeber besiegte am Samstag im Viertelfinale in Bouake Mali mit 2:1 (1:1,0:0) nach Verlängerung. Die Elfenbeinküste steht erstmals seit neun Jahren im Halbfinale, trifft am Mittwoch auf die Demokratische Republik Kongo. Gegner Nigerias ist Südafrika nach einem 2:1-Sieg im Elferschießen infolge torloser regulärer Spielzeit und Verlängerung.

Für die Südafrikaner ist es die erste Semifinalteilnahme beim Afrika-Cup seit 24 Jahren, während die Kapverden ihren überhaupt ersten Einzug unter die letzten vier verpassten. Held des Abends war Südafrikas Torhüter Ronwen Williams mit vier gehaltenen Elfmetern. Den entscheidenden Treffer für sein Team erzielte Mothobi Mvala. Es war ein Match der vergebenen Chancen, die Kapverden als kleinstes Teilnehmerland scheiterte mehrmals an Williams.

Salzburgs Nene trifft für Mali

Mali wiederum, das in der 16. Minute durch Adama Traore einen Elfmeter vergab, spielte ab der 43. Minute nach Gelb-Rot für Odilon Kossounou in Überzahl. In der 71. Minute brachte der acht Minuten davor eingewechselte Salzburg-Stürmer Dorgeles Nene Mali in Führung. Die Elfenbeinküste rettete sich durch ein Tor von Simon Adingra in der 90. Minute in die Verlängerung und schaffte durch einen Treffer von Oumar Diakite in der 122. Minute den Aufstieg. Diakite wurde anschließend wegen übertriebenem Torjubel mit Gelb-Rot ausgeschlossen.

Nach einer schwachen Vorrunde und der Trennung von Teamchef Jean-Louis Gasset mitten im Turnier hatte die Elfenbeinküste nur als einer der besten Gruppendritten die K.o.-Runde erreicht. Unter Interimstrainer Emerse Faé hatte der Gastgeber im Achtelfinale dann überraschend Titelverteidiger Senegal im Elfmeterschießen ausgeschaltet.

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(APA)/Bild: Imago