„Nagt sehr an mir“: Handl kämpft mit Verletzung

Für Austria-Profi Johannes Handl verlief der Start in die neue Saison aufgrund körperlicher Probleme holprig. Den Veilchen-Verteidiger plagen seit einigen Monaten immer wiederkehrende Probleme am Schambein. In der neuen Folge von DAB | Der Audiobeweis gab Handl Einblicke in seinen Fitnesszustand und haderte mit der hartnäckigen Verletzung.

Ich habe in der Vorbereitung ein bisschen zu kämpfen gehabt. Im letzten Spiel der vorigen Saison gegen den WAC habe ich mich auswechseln lassen, weil ich einen blöden Schritt gemacht habe. Seitdem zwickt es ein bisschen im Schambein und das trage ich schon in der ganzen Vorbereitung mit. Ich bin daher nicht bei 100 Prozent, was sehr an mir nagt“, sagte Handl.

Die Verletzung wirkte sich auch auf seine Einsatzzeiten in der noch jungen Saison aus. In den bisherigen vier Pflichtspielen der Austria stand Handl nur beim Erstrundenaus im ÖFB-Cup gegen Voitsberg in der Startelf. Im ECL-Quali-Rückspiel gegen Spaeri sowie beim Ligaauftakt gegen den GAK reichte es jeweils nur für rund 30 Minuten von der Bank aus.

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Handl will Startelf-Platz zurückerobern

Aktuell muss sich Handl im Innenverteidiger-Ranking der Austria hinter Aleksandar Dragovic, Tin Plavotic und Philipp Wiesinger anstellen. Dass es auf meiner Position sehr viele gute Leute gibt, ist gut. Denn Konkurrenzkampf ist in einer Mannschaft wichtig. Wenn man dann alle drei Tage spielt, braucht man ihn auch, weil man ja nicht immer 90 Minuten spielen kann. Daher ist es sehr positiv“, sagte er über den Konkurrenzkampf auf seiner Position.

„Wegen der körperlichen Probleme habe ich wahrscheinlich noch nicht so viele Spielminuten bekommen, wie ich mir wünschen würde. Aber ich muss schauen, dass ich meine Leistungen im Training wieder bringen kann und dann hoffe ich, dass mich der Trainer wieder von Beginn an aufstellen wird“, gab sich Handl aber kämpferisch.

Pacult warnt Handl: „Zieht sich wie ein Kaugummi“

Bei Sky-Experte Peter Pacult weckten Handls Schambeinprobleme unschöne Erinnerungen. „Es hört sich für mich im Moment nicht gut an. Wir haben das damals mit Steffen Hofmann bei Rapid miterlebt. Er hat das damals lange hinausgezögert bis es nicht mehr gegangen ist und dann hat es noch länger gedauert. Das war ein Riesenproblem“, erinnerte sich Pacult.

Die Trainerlegende rät Handl, möglichst schnell Klarheit in der Angelegenheit zu schaffen: „Wenn er jetzt schon selber sagt, dass er nicht das Gefühl hat, er kann 100 Prozent geben, ist mein Rat: Am besten so schnell wie möglich untersuchen lassen, damit man die Ursache weiß. Denn das zieht sich wie ein Kaugummi und bleibt dann oben drinnen. Wenn man bei jedem Pass, vor allem mit der Innenseite, wieder einen Stich spürt, hemmt das die Leistung. Man sollte da so schnell wie möglich gegenarbeiten und offen und ehrlich mit dem Trainer reden, anstatt es zu überbrücken, weil man Angst hat, das Leiberl zu verlieren.“

Video-Podcast: DAB | Der Audiobeweis #261 mit Johannes Handl

Bild: GEPA