“Wir haben sicher schon besser gespielt” – Die Stimmen zum Sieg über Russland

via Sky Sport Austria

Das ÖFB-Team gewann gestern in Innsbruck gegen WM-Gastgeber Russland verdient mit 1:0. Nach dem Spiel sah aber vor allem Watford-Legionär Sebastian Prödl noch Verbesserungsbedarf für die anstehenden beiden Spiele gegen Deutschland (Samstag, 18 Uhr in Klagenfurt) und Brasilien (10. Juni in Wien): “Ein gutes Ergebnis für uns. Den Schwung aus den letzten Spielen haben wir mitgenommen. Auch das wir zu Null gespielt haben ist wichtig. Die Erkenntnisse sind, dass wir schon mal besser gespielt haben als heute, aber dennoch das Spiel kontrolliert haben. Das zeigt, dass wir ein bisschen gereift sind, auch wenn wir nicht so gut spielen.” Auch David Alaba und Alessandro Schöpf stellten sich den Fragen von unserem Reporter Johannes Hofer.

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Weitere Stimmen zum Spiel:

Franco Foda (ÖFB-Teamchef): “Es war wichtig, wie die Mannschaft aufgetreten ist, wenn man bedenkt, dass wir nur drei, vier Tage Vorbereitung hatten. Einige waren müde, sind aber trotzdem über die Schmerzgrenze gegangen. Was sie vor allem von der Willensstärke gezeigt haben, das war stark und auch der Grund für den Sieg. In der zweiten Hälfte hatten wir riesige Umschaltmomente, haben schnell nach vorne gespielt. In der ersten Hälfte waren wir im Spiel gegen den Ball nicht so griffig. Man sieht, dass die Mannschaft sehr variabel ist, sie hat unter Druck gut herausgespielt. Basti (Sebastian Prödl, Anm.) hat die Situation etwas unterschätzt, das war aber über 90 Minuten die einzige Chance von Russland, während wir noch vier, fünf Möglichkeiten hatten. Peter (Zulj, Anm.) hat eine überragende Saison gespielt. Seine Leistung bestätigt mich in der These, dass Spieler, die in Österreich gut spielen können, auch im Nationalteam gut spielen können. Auch Louis (Schaub, Anm.) war vor der Pause gut in der Bewegung, alles in allem bin ich sehr zufrieden mit den Jungs. Jetzt ist es einmal wichtig zu regenerieren, dass die Jungs wieder auf normale Temperatur kommen. Wir werden auch gegen Deutschland versuchen, kompakt zu stehen und auch selbst aktiv nach vorne zu spielen.”

Über Marko Arnautovic: “Marko hat einen unglaublichen Zug zum Tor, einen Antritt und wie er Bälle hält. Ich glaube, er kann auch bei Manchester United spielen.”

Alessandro Schöpf (ÖFB-Torschütze): “Vor heimischer Kulisse in Tirol spielen zu dürfen, ist immer etwas Schönes. Ich glaube, dass wir defensiv wenig zugelassen haben und nach vorne immer zielstrebig waren. Alles ins allem war es ein verdienter Sieg für uns.”

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Marko Arnautovic (ÖFB-Stürmer): “Jose Mourinho ist mein Extrainer. Es ist natürlich schön, dass er herkommt zuschauen. Ob er wegen mir gekommen ist, weiß ich nicht. Ich habe es auch erst jetzt erfahren, aber auch wenn ich es wüsste, konzentriere ich mich auf mein Spiel. Heute habe ich der Mannschaft wieder geholfen, einen Sieg einzufahren. So kann es weitergehen. Kompliment an die Mannschaft, es war nicht einfach, sehr schwül, wir haben es aber tadellos hingebracht. Der Sieg ist das Wichtigste. Das ist das, was wir derzeit brauchen.”

Peter Zulj (ÖFB-Startelf-Debütant): “Es macht mich stolz, wenn ich viel Lob von außerhalb bekomme, das bestätigt meine Leistung. Es hat mich gefreut, von Anfang an spielen zu dürfen, es hat Spaß gemacht. Es war eine richtig gute Partie von uns. Mein Ziel ist es, da auch Stammspieler zu sein, wie im Verein, deshalb gebe ich auch Gas. Ich war ein bisschen nervös vor dem Spiel. Es ist doch etwas anders als in Österreich in der Bundesliga zu spielen, aber ich habe es allgemein ganz gut gemacht. Für mich heißt es jetzt weiterarbeiten, weil ich weiter Spielpraxis sammeln will.”

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David Alaba (ÖFB-Spieler): “Ich habe ein Problem im Oberschenkel auf der Rückseite hinten, das strahlt vom Rücken aus, aber es ist okay. Wir haben versucht Fußball zu spielen, hinten heraus und mutig nach vorne, haben uns gute Chancen herausgearbeitet. Natürlich müssen wir gegen Deutschland noch ein Level höher gehen, um da mitzuhalten. Aber es war ein Schritt nach vorne.”

Stanislaw Tschertschessow (Russland-Teamchef): “Wir müssen in den nächsten Gang schalten. Wir dürfen nicht so viele eigene Fehler machen und müssen den Gegner mehr zu Fehlern zwingen. Der letzte Pass muss besser werden, wir waren zwar oft beim Strafraum, haben uns aber nur ein, zwei Torchancen herausgespielt. Da muss eindeutig mehr kommen. Man muss aber auch sagen, dass wir heute nicht frisch genug waren. Dennoch haben wir alles gegeben auf dem Platz. Es ist uns einfach nicht gelungen, Österreich war etwas frischer als wir.”

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(APA)