„Natürlich häkeln wir uns gegenseitig“: Erstes Duell der Seidl-Brüder in der Bundesliga

Am Sonntag trifft der SK Rapid zum zweiten Mal in dieser Saison auf Aufsteiger Blau-Weiß Linz (ab 16:30 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport Austria 1 – streame das Spiel mit dem Sky-X-Traumpass). Dabei kommt es bei diesem Duell zu einem Novum: Erstmals werden sich die Brüder Matthais Seidl (22) und Simon Seidl (21) in einem Spiel in der ADMIRAL Bundesliga gegenüberstehen. 

Beim ersten Duell im August (5:0 für Rapid) stand der jüngere Bruder Simon noch nicht im Kader. „Es war keine leichte Situation zu Beginn für mich. Als Spieler möchte man natürlich spielen und man versteht nie wirklich warum man nicht zum Zug kommt. Es kommt aber immer wieder vor, dass bei 25 bis 30 Profis andere zum Zug kommen. Ich habe mich nicht hängen lassen und mich durch gute Leistungen in den Trainings und bei Testspielen zurückgekämpft“, so Seidl im exklusiven Gespräch mit Sky Sport Austria.

Vor drei Jahren haben die Seidls noch zusammen im Mittelfeld des SV Kuchl zusammen gespielt. Damals sogar noch mit dem dritten Bruder Manuel (24), der immer noch beim Salzburger Viertligisten kickt. Heute sind Mathias (A-Team) und Simon (U21) Nationalteamspieler.

Bruder-Duell vor Augen von Familie und Freunden

Zur Besonderheit des Duells am Sonntag sagt Simon: „Für die Partie in Linz war ich für die Karten zuständig. Einige Stück habe ich für Familie, Freunde und ehemalige Mitspieler besorgt. Für den Sonntag ist Matthias dran. Wer für wen ist, das ist nicht ganz klar. Ich denke, es wird ihnen egal sein wer gewinnt. Hauptsache es tut sich keiner weh.“ Mit seinem Bruder Matthias hält Simon natürlich Kontakt, besonders vor dem wichtigen Duell am Sonntag: „Wir telefonieren öfters und natürlich häkeln wir uns gegenseitig.“

Große spielerische Unterschiede erkennt der U21-Teamspieler zwischen ihm und seinem Bruder nicht: „Ich finde nicht, dass wir so verschieden sind als Spieler. Ich bin vielleicht geradliniger. Er agiert dafür besser in den Zwischenräumen und hat einen besseren ersten Kontakt. Ihn zeichnet die Ruhe am Ball und die Übersicht aus. Physisch habe ich dafür Vorteile.“

„Matthias lässt sich generell nicht provozieren“

Wer auf dem Platz wohl aggressiver agieren wird, ist Simon klar: „Normalerweise bin ich das. Ich bin auch der, der eher als erstes einen Spruch anbringt. Wobei das bei Matthias nicht viel bringt. Er lässt sich ja generell nicht provozieren.“

Auch gegen einen kriselnden SK Rapid wird es eine konzentrierte Leistung geben müssen, sagt Simon vor der Partie in Wien Hütteldorf: „Wir müssen von Anfang an gut verteidigen und vom Kopf her bereit sein, das Tor mit aller Kraft verteidigen zu wollen. Die Umschaltsituation müssen wir nutzen, um Tore erzielen zu können.“

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Bild: GEPA