„Natürlich ist man enttäuscht…“: Standfest über sein Altach-Aus

Nach seinem Aus beim SCR Altach hat sich Joachim Standfest erstmals ausführlicher zu seiner Zeit bei den Vorarlbergern geäußert. In einem ehrlichen Rückblick sprach der 43-Jährige über seine Enttäuschung, seine Lehren aus der Zeit in Altach und seine Pläne für die Zukunft.

Nach knapp einem Jahr musste Standfest seinen Posten als Cheftrainer des SCR Altach räumen. Auch wenn die Trennung für ihn persönlich nicht leicht war, vermeidet er es bewusst, nachzutreten: „Natürlich ist man enttäuscht und hat auf gewisse Sachen Wut, aber es bringt nichts, das in der Öffentlichkeit breitzutreten. Ich war immer ein Typ, der das den Menschen in die Augen sagt, und das habe ich auch in Altach gemacht.“

„Ich hoffe, dass ich mich dadurch auch verbessern kann“

Stattdessen hat sich Standfest intensiv mit seiner Zeit in Altach auseinandergesetzt und wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Besonders wichtig war ihm dabei eine persönliche Aufarbeitung: „Ich habe jemanden, der das mit mir aufgearbeitet hat, das hat mir sehr gutgetan. Du brauchst ein bisschen Zeit, in der man Verbesserungsansätze sammeln kann – da findet man natürlich genug – und ich habe mir einiges zusammengeschrieben, was ich bei meiner nächsten Station besser machen möchte.“

Dabei sieht er seine Entlassung nicht nur als Rückschlag, sondern auch als Chance zur Weiterentwicklung: „Wenn das jetzt nicht schiefgegangen wäre, hätte ich diese Liste gar nicht und würde mich noch auf dem gleichen Niveau bewegen. Ich hoffe, dass ich mich dadurch auch verbessern kann.“

Altach nach Standfest: Ein ähnlicher Spielstil

Auch zur aktuellen Spielweise der Altacher äußerte sich Standfest – wenn auch zurückhaltend. Er erkennt einige Parallelen zu seiner eigenen Philosophie:

„Es steht mir vielleicht nicht zu, darüber zu reden, was nach meiner Zeit in Altach passiert ist. Sie haben am Anfang schon einen aktiveren Fußball probiert, aber in den letzten Runden ist das sehr nah an der Idee, die wir hatten.“

Gleichzeitig betont er, wie wichtig es sei, die Spielweise an die Stärken der Mannschaft anzupassen: „Du musst eben darauf schauen, was die Stärke deiner Spieler ist, wenn du Punkte brauchst. Wenn ich hoch anlaufen will, aber hinten keine Absicherung mit Tempo habe, wird es eng.“

DAB | Der Audiobeweis #251 mit Joachim Standfest

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Beitragsbild: GEPA