Neue Saison, neue Regeln: Das ändert sich in der Bundesliga 2025/26

Zum Start der neuen ADMIRAL Bundesliga-Saison treten einige Regeländerungen in Kraft, die vor allem den Spielablauf und die Kader betreffen. Hier ein kompakter Überblick:

8-Sekunden-Regel

Bisher hatte ein Torhüter sechs Sekunden Zeit, den Ball nach einer Kontrolle mit den Händen wieder ins Spiel zu bringen – eine Regel, die in der Praxis allerdings kaum geahndet wurde. Auch weil die Konsequenz, ein indirekter Freistoß im Strafraum, als zu hart galt.

Zur neuen Saison wird dieses Thema deutlich konsequenter geregelt: Torhüter haben nun acht Sekunden Zeit, den Ball freizugeben. Die letzten fünf Sekunden zählt der Schiedsrichter sichtbar per Handzeichen herunter – wie schon bei der U21-EM in der Slowakei oder bei der Klub-WM in der USA zu beobachten war.

Vergeht die Zeit, ohne dass der Ball gespielt wurde, gibt es keine indirekten Freistöße mehr. Stattdessen erhält der Gegner nun einen Eckball, ausgeführt von jener Seite, die dem Regelverstoß am nächsten liegt. Damit soll das Spiel beschleunigt und Zeitspiel effektiver verhindert werden.

Erweiterte Spieltagskader

Außerdem dürfen die Bundesliga-Vereine mit Beginn der Saison 2025/26 bis zu 20 Spieler in den Spieltagskader berufen – bislang lag das Limit bei 18. Vor allem Klubs mit breitem Kader wie etwa Rapid, Salzburg oder Sturm Graz könnten von dieser Neuerung profitieren und mehr taktische Optionen auf der Bank haben.

Diese Erweiterung hat auch Auswirkungen auf den Österreicher-Topf: Sobald 19 oder 20 Spieler auf dem Spielbericht stehen, darf ein siebenter Legionär im Kader sein. In der abgelaufenen Saison hätte Rapid unter diesen Bedingungen in nur elf Spielen gegen die Regel verstoßen.

Rapid, Sturm, Salzburg und LASK haben bereits auf den Österreicher Topf verzichtet.

Fixe Ballpositionen

Eine weitere Neuerung betrifft den Umgang mit Spielbällen rund um das Spielfeld. Wie in der Premier League und Serie A erhalten die Spieler die Bälle nicht mehr direkt von den Ballkindern, sondern müssen sich diese von Hütchen rund um das Spielfeld selbst holen.

Der Hintergrund: Ballkinder konnten bisher durch ihr Verhalten das Spieltempo beeinflussen – oft zugunsten des Heimteams, da sie vom Gastgeber gestellt werden. Diese Regel soll für mehr Chancengleichheit sorgen.

Beispielsweise wurden in der vergangenen Saison beim SK Sturm in der Merkur Arena die Bälle ausschließlich hinter dem eigenen Tor bereitgestellt, was bei den Gästen für Kritik sorgte. Die neue Regel sorgt nun für mehr Fairness und gleiche Bedingungen für alle Teams.

Werbung

(Red.) Foto: GEPA