Neuer Verbandschef schließt Nicht-Italiener als Trainer nicht aus

Einen Trainer, der nicht aus Italien stammt und die „Squadra Azzurra“ trainiert, gab es noch nie. Der neue Chef des italienischen Fußballverbands, Giovanni Malagò hält dies für möglich. Favorit auf den Posten ist jedoch Roberto Mancini.

Im Gespräch mit der Zeitung „La Repubblica“ sagte der 67-Jährige auf die Frage nach einem Coach für die Squadra Azzurra aus dem Ausland: „Man soll niemals nie sagen.“ Konkreter wurde Malagò nicht. Der erfahrene Sportfunktionär war am Montag auf der FIGC-Mitgliederversammlung zum Verbandschef gewählt worden.

Malagò soll den italienischen Fußball nach dem jüngsten WM-Qualifikations-Desaster wieder auf Kurs bringen und neu aufstellen. Eine der ersten Aufgaben wird es sein, einen neuen Nationaltrainer zu finden. Nach dem dritten Scheitern der Italiener hintereinander in der WM-Qualifikation im März gegen Bosnien-Herzegowina mussten zahlreiche Verantwortliche ihren Platz räumen – Verbandspräsident Gabriele Gravina, Nationaltrainer Gennaro Gattuso sowie Ex-Tormann-Legende Gianluigi Buffon als Teamkoordinator.

Mancini wird in Medien hoch gehandelt

Ein ausländischer Cheftrainer wäre in der Geschichte der italienischen Nationalmannschaft ein Novum. Die Azzurri wurden bisher fast ausschließlich von Italienern betreut. Zwar gehörte etwa in den 50er-Jahren der Ungar Lajos Czeizler zeitweise zur technischen Leitung der Auswahl. Einen ausländischen Nationalcoach im heutigen Sinne hatte der vierfache Weltmeister jedoch noch nie.

Hoch gehandelt wird italienischen Medienberichten zufolge ein alter Bekannter: Roberto Mancini, der bereits von 2018 bis 2023 Nationalcoach war und das Team 2021 zum Europameister führte, könnte demnach wieder ein Kandidat für den Posten sein. Auf ihn angesprochen sagte Malagò zur „Repubblica“ aber: „Ich habe nicht mit Roberto gesprochen.“

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