„Neues Top-100-Gesicht“: Trainer-Urgestein Bresnik freut sich für Misolic

Sein Schützling Lukas Neumayer hat zwar in der ersten Runde von Kitzbühel verloren, doch Österreichs erfolgreichster Tennis-Trainer, Günter Bresnik, freut sich über den Aufwärtstrend bei den rot-weiß-roten Männern in den vergangenen Monaten. Ein Jahr nach dem Abschied von Topstar Dominic Thiem verfolgt der Langzeit-Coach des späteren US-Open-Siegers weiterhin jede Bewegung im heimischen und internationalen Tennis.

„Bei den Herren ist das Schönste, dass mit Misolic ein neues Gesicht in den ersten 100 ist“, erklärte Bresnik in Kitzbühel im APA-Gespräch. Auch Ofner gehöre in die ersten 100 bzw. erste 50 im ATP-Ranking. „Er steht nur aufgrund der Verletzung nicht dort.“ Selbst der Auftritt von Joel Schwärzler, der nach seiner Zeit in Spanien wieder in Österreich trainiert, hat Bresnik gefallen. „Joel hat hier mit Abstand die beste Leistung im letzten Jahr gezeigt. Er hat sich Gott sei Dank umentschieden, weil es war ein Schwachsinn, was er da ein Jahr lang gemacht hat“, sprach Bresnik Klartext zum Training des Vorarlbergers südlich von Barcelona.

Schwärzler wird nun von Markus Hipfl betreut. „Ich mag Markus. Er hat ein gutes Auge für die Leute, mit Jerome Kym (Schweizer Nachwuchshoffnung im Team, Anm.) ist das sicher keine schlechte Kombination.“ Dennoch brach Bresnik einmal mehr eine Lanze für das Leistungszentrum Südstadt. „Hier fehlt es an Sparringpartnern und auch reisetechnisch ist es unpraktisch. Für mich gibt es, nicht nur was Tennis anbelangt, kein besseres Leistungszentrum in Österreich. Auch aufgrund der Lage, zehn Minuten zum Flughafen, und in Wien hat man alle Möglichkeiten.“

Gilbert Schaller coacht Rodionov

Neben Neumayer, dessen langsame, aber stetige Entwicklung laut Bresnik in „ein bis zwei Jahren“ auch in den Top 100 münden wird, hat der 64-jährige Niederösterreicher auch Jurij Rodionov noch am Radar. „Er ist für mich eine ewige Überraschungstüte. Ich finde, dass er sehr gut spielen kann und glaube, dass ihm der Schaller guttut, weil der ist ein akribischer Arbeiter.“ Seit kurzem kümmert sich Ex-Top-20-Mann Gilbert Schaller um den Niederösterreicher.

Bezug nahm Bresnik auch noch einmal auf Thiem, der sich vor einem Jahr aus Kitzbühel verabschiedet hat. „Schade ist natürlich, dass jemand wie der Dominic für die jungen Spieler ein bisschen zu früh aufgehört hat.“ So ein Spieler sei für die Jungen ein Ansporn.

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(APA) / Foto: GEPA