„Nicht am Radar“: ÖSV räumt bei Abfahrtsstatus von Schwarz Fehler ein
Österreichs Skiverband hat in Bezug auf den kurzfristig geänderten Olympia-Plan für Marco Schwarz einen blinden Fleck eingeräumt. Schwarz hatte am Montag erzählt, dass er wegen fehlender Abfahrtsstarts im Weltcup selbst theoretisch keine Berechtigung für die Olympia-Abfahrt am Samstag hat. „Wir haben es nicht am Radar gehabt in gewisser Hinsicht“, sagte ÖSV-Cheftrainer Marko Pfeifer. „Schuldfrage hin oder her – es war nie Thema, dass er überhaupt die Abfahrt fährt.“
Ein Antreten von Schwarz, der seit seinem Kreuzbandriss 2023 in Bormio keine Weltcup-Abfahrt mehr bestritten hat, galt bereits zuvor als sehr unwahrscheinlich. Demzufolge war es für Pfeifer nun auch „kein großes Thema“. „Es ist ein brutaler Energieaufwand, die Trainings zu fahren. Das macht aus jetziger Sicht keinen Sinn“, hatte der Cheftrainer bereits in Kitzbühel erklärt. Dass Vielfahrer Schwarz zumindest die Abfahrtstrainings in Angriff nehmen würde, war jedoch in Aussicht gestellt worden.
Schwarz mit neuem Plan zu Olympia
Schwarz selbst berichtete am Montag im ORF vom neuen Plan. „Ich hätte in den letzten zwei Jahren eine Abfahrt starten müssen, das ist nicht der Fall. Jetzt haben wir das Programm umgeswitcht, ich bin daheim geblieben.“ Der Athlet könne sich nun vielmehr konzentriert auf die vier fixen Einsätze in Team-Kombination, Super-G, Riesentorlauf und Slalom vorbereiten, betonte Pfeifer. „Letztendlich muss der Blacky übers Training funktionieren.“
Aktuell trainiert Schwarz, der zuletzt offen mit seiner Form fremdelte, in Saalbach-Hinterglemm. Sein erster Olympia-Einsatz ist der Slalom der Teamkombination am 9. Februar. Das erste Abfahrtstraining in Bormio ist am Mittwoch angesetzt. Für Österreich werden am Samstag auf der Stelvio Vincent Kriechmayr, Daniel Hemetsberger, Stefan Babinsky und Raphael Haaser starten.
(APA) / Bild: GEPA
