Nicht mehr wegzudenken: Die Wichtigkeit Laimers für RB Leipzig

via Sky Sport Austria

Im Ensemble von RB Leipzig fliegt Konrad Laimer oft unter dem Radar und ist dennoch unverzichtbar für seinen Trainer Julian Nagelsmann. Sky Sport erklärt Euch, warum er so wichtig für RB ist und welche Parallele Laimer zu Kaiserschmarrn hat.

„Da kann man nicht viel falsch machen, wenn man einen guten Kaiserschmarrn als Nachspeise hat. Dann ist das Wohlbefinden sehr gut“, verriet Konrad Laimer sein favorisiertes Dessert bei der Sky Sendung „Dein Verein“. Ähnlich verhält es sich mit dem Österreicher bei RB Leipzig. Mit ihm in der Startelf ist das Wohlbefinden bei den Sachsen deutlich besser, denn ohne ihn fehlen wesentliche Elemente wie Aggressivität und Giftigkeit im Leipziger Spiel.

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Dreimal musste RB in dieser Saison ohne den defensiven Mittelfeldmotor auskommen – die Bilanz aus den „laimerlosen“ Spielen: ein Punkt, 3:6 Tore. „Natürlich hat er gefehlt. Mit Konny sind wir stärker“, hatte sein Trainer Julian Nagelsmann nach dem 1:1 im Spiel gegen Bayer Leverkusen Anfang März erklärt.

Laimer: „Ich hoffe, dass es in Zukunft so weitergeht“

Ohne den Dauerläufer fehlt RB die Balance zwischen Offensive und Defensive. Wenn Laimer zusehen musste, ersetzte ihn sein offensiverer Landsmann Marcel Sabitzer. Der eher technisch beschlagene, ehemalige Flügelspieler konnte die Rolle zwar gut ausfüllen – die Fähigkeiten Laimers allerdings nicht ersetzen.

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Am liebsten Spielen die beiden aber zusammen. „Wir kennen uns schon lange. Wir wissen, was der andere kann, wie der andere spielt. Wir verstehen uns auf dem Feld und ich hoffe, dass es in Zukunft auch so weitergeht“, so „Konny“ zum Zusammenspiel mit seinem Kumpel Sabitzer bei Sky.

Der siebenmalige Nationalspieler legt im laufintensiven Spiel der Leipziger die größte Distanz (11,63 km) zurück und führt die meisten Zweikämpfe (625 bei 22 Einsätzen) im Leipziger Team.

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Die Axt unter den feinen Klingen

Allerdings begeht Laimer auch ligaweit die zweitmeisten Fouls (51) nach Union Berlins Robert Andrich (55) – er scheut keinen Zweikampf und versucht auch die aussichtslosen Duelle nicht zu meiden. Deshalb hat der RB-Profi auch die schlechteste Zweikampfquote aller „Sechser“ in der Bundesliga vorzuweisen – lediglich 46 Prozent der direkten Duelle gehen an ihn.

„Schlussendlich will ich immer den Ball erobern. Manchmal geht’s gut, manchmal geht’s nicht gut“, erklärte Laimer gegenüber Sky seine Verbissenheit, wenn es zur Sache geht.

Er ist die Axt unter den feinen Klingen, die um ihn herum die RB-Angriffs-Maschinerie am Laufen halten. Am Offensivspiel nimmt er nur dann Teil, wenn sich eine gute Gelegenheit bietet. Der ehemalige Salzburger war in dieser Bundesliga-Saison an nur 15 Torschüssen direkt beteiligt, allerdings wurden fünf dieser Aktionen erfolgreich abgeschlossen: Zwei Tore erzielte Laimer selbst, drei weitere Treffer legte er auf.

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Nicht mehr wegzudenken

Die Steigerung der Torbeteiligungen – immerhin in jedem vierten Startelfeinsatz eine – kommt nicht von ungefähr (zuvor vier in zwei Saisons). In der Zentrale fühlt sich Laimer am effektivsten. „Ich bin froh, dass ich das Vertrauen bekommen habe, über längere Zeit auf der Position zu spielen. Ich glaube, man merkt schon, dass ich mich in der Mitte einen Tick wohler fühle als auf der Seite, obwohl ich auf der Seite auch spielen kann“, so Laimer bei Sky.

Während er bei seinen vorherigen Coaches in Leipzig noch zwischen der Außenverteidigerposition und diversen Mittelfeldposten pendelte, ist der gebürtige Salzburger unter Nagelsmann aus dem defensiven Mittelfeld nicht mehr wegzudenken. So wie ein guter Kaiserschmarrn aus Laimers Speiseplan nicht wegzudenken ist.

Datenquelle: OPTA

(skysport.de // Daniel Becker)

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Beitragsbild: Imago