Nicht schön, aber effizient: Kühbauer nach WAC-Sieg „stolz“

Für den WAC ist die Ligaphase der Fußball-Conference-League in greifbare Nähe gerückt. Der Heimsieg über Omonia Nikosia im Play-off-Hinspiel am Donnerstag lässt den Kärntnern alle Chancen auf die erste Teilnahme an einem Europacup-Hauptbewerb seit der Saison 2019/20. Beim 2:1 agierte man zwar nicht schön, aber effizient. Und genau das gefiel Dietmar Kühbauer. „Wir können von verlorenen Spielen mit besseren Chancen nach PAOK schon ein Lied singen“, betonte der Trainer.

Der WAC verarbeitete in Klagenfurt auch den Ärger vom Europa-League-Aus gegen PAOK Saloniki, als man als vermeintlich besseres Team die Segel streichen musste. Gegen Omonia wirklich besser waren Dominik Baumgartner und Co. vor nur 3.154 Zuschauern zwar nicht, immerhin vermochte man die Partie nach frühem Rückstand (16.) durch Chibuike Nwaiwu (30.) und Dejan Zukic (88.) zu drehen – spät, aber doch. „Das war ein Gegner, der im letzten Drittel genau weiß, was er tut. Ich bin sehr, sehr stolz auf meine Mannschaft“, sagte Kühbauer. „Denn einen Rückstand umzudrehen, ist international noch schwerer als national.“

Polster und Effizienz als entscheidende Faktoren

Befreiende Wirkung kam dem 1:1, dem ersten internationalen WAC-Treffer seit 18. August 2022, jedenfalls keine zu. Vielmehr schienen die englischen Wochen ihre Wirkung zu tun, mit Fortdauer agierte ein müdes Kollektiv offensiv immer unpräziser. Goalie Nikolas Polster, der mehrmals stark gegen den montenegrinischen Omonia-Altstar Stefan Jovetic parierte, war lange der entscheidende Faktor. „Ich und wir alle können sehr zufrieden sein“, befand Polster. „Wir haben das gegen einen offensivstarken Gegner echt gut gemacht. Und wenn die Jungs einmal etwas zulassen, dann bin ich da.“

Ein anderer Knackpunkt waren die Einwechselungen während der 64. und 71. Minute. Sie sorgten für spürbar frischen Wind und trugen im Finish maßgeblich zum Siegestor bei. Ohne den Steilpass von Emmanuel Agyemang auf Angelo Gattermayer und dessen flacher Hereingabe wäre Zukic nicht zum Matchwinner geworden. „Nikosia hatte die besseren Möglichkeiten“, musste Kühbauer zugeben, „allerdings haben wir diesmal effizienter gehandelt“. Eine Tugend, deren Fehlen man eine Woche zuvor noch bitter beklagt hatte.

Kühbauer: „Wird noch richtig schwer“

Vor dem Rückspiel am kommenden Donnerstag (18.00 Uhr) auf Zypern ist freilich noch nichts gelaufen – dessen waren sich die siegreichen Protagonisten des Abends im Wörthersee Stadion bewusst. „Wir sind keinesfalls durch, das wird auswärts noch einmal richtig schwer, auch mit den Temperaturen“, meinte Kühbauer. „Durch den 2:1-Siegtreffer kann sich aber ein ähnliches Spiel ergeben, wie hier in Klagenfurt. Sie müssen weiter etwas tun, sich Chancen erarbeiten.“ Und dann wollen die „Wölfe“ wieder eiskalt zuschlagen.

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(APA)/Beitragsbild: GEPA