In Gruppe F kommt es Samstagabend (19.00 Uhr MESZ) zum Vorrundenschlager zwischen den Niederlanden und Schweden

Niederlande im Topduell gegen Schweden gefordert

Bei der Fußball-WM 2026 kommt es in Gruppe F am Samstagabend (19.00 Uhr MESZ) zum Vorrundenschlager zwischen den Niederlanden und Schweden. Während „Oranje“ in Houston nach dem 2:2 gegen Japan Druck hat, gehen die Skandinavier nach dem 5:1 gegen Tunesien mit viel Schwung ins Duell. Die Tunesier und Japan spielen am Sonntag (06.00) in Monterrey. Deutschland hat in Gruppe E gegen die Elfenbeinküste (22.00) einen echten Härtetest vor der Brust, Ecuador trifft auf Curacao (02.00).

Nach dem höchsten WM-Sieg seit 88 Jahren wollen die Schweden den nächsten Schritt machen. Für die Skandinavier soll es der Topsturm um Alexander Isak und Viktor Gyökeres auch gegen die Niederländer richten. „Individuell sind sie großartige Spieler, aber zusammen können sie eine echte Bedrohung darstellen“, meinte Coach Graham Potter. Die Blau-Gelben hätten im Falle von drei weiteren Punkten das Sechzehntelfinale fix in der Tasche und zudem gute Chancen auf den Gruppensieg. „Das ist ein riesiges Spiel für uns am Samstag“, betonte Potter, der im vergangenen Oktober bei den Schweden angeheuert hatte.

Der Gegner hat hingegen beim 2:2 gegen Japan zum Auftakt nicht überzeugt. Coach Ronald Koeman hofft, dass Rekordtorschütze Memphis Depay nach seinen jüngsten Oberschenkelproblemen wieder komplett fit ist. Offensivmann Cody Gakpo hat jedenfalls einen Dreier im Fokus. „Wir wissen, dass wir gewinnen müssen, wenn wir die Gruppenphase überstehen wollen. Wir müssen uns darauf konzentrieren, was wir verbessern können“, sagte der Liverpool-Spieler. Kapitän Virgil van Dijk wird hauptverantwortlich dafür sein, das Duo Gyökeres/Isak zu stoppen. „Ich werde gegen einen Angreifer spielen, den ich sehr gut kenne“, sagte van Dijk mit Blick auf seinen Liverpooler Clubkollegen Isak, „und auf einen anderen Stürmer, der eine sehr gute Saison gespielt hat“.

Neuer Coach soll mit Tunesien Turnaround schaffen

Die 1:5-Klatsche gegen Schweden hat enorme Turbulenzen im tunesischen Team ausgelöst. Coach Sabri Lamouchi musste gehen und wurde durch den „internationalen Feuerwehrmann“ Herve Renard ersetzt. Der Franzose, der bereits fünf andere Nationalteams aus dem afrikanischen und arabischen Raum betreut hat, soll es richten. Schon gegen die Japaner werden in dem nordafrikanischen Land Ergebnisse von ihm und dem Team erwartet.

„Ich habe ihnen gesagt, dass sie den Kopf hochhalten müssen – ihr seid hier, um euer Land zu vertreten. Wir müssen solidarisch bleiben und als Team auftreten“, erklärte Renard angesichts von Spekulationen um die Team-Moral. Bereits ein Remis könnte zu wenig sein, da zum Abschluss die Niederländer warten. Die favorisierten Japaner wiederum brauchen zumindest einen Zähler, im Falle eines vollen Erfolges ist den „Blue Samurai“ um Ex-LASK-Profi Keito Nakamura der Aufstieg wohl kaum zu nehmen.

Deutschland gegen Elfenbeinküste um den Gruppensieg

Der Sieger dieses Duells steht fix in der K.o.-Phase. Allerdings würde beiden Teams nach ihren Auftaktsiegen in Toronto wohl bereits ein Remis reichen. Die DFB-Elf von Coach Julian Nagelsmann will nach dem 7:1 gegen Curacao auch gegen die Ivorer ihre WM-Form unter Beweis stellen und weiter Selbstvertrauen für den weiteren Turnierverlauf tanken. Zudem steht in der Partie auch der Gruppensieg zur Disposition. „Ich finde schon, dass wir auf einem guten Weg sind. Trotzdem gibt es Dinge, die wir besser machen müssen gegen noch bessere Gegner“, appellierte Nagelsmann. Es gebe keinerlei Veranlassung, „jetzt die Füße hochzulegen“, zog Nagelsmann gemeinsam mit Tormann-Routinier Manuel Neuer die Zügel weiter an. „Ich glaube einfach, dass es bei diesem Turnier, bei den Bedingungen, die ja vielleicht auch ein bisschen ähnlich wie in Brasilien sind, um den Extrameter geht“, bemerkte Neuer.

Zumal die Elfenbeinküste eine andere Hausnummer als Curacao ist. Das haben die Westafrikaner gegen Ecuador (1:0) unter Beweis gestellt. Vor allem der 19-jährige Leipzig-Legionär Yan Diomande beeindruckte. „Sein Dribbling ist schon außergewöhnlich, er hat ein krasses Tempo“, meinte DFB-Kapitän Joshua Kimmich. „Das sind D-Züge“, sagte Antonio Rüdiger über die afrikanische Angriffsreihe. Für Wirbel der anderen Art sorgte Elye Wahi. Dem ivorischen Stürmer war zunächst von den kanadischen Behörden die Einreise verweigert worden. Wenig später dann die Wende bzw. das Happy End: Der 23-jährige Wahi, der in Frankreich offenbar mit Spielmanipulationsvorwürfen konfrontiert ist, darf doch nach Toronto.

Ecuadors Stars unter Zugzwang

Für Ecuador ist ein Sieg gegen Underdog Curacao Pflicht. Anderenfalls droht ein jähes WM-Ende, da als letzter Gruppengegner noch die Deutschen warten. In Kansas City wollen die Südamerikaner um ihre Starspieler Moises Caicedo, Piero Hincapie und Willian Pacho diesmal nichts anbrennen lassen und drei Zähler einfahren. Der klare Außenseiter aus der Karibik will sich allerdings teuer verkaufen. Curacao-Coach Dick Advocaat hatte bereits nach dem Deutschlandspiel, dem WM-Debüt des Landes, gemeint: „Das nächste Spiel wird anders sein.“

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