Norwegen und Dänemark kämpfen wieder um EM-Titel
Dänemark bekommt am Sonntag (18.00 Uhr) im Finale der Frauen-Handball-EM die Chance zur Revanche an Norwegen. 2022 hatten sich die Norwegerinnen in Ljubljana knapp mit 27:25 durchgesetzt, nun kommt es in der Wiener Stadthalle zu einer Neuauflage im Kampf um den Titel. Sollte dieser zum dritten Mal in Folge an die Olympiasiegerinnen gehen, wäre es Norwegens EM-Triumph Nummer zehn. Die Däninnen setzten sich dreimal die europäische Krone auf, zuletzt 2002.
Die Norwegerinnen sind Finale-Stammgast, bei zwölf Anläufen gab es nur 1996, 2002 und 2012 kein Happy End. Für sie spricht zudem die geringere Belastung im Halbfinale des in Österreich, der Schweiz und Ungarn ausgetragenen Turniers. Im Vergleich zu Dänemarks 24:22 gegen Weltmeister Frankreich hatte Norwegen beim 30:22 gegen Ungarn weniger Mühe. Norwegen und Dänemark trafen in der Hauptrunde schon im skandinavischen Duell aufeinander. Da behielt der im Turnierverlauf unbezwungene EM-Rekordsieger in der zweiten Gruppenpartie mit 27:24 die Oberhand.
Hergeirsson hört auf
Im EM-Head-to-Head steht es 11:5 für Norwegen. Sollte sich der Favorit durchsetzen, würde die 44-jährige Torfrau und EM-Titel-Rekordhalterin Katrine Lunde zum siebenten Mal Europameisterin werden. Zudem wäre es ein perfektes Abschiedsgeschenk für Thorir Hergeirsson, der nach 15-jähriger Teamchef-Tätigkeit sowie 23 Jahren im Betreuerstab aufhört. „Der 10. Titel würde alles für uns bedeuten, deshalb sind wir hier. Wir wollen den Traum wahr machen“, sagte Norwegens Kari Brattset Dale.
Doch auch die Däninnen sehen „gute Chancen“, das Turnier zu gewinnen, wie Coach Jesper Jensen sagte. „Wir haben uns während des Turniers weiterentwickelt, haben ein starkes Selbstvertrauen. Gold zu gewinnen wäre riesig.“ Laut Spielerin Kaja Kamp wolle man die erhaltene Chance zur Revanche unbedingt nutzen. Vor dem Finale kämpfen Frankreich und Ungarn im „kleinen Finale“ (15.15 Uhr) um Rang drei.
(APA)
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