Norweger steuern auf Medaillenrekord zu

Die Nordische Ski-WM in Trondheim verläuft bisher ganz nach dem Geschmack von König Harald und Königin Sonja. Das norwegische Königspaar durfte in den ersten vier Wettkampftagen bereits 15 Medaillen in elf Bewerben bejubeln, womit die Gastgeber auf einen Medaillenrekord zusteuern.

Sieben Goldmedaillen sorgten im ohnehin wintersportverrückten Land für zusätzliche Euphorie, zu den Medaillenzeremonien im Stadtzentrum strömen trotz Schlechtwetters verlässlich Zehntausende Fans.

Bei den Langlaufrennen sind die Tribünen im Granåsen Skisenter regelmäßig ausverkauft, in den Wäldern an der Loipe werden die Nationalhelden um den Trondheimer Johannes Hösflot Kläbo ebenso frenetisch angefeuert. „Die Fans sind unglaublich. Ich habe nicht einmal meinen eigenen Atem gehört“, sagte Sprint-Weltmeister Kläbo, nachdem er beim Skiathlon seine zweite Goldmedaille bei den laufenden Titelkämpfen gewonnen hatte. Etwa 45.000 Zuschauer, viele mit Norwegen-Fahnen, sorgten da für eine beeindruckende Atmosphäre – im Männer-Rennen über 50 km am Samstag werden sogar an die 100.000 Fans erwartet.

Stecher beeindruckt

Neben Kläbo setzten sich u.a. auch schon Skispringer Marius Lindvik, das Frauen-Skisprung-Team sowie die Kombinierer Jarl Magnus Riiber und Gyda Westvold Hansen im Mixed-Team und Massenstart die WM-Krone auf. „Es ist beeindruckend“, sagte Mario Stecher zu den Leistungen der Norweger im APA-Gespräch. Es sei „sensationell“, betonte der ÖSV-Sportdirektor, dass sie in allen Disziplinen schon Gold geholt haben. „Man sieht, was für ein Apparat dahintersteht, mit dem man solche Erfolge auch leisten kann.“

In insgesamt 14 Bewerben werden in Trondheim noch Medaillen vergeben, die norwegischen Gold-Chancen sind zumindest im Männer-Langlauf (4) und der Nordischen Kombination (2) groß. Vor vier Jahren schraubten die Norweger in Oberstdorf den Medaillenrekord auf 31, damals stellten Kläbo und Co. auch die Bestmarke von 13 Goldenen von der WM 2019 in Seefeld ein. Im Medaillenspiegel standen die Norweger seit 1997 bei sämtlichen Nordischen Weltmeisterschaften ganz oben, damals hatten die Norsker ausgerechnet in Trondheim gepatzt.

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(APA) / Artikelbild: Imago