Nürnberg gewinnt Kloses „Endspiel“ – Paderborn springt auf Platz eins
Der kriselnde Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg hat das mögliche „Endspiel“ für Miroslav Klose bei Fortuna Düsseldorf gewonnen und so Druck von den Schultern des Club-Trainers genommen. Die Mannschaft des 2014er-Weltmeisters setzte sich am Freitagabend mit 3:2 (1:0) bei den Rheinländern durch. Dank des erst zweiten Saisonsieges verließen die Nürnberger den Relegationsplatz 16.
Die Treffer von Rafael Lubach (28.), Julian Justvan (80., Handelfmeter) und Finn Becker (85.) ließen die Gäste jubeln. Bei der Fortuna, für die Anouar El Azzouzi (67.) und Christian Rasmussen (83.) die ersten Heimtore der Saison erzielten, wird dagegen die Luft für Coach Daniel Thioune wieder dünner. Hatten die Düsseldorfer noch am vergangenen Wochenende durch das umkämpfte 1:0 beim VfL Bochum einen Befreiungsschlag gelandet, liegen sie nach der nun vierten Niederlage schon deutlich hinter den anvisierten Aufstiegsplätzen zurück.
„Endspiel habe ich nicht gesagt. Ich habe nur gesagt, dass es kurz vor zwölf ist“, hatte Klose vor der richtungsweisenden Begegnung am Sky-Mikrofon betont: „Wir müssen punkten. Wir wissen, dass das ein Ergebnissport ist.“
Paderborn übernimmt Tabellenführung
Der SC Paderborn hat in der 2. Fußball-Bundesliga vorerst die Tabellenführung übernommen. Mit dem 2:1 (1:0) bei Eintracht Braunschweig feierten die Ostwestfalen den vierten Sieg in Serie und kletterten zum Auftakt des 8. Spieltags mit 17 Punkten von Rang fünf auf eins. Der Braunschweiger Absturz geht nach der vierten Niederlage in Serie dagegen weiter.
„Wir müssen ready sein für direktes Spiel“, forderte SCP-Trainer Ralf Kettemann vor dem Anpfiff bei Sky. Und diese Forderung setzte seine Mannschaft sofort um. Einige der 21.349 Zuschauer im Eintracht-Stadion waren noch nicht auf ihren Plätzen, als Filip Bilbija den Favoriten nach einer mustergültigen Flanke von Sebastian Klaas bereits nach 30 Sekunden per Kopfball in Führung brachte.
Die im Vergleich zum 2:0 gegen den 1. FC Kaiserslautern unveränderte Gäste-Elf agierte anschließend dominant im Ballbesitz, vielversprechende Chancen waren jedoch lange Mangelware – bis der US-Amerikaner Santiago Castaneda zum vermeintlichen 2:0 einköpfte, doch Mitspieler Steffen Tigges leicht im aktiven Abseits stand (52.). So blieb das Spiel offen, Levente Szabó (86.) erzielte den Ausgleich – doch Paderborns Joker Stefano Marino traf nur 124 Sekunden später zum Auswärtssieg (88.).
(SID)/Beitragsbild: Imago
