ÖEHV-Team erwartet gegen Norwegen "harte Playoff-Partie"

ÖEHV-Team erwartet gegen Norwegen „harte Playoff-Partie“

Mit vier Punkten und viel Selbstvertrauen geht Österreichs Eishockey-Team bei der WM in die Entscheidungsspiele um den Klassenerhalt. Die ÖEHV-Auswahl benötigt in Prag einen Sieg aus den zwei Spielen gegen Norwegen am Sonntag (16.20 Uhr) und Großbritannien am Dienstag (12.20), um sich aus eigener Kraft einen Platz bei der WM 2025 in Schweden und Dänemark zu holen.

Die Sensationen gegen Kanada und Finnland haben die Österreicher in eine gute Position gebracht, um zum dritten Mal hintereinander dem Abstieg zu entgehen. Nun will man gegen Mannschaften auf Augenhöhe die starken Leistungen mit dem Klassenerhalt veredeln. „Es waren sehr viele Sachen, die unglaublich gelaufen sind. Jetzt heißt es gegen Norwegen die Leistung aufs Eis zu bringen“, betonte Kapitän Thomas Raffl.

Auch Teamchef Roger Bader sieht sein Team bereit für den in den vergangenen Jahren stets nervenaufreibenden Kampf um den Verbleib unter den besten 16 Nationen. „Es gab sehr viele sehr gute Momente von Team Österreich. Vier Punkte hat man erhoffen, aber ganz bestimmt nicht erwarten können. Das ist gut für das Selbstvertrauen und hilft uns, in die letzten zwei Spiele zu gehen. Aber wir wissen, dass wir unser Ziel noch nicht erreicht haben“, sagte Bader.

Die erste Chance bietet sich gegen eine Mannschaft, die seit 2006 stets in der A-WM spielt und gegen Österreich bei Weltmeisterschaften seit 25 Jahren (3:0 in Lillehammer 1999) unbesiegt ist. In Prag haben die Norweger bisher drei Punkte durch einen Sieg über Dänemark geholt. „Wir wissen, dass wir eine richtig harte Play-off-Partie haben werden. Defensiv ist Norwegen immer gut und unangenehm zu spielen. Das ist eine harte Nuss, aber das werden wir auch für sie sein“, erklärte der Teamchef.

Norwegen in der Offensive stark

Offensiv hat sich vor allem die erste Linie der Norweger mit den zwei Routiniers Patrick Thoresen und Mats Zuccarello stark präsentiert. Der 40-jährige Thoresen war im Play-off 2006 in Salzburg engagiert und ist Norwegens Spieler des Jahres, der 36-jährige Zuccarello ist Teamkollege von Marco Rossi bei Minnesota Wild und in über 900 NHL-Spielen gestählt. „Zuccarello ist ein absoluter Weltklassespieler, Thoresen ist noch immer ein hervorragender Spieler. Sie haben fünf Jahre nicht im Team gespielt, durch sie hat der erste Block an Qualität gegenüber anderen Jahren gewonnen“, sagte Bader.

Die Skandinavier haben aber auch hoch gehandelte Talente nach Prag mitgenommen. Der 18-jährige Stürmer Michael Brandsegg-Nygard, der schon zwei WM-Tore erzielt hat, gilt im heurigen NHL-Draft als Kandidat für die erste Runde. Mit dem gleichaltrigen Verteidiger Stian Solberg und den beiden 19-Jährigen Noah Steen und Petter Vesterheim hat Teamchef Mikael Gath vier Teenager im Kader.

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(APA)/Bild: GEPA