PASCHING,AUSTRIA,22.AUG.21 - SOCCER - ADMIRAL Bundesliga, Linzer ASK vs TSV Hartberg. Image shows a feature of a soccer ball with Alexander Schlager (LASK). Photo: GEPA pictures/ Christian Moser

ÖFB hofft auf Re-Start des Breitenfußballs

via Sky Sport Austria

Beim ÖFB stehen derzeit nicht nur die WM-Qualifikationsspiele der Nationalmannschaft im Blickpunkt. Österreichs größter Sport-Fachverband ist auch bemüht, den von der Corona-Pandemie schwer getroffenen Breitenfußball wieder auf die Sprünge zu helfen. So wurde etwa aus diesem Anlass in der Vorwoche eine Kampagne mit den Parolen „Wir lieben Leder und „Auf die Plätze! Fußball, los“ präsentiert.

Dadurch sollen unter anderem jene Menschen wieder für den Fußball gewonnen werden, die dem populärsten Sport während Corona den Rücken gekehrt haben – und das sind einige. Die Anzahl der gemeldeten Spieler reduzierte sich in den vergangenen eineinhalb Jahren von 279.000 auf 168.000, allerdings auch wegen neuer Berechnungsparameter.

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„Zahl der Vereine kaum gesunken“

ÖFB-Generalsekretär Thomas Hollerer meinte gegenüber der APA – Austria Presse Agentur zu diesem signifikanten Minus: „Ich will nicht sagen, dass das besorgniserregend ist. Ich sehe es als Ansporn, dass wir mit unserer Kampagne viele Leute zurückholen.“

Man müsse in diesem Zusammenhang differenzieren, betonte Hollerer. „Die Zahlen der Vereine und Funktionäre sind kaum gefallen, nicht zuletzt dank der finanziellen Unterstützung der Bundesregierung. Und wir haben einen großen Rückgang bei Spielern, nicht bei Spielerinnen. Es ist eine Herausforderung, aber wir müssen positiv nach vorne schauen.“

Die vergangenen beiden Saisonen im Breitenfußball litten schwer unter der Pandemie und konnten zumeist nicht beendet werden. Mittlerweile gibt es die Regelung, dass eine Meisterschaft schon dann gewertet werden darf, wenn nur die Hinrunde absolviert wurde. Trotzdem besteht angesichts steigender Fallzahlen die Befürchtung, auch die aktuelle Spielzeit nicht geordnet beenden zu können.

Hollerer: „Impfen der einzige Weg“

Bisher kam man halbwegs glimpflich davon. Laut Hollerer hielten sich im Sommer die Absagen wegen Corona mit jenen wegen schlechten Wetters die Waage. „Wir arbeiten irrsinnig hart daran, die Saison gut über die Bühne zu bringen. Aber es hängt wie in allen gesellschaftlichen Bereichen von der Gesamtentwicklung ab.“

Derzeit gibt es weder im Profi- noch im Amateur-Bereich eine Zuschauer-Beschränkung. Besucher von Spielen benötigen lediglich einen 3-G-Nachweis, wodurch für die Clubs von den untersten Spielklassen bis zur Bundesliga eine wichtige Einnahmequelle gewährleistet ist. Damit dies so bleibt, wäre eine hohe Impfquote vonnöten, gerade beim jüngeren Teil der Bevölkerung, der oft auch auf Fußballplätzen zu finden ist, aber einigermaßen impfmüde erscheint.

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Dieser Skepsis will der ÖFB entgegenwirken. „Wir haben die Verantwortung, darauf hinzuweisen, dass die Impfung der einzige Weg ist, die Pandemie zu besiegen, so wie es derzeit ausschaut. Daher appellieren wir an alle Beteiligten, sich impfen zu lassen“, erklärte Hollerer.

Einen kleinen Beitrag zu einer höheren Durchimpfungsrate will der ÖFB auch beim WM-Qualifikationsspiel am Dienstag in Wien gegen Schottland leisten. In Kooperation mit der Österreichischen Gesundheitskasse wird ein Impfbus vor dem Happel-Stadion Halt machen, um interessierten Besuchern einen niederschwelligen Zugang zur Immunisierung gegen Covid-19 zu ermöglichen.

(APA)

Bild: GEPA