Sabitzer Dortmund

ÖFB-Legionäre treffen: Sabitzer-Doppelpack beschert Dortmund Unterzahl-Sieg

Dank Marcel Sabitzer auf Champions-League-Kurs: Borussia Dortmund hat zwischen den Leckerbissen in der Königsklasse seine Pflicht im Tagesgeschäft der deutschen Bundesliga erfüllt. Der BVB gewann bei Borussia Mönchengladbach trotz Mega-Rotation, Verletzungspech und Unterzahl verdient mit 2:1 (2:1) und bleibt dem Tabellenvierten RB Leipzig auf den Fersen.

Sabitzer sorgte per Linksschuss (22.) und Foulelfmeter (28.) für die gelungene Generalprobe für das Viertelfinal-Rückspiel gegen Atletico Madrid am Dienstag. Für den ÖFB-Teamspieler war es der erste Doppelpack seit Oktober 2018. Gladbach scheiterte trotz des Treffers von Maximilian Wöber (36.) zum wiederholten Mal an der Aufgabe, zwei Bundesligaspiele in Folge zu gewinnen – letztmals war dies im März 2022 gelungen.

HIGHLIGHTS | Borussia Dortmund – Borussia Mönchengladbach | 29. Spieltag

Sabitzer jubelte nach der Pause in einer kuriosen Elfmeter-Situation (51.) sogar über seinen dritten Treffer – jedoch zu früh. Der Strafstoß war noch gar nicht freigegeben worden und hielt der erst dann folgenden Überprüfung nicht stand. Nach Gelb-Rot gegen Karim Adeyemi (55.) rettete der BVB mit zehn Mann den Sieg.

„Wir spielen nur noch Champions League. Entweder spielen wir in oder für die Champions League“, hatte Trainer Edin Terzic vor dem Anstoß bei Sky gesagt. Seine Elf suchte dann auch mit Vehemenz den Weg nach vorne, musste aber einen frühen Rückschlag verkraften: Sebastien Haller, der in Madrid im Hinspiel das wichtige Tor erzielt hatte, verließ nach neun Minuten mit einer Verletzung am Sprunggelenk das Feld. Für den Franzosen kam nicht etwa Niclas Füllkrug, sondern Youssoufa Moukoko.

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Gladbach wählte im ausverkauften Borussia-Park wie schon beim Sieg in Wolfsburg einen defensiven Ansatz, kam bei seinen Kontern aber nicht weit. Dortmund war trotz sechs Änderungen in der Startelf hellwach – anders als im Hinspiel (4:2) und auch in Madrid, als es jeweils schnell 0:2 gestanden hatte.

Diesmal kam es genau umgekehrt: Sabitzer traf zur Führung, als er den Ball über Jonas Omlin hinweg ins Tor beförderte – der Gladbach-Keeper sah im dritten Spiel nach langer Verletzungspause nicht gut aus. Wenig später erhöhte Sabitzer vom Punkt, zuvor war Nico Schlotterbeck im Zweikampf mit Nathan Ngoumou zu Fall gekommen.

Ein Kopfballtor von Wöber brachte Gladbach schnell wieder heran. Die Dortmunder, die kurzfristig auf den erkrankten Jadon Sancho verzichten mussten und zudem Kapitän Emre Can, Mats Hummels und den zuletzt neunmal torlosen Füllkrug zunächst auf der Bank ließen, waren nach der Pause auch in Unterzahl ebenbürtig. In der Nachspielzeit vergab Tomas Cvancara aber zweimal die Chance zum Ausgleich.

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Auch Wöber & Mainzer Legionäre treffen

Während für Gladbach somit Maximilian Wöber treffen konnte, gab es beim Mainzer 4:1-Heimsieg über Hoffenheim gleich zwei ÖFB-Torschützen, da sowohl Phillipp Mwene als auch Karim Onisiwo ein Tor erzielten.

Auch als Assistgeber überzeugten rot-weiß-rote Bundesliga-Profis: Kevin Stöger legte Bochums 1:1 gegen Heidenheim vor, Xaver Schlager den Olmo-Anfangstreffer beim 3:0 über die von Ralph Hasenhüttl trainierten Wolfsburger.

Auch Benjamin Sesko (68.) und Lois Openda sicherten der Elf von Trainer Marco Rose drei Punkte. Schlager wurde nach 75 Minuten für Nicolas Seiwald ausgetauscht. Der dritte Leipziger ÖFB-Mann, Christoph Baumgartner, durfte ebenfalls die Schlussviertelstunde bestreiten. Für Wolfsburg-Coach Hasenhüttl war es die zweite Pleite im dritten Spiel seit seiner Verpflichtung, im Tor des VfL stand Pavao Pervan.

Die Mainzer drehten mit einer furiosen zweiten Hälfte einen 0:1-Pausenrückstand noch in ein 4:1. Mwene trug sich mit einem abgefälschten Distanzschuss (51.) ebenso in die Torschützenliste ein wie der eingewechselte Onisiwo (88.), der sich im Zweikampf gegen den Hoffenheimer ÖFB-Kollegen Florian Grillitsch durchsetzte.

Nur noch einen Zähler vor den Mainzern liegt Bochum, das unter dem neuen Trainer Heiko Butscher gegen Heidenheim 1:1 remisierte. Bochums Keven Schlotterbeck hatte neun Minuten vorher seine Gefährlichkeit auch vor dem eigenen Gehäuse demonstriert und die Gäste aus Heidenheim per Eigentor in Führung gebracht.

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(SID/Red./APA.).

Beitragsbild: Imago.