GRAZ,AUSTRIA,06.JAN.21 - HANDBALL - EHF EURO 2022 qualification, Austria vs Germany. Image shows Tobias Wagner (AUT) and Andreas Wolff (GER). Photo: GEPA pictures/ Michael Riedler

ÖHB-Männer klammern sich an Minichance gegen Norwegen

via Sky Sport Austria

Nüchtern gesehen mussten Österreichs Handball-Männer bei der WM in Ägypten ihre Hoffnungen auf einen Hauptrunden-Aufstieg mit der Auftaktniederlage gegen die Schweiz begraben. Nach einem achtbaren 28:35 gegen Rekordweltmeister Frankreich klammerte sich die ÖHB-Auswahl aber an die Minichance zum Vorrundenabschluss gegen Norwegen am Montag (20.30 Uhr). “Wenn wir unser bestes Spiel machen, dann ist auch gegen so eine Mannschaft etwas möglich“, war Lukas Hutecek überzeugt.

Im zweiten Auftritt in Gruppe E konnte Österreich am Samstag in Gizeh wie erwartet zwar nicht anschreiben, zeigte aber mit einer phasenweise guten Leistung, dass man sich vom Schweiz-Spiel nicht demoralisieren hatte lassen. “Wir können mit diesem Kampf heute zufrieden sein“, sagte Teamchef Ales Pajovic. Schließlich sei die Stimmung nach Spiel eins “nicht gut” gewesen. “Ich bin sehr stolz, dass wir heute so eine Reaktion gezeigt haben, das war sehr viel besser als das Auftaktspiel“, stimmte der sechsfache Torschütze Hutecek zu.

In Absenz von Stützen wie Nikola Bilyk und Janko Bozovic ist der 20-jährige von den Fivers Margareten zu einer Fixgröße des Teams geworden, er war auch gegen die Franzosen ein wichtiger Aktivposten. “Heute war es über 60 Minuten Kampf vorne und hinten, wir haben mit Freude und Spaß gespielt“, befand Hutecek, dessen Truppe das Duell mit dem zuletzt nur enttäuschenden EM-14. zwar über eine Hälfte lang offen halten, ihn aber nie ernsthaft in Bedrängnis bringen konnte.

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Spielerisch war jedenfalls eine Steigerung und mehr Variabilität gegenüber dem bitteren Spiel gegen die Schweiz erkennbar. “Wir haben nur sieben Fehler gemacht, das ist ein großer Unterschied zu den 15 im ersten Spiel“, meinte Pajovic, der auch eine leichte Steigerung der Goalieleistung sah. Nicht zuletzt Endrunden-Debütant Florian Kaiper deutete an, was möglich ist. “Da gibt es noch Reserven von unseren drei Tormännern. Das wird schon kommen“, sagte der Slowene.

Hutecek vor Norwegen-Duell: “Können vielleicht etwas mitnehmen”

Auch wenn Pajovic nach Spiel eins Punktegewinne gegen Frankreich und Norwegen als “nicht realistisch” bezeichnet hatte, will man sich am Montag weiter steigern und das Unmögliche noch möglich machen. “Wir haben heute durchaus gesehen, dass wir über Phasen mit so einer Mannschaft mithalten können. Das macht mich zuversichtlich, dass wir übermorgen ein gutes Spiel machen und die Norweger vielleicht ärgern und etwas mitnehmen können“, meinte Hutecek im Hinblick auf den Kampf gegen Superstar Sander Sagosen und Co. Letzterer schoss den Vize-Weltmeister nach der Auftaktniederlage gegen Frankreich am Samstag mit elf Toren zu einem letztlich sicheren 31:25 über die Schweiz.

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Pajovic muss nicht zuletzt hoffen, dass Boris Zivkovic seine Ende der ersten Hälfte erlittene Knieblessur am Montag wieder überwunden hat. Auch wenn ihn der 22-jährige Nikola Stevanovic bei seiner ersten Endrunde mit vier Toren gut vertrat. Es schaue so aus, als sei Zivkovics Verletzung beherrschbar, meinte Pajovic im Anschluss an das Spiel. “Er denkt, es ist nicht so schlimm. Auch der Doktor hat gesagt, dass es kein Kreuzbandriss oder etwas ähnlich Schlimmes ist.

(APA) / Bild: GEPA