LINZ,AUSTRIA,15.JUN.16 - CYCLING - Team Felbermayr Simplon Wels, photo shooting. Image shows Daniel Auer und Markus Eibegger (AUT). Photo: GEPA pictures/ Felix Roittner

Österreich Rundfahrt: Eibegger, Fankhauser als heimische Ö-Tour-Hoffnungen

via Sky Sport Austria
Wien (APA) – Auch mit nur einem WorldTour-Rennstall sollen bei der am Samstag beginnenden Österreich-Radrundfahrt Topleistungen zu sehen sein. Markus Eibegger, neben Clemens Fankhauser einer der wenigen Österreicher mit Chancen auf ein gutes Abschneiden in der Gesamtwertung, erwartet ein hartes Rennen der heimischen Teams gegen die elf höherrangigen Mannschaften.

Eibegger stand bei der heimischen Rundfahrt bisher meist im Schatten, leistete u.a. Riccardo Zoidl, dem bisher letzten ÖRV-Gesamtsieger 2013, wertvolle Helferdienste. Nun soll es für den 31-jährigen Steirer, der in Oberösterreich lebt, endlich mit einem Etappensieg klappen. “Das wäre eine schöne Sache, daran arbeite ich”, meinte der Profi von Felbermayr Wels der APA. Mögliche Schauplätze seien der Sonntagberg, Stegersbach oder der Kahlenberg.

“Weltenbummler” Eibegger, der schon für Teams aus dem Iran und aus Aserbaidschan im Einsatz war, hat seine Erfolge bisher im Ausland (Aserbaidschan-Tour, Taiwan-Tour, Istrien-Trophy) eingefahren. Dem Gesamtsieg in der Heimat stehen die größten Berge im Weg. “Das einzige Problem ist das Hochgebirge”, meinte denn auch der Routinier, der mehrere schwere Sturzverletzungen überwunden hat. “Schon die Top Ten der Gesamtwertung sind da ein schwieriges Unterfangen, damit müsste man zufrieden sein.”

Der Tiroler Fankhauser ist ein ähnlicher Fahrertyp, extrem lange Anstiege liegen dem 30-Jährigen nicht optimal. Nach der Etappe auf die Edelweißspitze (4. Etappe am 6.7.) werde man sehen, wer Chancen in der Gesamtwertung habe. Dann wolle er sich neu orientieren, sagte der Student der Wirtschaftswissenschaften der APA. Und entweder um einen Top-Ten-Platz in der Gesamtwertung fahren oder einen Etappensieg ins Visier nehmen. Fankhauser hat heuer zum zweiten Mal die größte Rundfahrt in Irland gewonnen (An Post Ras) und zuletzt bei den Staatsmeisterschaften (2. im Zeitfahren, 5. im Straßenrennen) starke Form bewiesen.

Das erste Gelbe Trikot der 68. Auflage wird am Samstag nach einem 600 m langen Zeitfahren auf dem Kitzbüheler Horn vergeben. Nach zwei Etappen mit möglichen Sprintankünften und der “kleinen” Bergankunft auf dem Sonntagberg im Mostviertel kommen die echten Kletter-Spezialisten zum Zug. Bei der Edelweißspitze (2.554 m) und auf dem Dobratsch (1.742 m) fallen die Vorentscheidungen im Kampf um den Gesamtsieg. Feiern lassen darf sich der Nachfolger des nicht startenden Spaniers Victor de la Parte aber erst nach dem Schlussanstieg der 7. Etappe am 9. Juli auf dem Kahlenberg.

Die Ö-Tour rollt nach einer Abstufung als Rennen der mittleren Kategorie im Europa-Rennkalender. Astana ist als einziges WorldTour-Team dabei, dazu kommen zehn Rennställe der zweiten Division. “Von der Leistung her wird sich gegenüber den Vorjahren nicht viel ändern. Die erste Partie der Pro-Conti-Teams ist stärker als die dritte der WorldTeams”, sagte Eibegger. “Die sind durchwegs mit guten Leuten da.”

Eurosport zeigt nach der Tour-de-France-Übertragung täglich Bilder vom Rennen im Rad-Urlaubsland.