ÖSV-Adler gewinnen Teambewerb in Planica

Daniel Tschofenig, Michael Hayböck, Hörl und Schluss-Springer Kraft gewannen mit 1.688,7 Punkten nur 6,1 Zähler vor Gastgeber Slowenien und 33,5 vor Norwegen.

Dieses Trio kämpfte vom ersten bis zum achten Sprung um die Podestplätze. Nach dem vorletzten Springer lag Österreich nur hauchdünn hinter den Slowenen, dann entschied sich ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl vor Kraft zu einer freiwilligen Verkürzung um eine Luke und dieser Coup ging dank der hinzugezählten Gate-Punkte auf. Kraft segelte wie in Durchgang eins wieder auf 235,5 m und besiegelte den weiteren Sieg der Österreicher.

„Unglaublich. Fast ähnliche Emotionen wie letztes Jahr, als es um die große Kugel im Nationencup gegangen ist“, meinte „Doppelsieger“ Kraft im ORF. „Wir haben uns richtig gefreut, wir haben es fast gar nicht glauben können, dass wir die Slowenen daheim im Skifliegen schlagen.“ Zudem war es der erste Sieg einer österreichischen Skiflug-Mannschaft seit elf Jahren. „Mein allererster Skiflug-Sieg im Team, cool“, erklärte Kraft.

Eine Verkürzung durch den Cheftrainer wird von den Weitenjägern manchmal nicht gerne gesehen. „Ich hab gesagt, vielleicht zahlt mir der Chef jetzt trotzdem eine Runde, weil er hat mir jetzt einen 240er weggenommen, aber er hat alles richtig gemacht“, erklärte Kraft lachend. Widhölzl meinte darauf, die Runde zahle er gerne. „Krafti ist irrsinnig cool heute gesprungen. Wir haben gestern echt noch gut was gefunden, was ihm hilft.“

Die Weltcup-Saison der Skispringer wird am Sonntag, den 2. April, so spät wie noch nie, mit dem letzten Einzelbewerb abgeschlossen.

(APA) / Bild: GEPA