ÖSV-Erfolgslauf soll in Zakopane weitergehen
Die österreichischen Skispringer wollen ihren Erfolgslauf nach einer elftägigen Wettkampfpause in Zakopane fortführen. Alles andere als ein Sieg im Teambewerb am Samstag käme nach den überragenden Vierschanzentournee-Leistungen überraschend, und auch im Einzel am Sonntag sind die ÖSV-Adler die hohen Favoriten. Das Team um Daniel Tschofenig hat in den sechs Weltcup-Bewerben seit 21. Dezember vier Dreifach-Triumphe gefeiert und 16 von 18 möglichen Podestplätzen besetzt.
Tournee-Sieger Tschofenig will im fünf Stationen umfassenden Block bis zur WM im Flow bleiben und das Weltcup-Führungstrikot verteidigen. „Das erste Ziel habe ich geschafft, was extrem genial ist“, sagte Tschofenig, der auf betonte Lockerheit setzt. „Ich werde jetzt das weiterverfolgen, was ich vor der Saison gesagt habe: Genießen, Spaß haben am Springen, das kommt oft zu kurz im Profisport. Ich glaube, wenn ich das mache, kann ich gut agieren und im Gesamtweltcup und bei der WM weiter vorne mitkämpfen. Wenn ich das verliere vermutlich nicht. Das heißt, ich werde mich daran halten.“
In Zakopane kann dem vierfachen Saisonsieger nur Jan Hörl das Weltcup-Trikot abknöpfen, dem Salzburger fehlen 40 Punkte. Dritter ist mit 108 Zählern Rückstand der bei der Tournee enttäuschende Vorweihnachtsseriensieger Pius Paschke. Weltcup-Titelverteidiger Stefan Kraft hat hinter dem Deutschen 197 Punkte weniger auf dem Konto als Tschofenig. Kraft wird in Polen nach seinem durch Windpech mitverursachten Rückfall beim Tournee-Finale besonders motiviert sein. Im Vorjahr feierte der Salzburger in Zakopane einen seiner 13 Saisonsiege. Das Teamspringen ging ebenfalls an Österreich.
In der laufenden Saison steuern die bei der Tournee im Dreierpack erfolgreichen rot-weiß-roten Springer auf Rekordmarken zu. In den bisherigen 14 von 29 Einzelbewerben der Weltcupsaison gelangen acht Siege (4 x Tschofenig, 2 x Hörl, 2 x Kraft) bzw. sagenhafte 28 Podestplätze (10 x Tschofenig, 8 x Hörl, 7 x Kraft, 2 x Michael Hayböck, 1 x Maximilian Ortner). Die restlichen sechs Siege gingen allesamt an Deutschland, Paschke gelangen in der ersten Phase des Winters fünf, Andreas Wellinger einer. Manuel Fettner kehrt in Polen ins ÖSV-Aufgebot zurück. Der Routinier, der bei den zwei deutschen Tournee-Bewerben nicht mit an Bord gewesen war, ersetzt Markus Müller.
(APA) / Artikelbild: GEPA
