LILLEHAMMER,NORWAY,04.DEC.21 - NORDIC SKIING, NORDIC COMBINED, SKI JUMPING - FIS World Cup, normal hill, team, men. Image shows Martin Fritz (AUT). Photo: GEPA pictures/ Harald Steiner

ÖSV-Kombi-Team verpasst Top drei – Hirner mit Podest-Premiere

via Sky Sport Austria

Österreichs Nordische Kombinierer haben am Samstag im ersten Saison-Teambewerb der Männer, der gleichzeitig schon die Generalprobe für den Olympia-Mannschaftsbewerb im Februar war, das angepeilte Podest verpasst. Nach Rang drei im Springen mussten sich Martin Fritz, Lukas Klapfer, Stefan Rettenegeger und Johannes Lamparter Japan nur um eine Zehntelsekunde geschlagen geben und wurden Vierte. Der Sieg ging nach 52:56,1 Minuten an Gastgeber Norwegen 5,3 Sekunden vor Deutschland.

Den knapp verfehlten Podestplatz holte dann für Österreich Lisa Hirner nach. Die 18-jährige Steirerin schaffte im insgesamt erst dritten Weltcup-Bewerb dieser für Frauen noch jungen Sportart hinter Weltmeisterin Gyda Westvold Hansen, die wie am Vortag vor ihrer norwegischen Landsfrau Mari Leinan Lund (+52,6 Sek.) siegte, Rang drei.

Hauser nach Rang vier als Weltcupführende nach Hochfilzen

Hirner ist wegen diverser Ausfälle einzige Österreicherin in Lillehammer. Sie war am Freitag schon Vierte gewesen. „Ich war heute sicher ein bisserl nervöser am Start. Ich bin als Vierte rausgestartet, habe Annika dann gleich einmal eingeholt, und bin dann allein gelaufen und super zufrieden heute“, erklärte Hirner. „Ich habe mich auf der Schanze super gesteigert, es war ein cooler Tag heute:“

Bei den Männern war man im ÖSV-Lager nicht so zufrieden. Japan und Österreich fehlten zudem 2:18 Minuten auf die Deutschen. „Es war recht zäh. Von den Schneeverhältnissen war es so, dass eine Spur schneller war. Ich habe am Schluss-Stieg gemerkt, dass ich im Tiefschnee bin, wenn ich da rausgehe und da komme ich einfach nicht vorbei. Er war halt heute auch der Stärkere“, erklärte Johannes Lamparter zum direkten Duell der Schlussläufer mit Akito Watabe.

Der große Rückstand auf die beiden Topnationen beunruhigte den Doppel-Weltmeister allerdings gar nicht. „weil wir zwei Topmänner haben, die heute nicht am Start waren“, bezog er sich auf das Fehlen der zuletzt leicht angeschlagenen Lukas Greiderer und Mario Seidl, die erst am Sonntag im Einzelbewerb wieder starten.

Cheftrainer Eugen relativiert „schlechtere Generalprobe“

„Wir sind schon ein bisschen enttäuscht. Wir haben vieles probiert, leider eben hat Johannes ganz knapp im Zielsprint verloren“, sagte Cheftrainer Christoph Eugen. Greiderer war im Vorfeld einige Tage verkühlt und wurde ebenso geschont wie Seidl, der zuletzt eine Sehnenscheiden-Entzündung hatte. Der große Rückstand auf Deutschland und Norwegen war auch Eugen „total egal“, auch weil es teilweise ein taktisches Rennen war. „Es war jetzt einmal eine schlechtere Generalprobe.“

Team-Oldie Klapfer, der dieses Wochenende verspätet in den Olympia-Winter eingestiegen ist, sprach von einer „nicht grad berauschenden“ Leistung. „Heute ist einiges nicht für uns gelaufen. Wir haben nicht gezeigt, was wir draufhaben, es war ein bisserl verhext. Es ist keinem gelungen, dass wir die Japaner loswerden.“

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(APA).

Beitragsbild: GEPA.