ÖSV-Springerinnen gehen vor heißer Phase verstärkt auf Distanz
Erstmals haben die Skispringerinnen heuer einen Neujahrsbewerb im Weltcup gehabt, nach dem Doppel von Ljubno ist die Serie aber in eine vierwöchige Pause gegangen. Ende nächster Woche folgen zwei Konkurrenzen in Willingen, tags darauf hebt auch schon der Flieger mit der Weltcupführenden Sara Marita Kramer und Co. in München ab, über Paris geht es nach Peking. Die offizielle Team-Nominierung erfolgt diesen Montag, Chefcoach Harald Rodlauer hält sich bis dahin bedeckt.
Der Steirer verzichtete darauf, für letzte Wettkampf-Eindrücke vor dem ÖOC-Termin ein Continental-Cup-Doppel dieses Wochenende am Bergisel zu nutzen – primär wegen der verschärften Corona-Lage. „Wir gehen kein Risiko vorher mehr ein, das muss nicht sein“, erklärte Rodlauer der APA – Austria Presse Agentur. In den bisherigen Weltcups habe er sein Team gefunden gehabt, das Training sei nicht relevant dafür gewesen. Neben Kramer sollten Daniela Iraschko-Stolz und Eva Pinkelnig fix sein.
Anfang Jänner habe es noch ein paar Tage zum Durchschnaufen gegeben, sagte Rodlauer, in der zweiten Jänner-Woche wurde es in Eisenerz wieder ernst. „Wir hatten da ganz, ganz tolle Verhältnisse mit der Schanze in einem Top-Zustand“, erklärte der gebürtige Eisenerzer. Die Arbeiter dort, mit denen er aufgewachsen sei, würden sich immer besonders ins Zeug legen.
Seit dieser Woche wird mehr auf Individualität gesetzt. „Wir haben die Herumreiserei reduziert. Wir haben so gute Möglichkeiten mit Bischofshofen, Ramsau, Eisenerz, Seefeld“, sprach der 55-Jährige die diversen Bakken an. „Da müssen wir nicht immer alle zusammen sein, weil das Risiko (Corona, Anm.) ist doch hoch momentan.“ Am Montag geht es zur Olympia-Einkleidung nach Wien, die Willingen-Anreise erfolgt am Donnerstag.
(APA) / Bild: GEPA
