Der SK Rapid trifft am zweiten Spieltag der UEFA Confernce League auf den armenischen Erstligisten FC Noah

Offensivpower und ein zweiter Sangare: Das ist Rapid-Gegner FC Noah

Der SK Rapid trifft am zweiten Spieltag der UEFA Conference League auf den armenischen Erstligisten FC Noah. Aber wer ist das eigentlich? Wir haben uns den Gegner der Hütteldorfer etwas genauer angeschaut.

In der vergangenen Saison wurden die Armenier in der dortigen Premier League Vizemeister und qualifizierten sich damit für die Conference League. Dort schaffte Noah im Sommer als einziges Team im gesamten Bewerb den Durchmarsch von der ersten Qualifikationsrunde bis in die Ligaphase.

In den acht Spielen der ECL-Qualifikation kassierte der 2017 gegründete Noah FC nur drei Gegentore und schaltete in der dritten Qualirunde das griechische Topteam AEK Athen mit einem Gesamtscore von 3:2 aus. Auch am ersten Spieltag der Conference-League-Ligaphase blieb der armenische Klub erfolgreich: Gegen FK Mlada Boleslav gab es einen 2:0-Heimsieg.

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Im Marktwertvergleich zeigt sich ein klarer Vorteil für Rapid. Während die Hütteldorfer einen Kaderwert von 41,50 Millionen Euro besitzen, kommt die Mannschaft von Noah lediglich auf 7,76 Millionen Euro – also knapp weniger als ein Fünftel des Wertes von Rapid (Werte laut transfermarkt.at).

Stärken des FC Noah

Der FC Noah Erewan wird vom Portugiesen Rui Mota trainiert, der von seiner Mannschaft hohen Druck und einen offensiven Spielstil einfordert. Mit 23 Toren in acht Ligaspielen stellt der FC Noah die zweitbeste Offensive der armenischen Premier League – und das mit noch zwei Spielen weniger als Tabellenführer FC Ararat-Armenia, der 24 Tore auf dem Konto hat. Trainer Mota will das Spiel kontrollieren und baut auf Ballbesitz. Im Schnitt kommt der FC Noah in dieser Kategorie auf einen Wert von 59 Prozent.

Zudem kann sich der Klub auch auf eine solide Defensive verlassen. Sechs Gegentore im bisherigen Saisonverlauf bedeuten den Topwert in der armenischen Liga. In vier von acht Ligaspielen kassierten die Armenier kein Gegentor. Das ist auch der Verdienst von Torhüter Ognjen Cancarevic, der im vergangenen Winter verpflichtet wurde und auch im armenischen Nationalteam im Tor steht.

Schwächen des FC Noah

Die größte Schwäche des Rapid-Gegner sind die zahlreichen individuellen Fehler, die sich bereits durch die gesamte Saison ziehen. In den ersten acht Saisonspielen resultierten 26 Torschüsse für den Gegner aus Eigenfehlern der Noah-Profis. Aufgrund des hohen Pressings und des offensiven Spielstils sind die Armenier auch anfällig für Konter.

Beim FC Noah hat es im Sommer mit 17 Neuzugängen und 20 Abgängen einen großen Umbruch gegeben. Dementsprechend fehlt gerade in der ersten Saisonphase noch die Abstimmung unter den Spielern.

Wertvollste Spieler

Gustavo Sangare (600.000 € Marktwert)

Der Namensvetter von Rapid-Profi Mamadou Sangare ist ebenfalls im zentralen Mittelfeld beheimatet und spielt seit diesem Sommer beim armenischen Topklub. Für Burkina Faso absolvierte Sangare bereits 38 Nationalteam-Einsätze und ist Stammspieler für sein Land.

Helder Ferreira (650.000 € Marktwert)

Noahs Nummer sieben spielt ebenfalls erst seit diesem Sommer in Armenien und ist elffacher portugiesischer Junioren-Nationalteamspieler. Der mittlerweile 27-Jährige erzielte in dieser Saison bislang drei Pflichtspieltore.

Yan Eteki (700.000 € Marktwert)

Der zweikampfstarke Kameruner stammt aus der Jugend des FC Sevilla und hat schon zwei Länderspiele für sein Heimatland in der Vita stehen. Er ist der wertvollste Spieler im Kader des FC Noah.

Möglicher X-Faktor: Virgile Pinson

Der technisch starke Linksaußen kann gegnerische Verteidiger mit Dribbelstärke und Tempo vor große Probleme stellen. Der Franzose, der auch die kamerunische Staatsbürgerschaft besitzt, hatte einst den ehemaligen Weltklassestürmer Samuel Eto’o als Mentor.

 

Acht Scorerpunkte in 14 Pflichtspielen sprechen in dieser Saison eine deutliche Sprache – Pinson gehört zu den gefährlichsten Angreifern des FC Noah.

„Erwarten starken Gegner“: Rapid vor Underdog FC Noah gewarnt

Bild: Imago