Offiziell: Ingolitsch neuer Altach-Trainer

Fabio Ingolitsch ist neuer Trainer des SCR Altach. Das hat der Fußball-Bundesligist am heutigen Mittwochvormittag bekanntgegeben.

Über die Vertragsmodalitäten machte der Verein keine Angaben. Die offizielle Vorstellung im Rahmen einer Pressekonferenz wird um 13:30 Uhr stattfinden. Direkt danach wird der 32-Jährige sein erstes Training leiten. Seit dem Beginn der laufenden Saison trainierte Ingolitsch die U21 des FC Zürich in der 3. Schweizer Liga. In Altach trifft Fabio auch auf seinen fünf Jahre jüngeren Bruder, Defensivspieler Sandro Ingolitsch, der noch bis 2026 bei den Rheindörflern unter Vertrag steht.

Roland Kirchler, Sportdirektor der Altacher, sagt zur Verpflichtung: Wir freuen uns, Fabio Ingolitsch als neuen Trainer begrüßen zu dürfen. Wir sind überzeugt, dass er mit seiner Herangehensweise frischen Wind ins Team bringt und gemeinsam mit den Spielern Erfolge erzielen wird. Die Erfahrung, die er bereits mitbringt und seine fundierte Ausbildung machen ihn zu einer idealen Besetzung, um unsere sportlichen Ziele voranzutreiben.“

„Bin sehr stolz“

„Ich bin sehr stolz und freue mich auf die spannende Herausforderung beim SCR Altach. Der Verein verfügt über ein enormes Potenzial, das wir gemeinsam ausschöpfen wollen. Meine Aufgabe wird es sein, das Team weiterzuentwickeln, eine klare Spielphilosophie zu etablieren und die Spieler individuell zu fördern. Ich glaube fest daran, dass wir zusammen erfolgreich sein können, und ich freue mich darauf, diese Reise mit den Fans, dem Team und dem gesamten Verein anzutreten“, sagt Ingolitsch selbst zu seiner neuen Aufgabe.

Geschäftsführer Christoph Längle fügt hinzu: „Mit Fabio Ingolitsch haben wir einen jungen, ambitionierten Trainer gewonnen. Wir sind überzeugt, dass er zu unserer Strategie passt und wir werden alles dafür tun, ihn bestmöglich zu unterstützen. Unser Dank gilt der Sportlichen Leitung für den intensiven Auswahlprozess und dem FC Zürich, die sehr dazu beigetragen haben, eine für alle Beteiligten gute Lösung zu finden.“

Ingolitsch vor Altach-Engagement: Stationen bei Salzburg und Liefering

Vor seiner Station in Zürich war Ingolitsch in der Akademie von Red Bull Salzburg und auch als Trainer beim FC Liefering aktiv. In seiner aktiven Spielerkarriere war der frühere Mittelfeldspieler im österreichischen Unterhaus aktiv. Das Karriereende erfolgte im Jänner 2018 – ein halbes Jahr nach seinem ersten Engagement als Co-Trainer in Liefering.

Altach hatte sich nach dem frühen Aus im ÖFB-Cup und den enttäuschenden Ergebnissen in der ADMIRAL Bundesliga (zu diesem Zeitpunkt: 8 Spiele – 8 Punkte) am 30. September von Trainer Joachim Standfest getrennt. Auch Co-Trainer Roman Wallner wurde von seinen Aufgaben entbunden. Louis Ngwat-Mahop übernahm interimistisch und saß bei der 0:1-Niederlage gegen den SK Rapid auf der Trainerbank.

Als Trainer & Spieler: Ingolitsch-Brüder wiedervereint

Die Chance, in jungen Jahren einen Bundesligaverein trainieren zu dürfen, nehme er demütig an, erklärte Ingolitsch bei seiner Vorstellungspressekonferenz. „Der Wert Demut muss in uns allen verankert sein, in der Mannschaft und im Verein. Wir wissen, welcher Club wir sind und woher wir kommen“, sagte Ingolitsch. „Gleichzeitig steckt in Demut auch Mut drinnen. Wir dürfen uns nicht kleiner machen als wir sind“, schwebt ihm künftig „mehr Agieren als Reagieren“ am Platz vor. „Wir wollen unseren Fußball moderner, mutiger und attraktiver sehen.“ Der Neo-Coach outete sich zudem als großer Fan des früheren Salzburg- und nunmehrigen Leipzig-Trainers Marco Rose.

Mit Zürich, wo der Vertrag mit Ingolitsch bis 2026 gelaufen wäre, sei eine „gute Lösung“ gefunden worden, betonte Geschäftsführer Christoph Längle. Bis zu welchem Datum der Kontrakt von Ingolitsch läuft, gab der Verein ebenso wie die Ablöse nicht bekannt.

Ingolitsch trifft im „Ländle“ auf seinen Bruder Sandro, der um fünf Jahre jüngere Rechtsverteidiger gehört zum Stammpersonal. „Ich habe ihn gefragt, ob es denn überhaupt für ihn in Ordnung wäre. Er war als Erster hier. Wenn er etwas dagegen gehabt hätte, wäre es für mich kein Thema gewesen. Aber er hat sich gefreut“, berichtete Fabio über die spezielle Konstellation. „Sandro ist ein Vollblutprofi, ist extrem seriös, ich bin mir sicher, dass wir das gut splitten können.“

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(Red./SCR Altach/APA).

Bild: SCR Altach