FOTOMONTAGE: Jesse Marsch wird offenbar neuer Cheftrainer von RB Leipzig. Der US-Amerikaner kommt von Red Bull Salzburg zu den Sachsen. Archivfoto: Trainer Jesse MARSCH Salzburg an der Seitenlinie, Brustbild, Fussball Europa League, Zwischenrunde, Eintracht Frankfurt F - FC Salzburg Salzburg 4:1, am 20.02.2020 in Frankfurt/ Deutschland.  *** PHOTOMONTAGE Jesse Marsch apparently to be new head coach of RB Leipzig The US American joins the Saxons from Red Bull Salzburg archive photo Coach Jesse MARSCH Salzburg on the sidelines, chest photo, Football Europa League, Intermediate Round, Eintracht Frankfurt F FC Salzburg Salzburg 4 1, on 20 02 2020 in Frankfurt Germany

Offiziell: Marsch wechselt von Salzburg zu Leipzig

via Sky Sport Austria

Cheftrainer Jesse Marsch verlässt am Saisonende Österreichs Fußball-Serienmeister Salzburg und wird künftig den deutschen Bundesligisten RB Leipzig betreuen. Nachfolger des 47-jährigen US-Amerikaners wird der 33-jährige Deutsche Matthias Jaissle, aktuell Trainer vom Salzburger Kooperationsclub und Zweitligisten FC Liefering, wie die “Roten Bullen” am Donnerstagvormittag mitteilten. Marsch unterschreibt in Leipzig für zwei Jahre, Jaissle erhält einen Dreijahresvertrag.

“Meine fernere berufliche Zukunft als Trainer ist hiermit geklärt. Aber jetzt gilt mein ganzer Fokus zu 100 Prozent den letzten drei Wochen mit Salzburg. Und dabei werde ich unseren großen Zielen – der Titelverteidigung in Cup und Meisterschaft – alles unterordnen und wirklich alles dafür tun”, versprach Marsch für seine verbleibende Zeit in Wals-Siezenheim.

Der Mann aus Wisconsin war der logische und erwartete Nachfolger von Julian Nagelsmann. Der 33-Jährige verlässt die Leipziger am Saisonende nach zwei Saisonen seines ursprünglich für vier Jahre geltenden Kontrakts, um seinen “Lebenstraum” als Trainer des deutschen Rekordmeisters FC Bayern zu verwirklichen. Dieser Transfer soll den Champions-League-Sieger der Vorsaison laut übereinstimmenden Medienberichten mindestens 25 Millionen Euro Ablöse kosten – eine völlig neue Dimension bei einer Trainerverpflichtung.

Marsch zu seinem Wechsel: “Es war keine einfache Entscheidung”

Marsch hätte noch ein Jahr Vertrag in Salzburg gehabt. Er war im Sommer 2019 aus Leipzig, wo er Co-Trainer war, gekommen und Nachfolger des nach Mönchengladbach abgewanderten Deutschen Marco Rose geworden. Seither gewann der Ex-US-Teamspieler mit dem aktuellen Tabellenführer 59 seiner 89 Spiele (13 Unentschieden, 17 Niederlagen) und hält bei einem Punkteschnitt von 2,13 pro Match.

Nach dem Double-Gewinn im Vorjahr hat Salzburg auch in dieser Saison beste Chancen auf beide Titel, da man im Cup-Finale am Samstag in Klagenfurt auf den LASK trifft. International nahm der Club unter Marsch erstmals in der Red-Bull-Ära an der Gruppenphase der Champions League (im Herbst 2019 und 2020) teil.

Mit “Red-Bull-DNA” ausgestattet: Das ist Marsch-Nachfolger Jaissle

Wechsel zwischen den RB-Dependancen in Salzburg und Leipzig sind keine Seltenheit. Seit der Gründung des sächsischen Vereins durch Red Bull 2009 wurden bereits 18 Spieler von Salzburg nach Ostdeutschland transferiert. Als bisher letzter Akteur reihte sich der Ungar Dominik Szoboszlai im vergangenen Winter in die Liste ein.

Marsch: “Freue mich auf die Möglichkeiten mit dieser Mannschaft”

Nicht mitgerechnet sind dabei Marcel Sabitzer, Massimo Bruno und Omer Damari, die von Leipzig an Salzburg verliehen waren und danach zum deutschen Club zurückkehrten. Nun wechselt mit Marsch erstmals auch ein Chefcoach von Wals-Siezenheim nach Sachsen. Länger als zwei Saisonen war seit der Übernahme des Getränkekonzerns 2005 noch kein Trainer in Salzburg tätig.

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(APA)

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