Offiziell! ÖFB-Kapitän Alaba unterschreibt in Italien

Offiziell! ÖFB-Kapitän Alaba unterschreibt in Italien

s bDas lange Warten hat eine Ende: ÖFB-Kapitän David Alaba hat einen neuen Verein gefunden und spielt ab sofort für Udinese Calcio in der Serie A. Das gab der Klub am heutigen Donnerstag offiziell bekannt, Alaba unterschreibt einen Einjahresvertrag bis 30. Juni 2027.

Udinese beendete die vergangene Saison als Zehnter der Serie A. Aktuell liegt der Klub aus der Region Friaul-Julisch Venetien mit einem Sieg aus fünf Runden am 13. Platz. Trainer ist der in Wien geborene Deutsche Kosta Runjaic.

Alaba war nach seinem Vertragsende bei Real Madrid auf Klubsuche, für die ÖFB-Spiele in der Nations League wurde er nicht einberufen. Der 34-Jährige wurde zuvor auch mit Wechseln in die USA oder Saudi-Arabien in Verbindung gebracht. Laut Sky-Informationen hat Alaba auch vielen internationalen Topklubs abgesagt.

„Komme nicht, um nur der erfahrene Spieler zu sein“

Alaba freut sich auf die neue Aufgabe in Italien: „Ich komme aber nicht nur hierher, um nur der erfahrene Spieler innerhalb der Mannschaft zu sein. Und ich komme ganz sicher nicht hierher, um meine Karriere ausklingen zu lassen. Dafür bin ich noch viel zu ehrgeizig und glaube nach wie vor fest an das, was ich auf dem Platz leisten kann. Ich will mich weiter pushen, Woche für Woche auf höchstem Niveau in der Serie A spielen und etwas erreichen.“

Weiters betont der Wiener in einer Vereinsaussendung: „Ich habe im Laufe meiner Karriere viel erlebt und viel gewonnen, aber eines hat sich nicht verändert: Ich will weiter gewinnen. Ich will mich weiter mit den Besten messen. Und ich will noch einmal etwas Besonderes erreichen. Genau diese Mentalität bringe ich mit zu Udinese.“

Neues Kapitel in Serie A: Warum es Alaba zu Udinese zieht

Alaba mit über 30 Titeln

Nach Deutschland und Spanien ist Italien das dritte große Fußball-Land, in dem Österreichs erfolgreichster Profi aktiv sein wird. Alaba gewann in seiner Laufbahn weit über 30 Titel, darunter viermal die Champions League (zweimal mit Bayern München, zweimal mit Real Madrid), wobei er im Finale 2024 verletzungsbedingt fehlte. Grund dafür war eine im Dezember 2023 erlittene schwere Knieverletzung, die ihn zu einer über einjährigen Pause zwang, weshalb er auch die EURO 2024 versäumte. Es folgten mehrere Blessuren, die den Wiener immer wieder aus der Spur warfen. In der abgelaufenen Saison bestritt er nur elf Einsätze in der spanischen Liga. Bei der WM in Nordamerika war Alaba dabei und stand in allen vier Spielen von Beginn an auf dem Rasen.

Der Wiener bringt viel Erfahrung nach Udine mit. Alaba wechselte mit 16 Jahren von der Wiener Austria zu den Bayern nach München, wo er als linker Außenverteidiger zu einem Weltklassespieler reifte. Nach zehn Meistertiteln in Deutschland wechselte er im Juli 2021 zum nächsten Topclub und holte auch mit Real Madrid zweimal den nationalen Meistertitel. Dreimal wurde er zu Österreichs Sportler des Jahres gewählt, zehnmal zum Fußballer des Jahres.

Routine soll Defensive stabilisieren

Mit seiner Routine soll er nun helfen, die Mannschaft von Runjaic zu stabilisieren. Udinese war auf der Suche nach Verstärkung in der Abwehr, da mit dem ehemaligen Salzburg-Profi Oumar Solet und Talent Matteo Palma zwei Verteidiger zuletzt verletzt ausfielen. Zudem war die Defensive in der noch jungen Saison bei elf Gegentoren in fünf Runden eine Schwachstelle, wobei fast die Hälfte davon beim 3:5 gegen Meister Inter fielen.

Im aktuellen Udinese-Kader steht mit Sandi Lovric ein ehemaliger ÖFB-Nachwuchsteamspieler, der sich später für Sloweniens A-Team entschied. Der 18-jährige Matteo Palma ist aus ÖFB-Sicht interessant. Der in Berlin geborene Innenverteidiger wäre aufgrund seines Vaters auch für Österreich spielberechtigt. Bisher spielte Palma in Nachwuchs-Auswahlen für Italien und Deutschland.

Alaba als Zeichen der Ambitionen von Udinese

Udineses Mannschaft wird aufgrund ihrer Clubfarben Weiß und Schwarz auch „die kleinen Zebras“ genannt. Eigentümer des Vereins ist der Unternehmer Giampaolo Pozzo. Seit 1995 spielt der Verein durchgehend in der Serie A, 2005 gelang sogar der Einzug in die Champions League. Einen großen nationalen Titel haben die Weiß-Schwarzen bisher nicht gewonnen.

Alaba soll mithelfen, dem näher zu kommen. „Die Verpflichtung von David Alaba ist eine enorme Freude für den gesamten Verein „, betonte Geschäftsführer Franco Collavino. „Wir begrüßen einen etablierten Champion, eine Führungsfigur und einen vorbildlichen Profi. Seine Ankunft demonstriert Udineses Wunsch, zu wachsen, auf höchstem Niveau mitzuhalten und ein immer ambitionierteres Team aufzubauen.“

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