Sturm Graz präsentiert Parensen als Schicker-Nachfolger
Der neue Geschäftsführer Sport des SK Sturm heißt Michael Parensen. Die Grazer stellten den Nachfolger von Andreas Schicker am Donnerstag offiziell vor. Der Ex-Profi kündigte bei seiner Präsentation am Donnerstag an, den Erfolgspfad weitergehen zu wollen: „Es gilt den eingeschlagenen Weg fortzuführen.“
Parensen war bis April als Technischer Direktor bei Union Berlin tätig, wo er zuvor auch über zehn Jahre als Spieler aktiv war. Mit 249 Union-Einsätzen liegt der heute 38-Jährige auf Platz fünf der Rekordspieler des Klubs. Seit 2020 war er nach Ende seiner Profikarriere auf der Geschäftsstelle von Union Berlin aktiv und galt bei den „Eisernen“ schon als möglicher Nachfolger von Geschäftsführer Oliver Ruhnert. Doch im vergangenen Frühjahr erfolgte die überraschende Trennung.
In den Diensten der Berliner hatte Parensen Sturm bereits im Blickfeld, wie er verriet. Die österreichische Bundesliga sei „immer ein guter Markt für Deutschland.“ Seit der ersten Anfrage der Steirer habe er sich noch intensiver mit dem Verein befasst, auch Spiele der Youth League mitverfolgt. „Ich will auch junge Spieler entwickeln. Wir werden diesen Weg nicht verlassen“, sagte Parensen. Als die drei ausschlaggebenden Punkte für seine Zusage nannte er die Nähe zu den Fans, die klare Philosophie im Club und das familiäre Umfeld. „Es geht hier nicht um Einzelinteressen, sondern um den Erfolg des Vereins.“
Parensen muss Trainerfrage bei Sturm klären
In den letzten Tagen wurden auch noch Tomas Zorn und Benjamin Schmedes als Nachfolge-Kandidaten bei Sturm gehandelt. Die Entscheidung fiel aber letztendlich auf die 38-jährige Union Berlin-Legende. Parensen überzeugte bei dieser „enorm wichtigen Entscheidung für Sturm Graz“ laut Club-Präsident Christian Jauk durch seine Bodenständigkeit und menschlichen Qualitäten. „Er steht für Treue. Er weiß, wie man mit harter Arbeit vorankommt.“
44 Tage nach dem Wechsel von Andreas Schicker zur TSG Hoffenheim haben die Verantwortlichen nun einen neuen starken Mann im sportlichen Bereich gefunden. Dessen erste Aufgabe es jetzt sein wird, die Trainerfrage bei den Grazern zu klären. Aktuell hat Jürgen Säumel interimistisch die Geschicke vom ebenfalls ins Kraichgau abgewanderten Christian Ilzer übernommen und soll die Mannschaft in den verbleibenden fünf Spielen bis zur Winterpause betreuen. „Jürgen Säumel wird bis Winter die hundertprozentige Unterstützung des Vereins haben“, betonte Parensen. Danach werde man weiter beraten.
Parensen: „Ilzer-Abgang war erwartbar“
Mit dem Abgang von Ilzer sei zu rechnen gewesen. „Das war erwartbar, aber nicht in der Kurzfristigkeit“, meinte der Neo-Sportchef. „Das wirft uns aber nicht um.“ Wie Säumel an der Seitenlinie will auch er die Arbeit seines Vorgängers fortsetzen. „Die erfolgreiche Arbeit von Andreas Schicker spricht Bände. Ich identifiziere mich komplett mit der Spielphilosophie von Sturm Graz.“ Er übernehme Sturm nicht in der Krise, die Automatismen würden greifen.
Eine Vertragslänge wurde laut Jauk noch nicht fixiert. Parensen verriet, dass auch seine Familie nach Graz übersiedeln wird. Die Steiermark sei für ihn noch Neuland. „Aber ich konnte dem steirischen Dialekt in den letzten Tagen folgen.“ In seiner Karriere sei er stets ein Teamplayer gewesen. „Es ist neues Land, eine neue Liga und die Chance, meinen Horizont zu erweitern.“
Parensen möchte „eingeschlagenen Weg fortführen“
(Red./APA)/Bild: Imago
